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 Er soll clean sein... Pete Doherty (Foto: der-Jens@getaddicted.org) (22.01.2008, Köln, Live Music Hall) Durch ihr Verhalten während des Konzerts in Köln und danach dürften Pete Doherty und seine Band BABYSHAMBLES reichlich Sympathien verspielt haben.
Die „Walküre“ aus Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ bildete den großkotzigen Anfang eines unterm Strich enttäuschenden Gastspiels der britischen Indie-Rock-Combo BABYSHAMBLES in Köln. Für das großkotzige Ende sorgte Sänger und Gitarrist Pete Doherty später dann ganz alleine.
Aber der Reihe nach: Zunächst betraten das Enfant Terrible des Britrocks und seine Band gegen halb zehn mit einem Köln-Fähnchen fuchtelnd die Bühne der ausverkauften Live Music Hall, die ihm die Dinslakener Heißmacher KILIANS mit ihrem STROKES-mäßigen Sound zuvor über 40 Minuten lang trefflich vorbereitet hatten.
Wie das aktuelle exzellente Album der Babyshambles „Shotter’s Nation“, eröffneten „Carry On Up the Morning“ und „Delivery“ auch das Konzert, das jedoch in der Folgezeit, arm an Höhepunkten, vor sich hinplätscherte. Zwei neue, unveröffentlichte Songs brachten die vier Briten zu Gehör, dazu drei weitere Titel von „Shotter’s Nation“ sowie drei B-Seiten und „The Blinding“ von der gleichnamigen EP.
Stichwort „Großkotz“: Bei „Sedative“, dem achten und ungewollt letzten Stück des regulären Konzerts übermannte Doherty ein plötzlicher Brechreiz. Zuvor hatte er noch Späße mit dem Publikum gemacht und im Bühnengraben die Nähe der Fans gesucht. Ob eine Überdosis Sedativa oder doch nur der zuvor konsumierte „Apfelsaft“ die Ursache war, blieb ungeklärt.
Während der englische Patient backstage versorgt und die Bühne gesäubert wurde, hielt Gitarrist Mick Whitnall die Zuschauer mit einer Solo-Version von „I Wish“ bei Laune. Schließlich kehrte die komplette Band inklusive des maladen Frontmanns zurück und spielte eine zugegeben berauschende Fassung ihres Hits „Fuck Forever“, um gleich im Anschluss, nach netto 45 Konzertminuten, endgültig abzugehen.
Nun mag jeder, der die BABYSHAMBLES kennt und um die Eskapaden Dohertys weiß, einwerfen, mit einem solchen Verlauf müsse man bei dieser Truppe eben immer rechnen. Schließlich ist der 28-Jährige als Konsument nahezu aller irgendwie erhältlichen Drogen bekannt. Dass Doherty und Konsorten jedoch zu späterer Stunde zur Aftershow-Party im Stereo Wonderland, einer bekannten Musikkneipe in der Kölner Innenstadt, erschienen, hinterlässt einen schalen Beigeschmack.
Denn während sich die Herren vergnügten und noch weitere Songs, darunter auch Klassiker von den LIBERTINES, zum Besten gaben, traten wenige Kilometer weiter verprellte Fans, die zum Teil horrende Summen für ihre Eintrittskarten bezahlt hatten, frustriert die Heimreise an. Aber wie heißt es so treffend im Sprichwort: „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert.“ Info: www.babyshambles.net, www.livemusichall.de, www.stereowonderland.com
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2 Kommentare
1Kommentar Doherty...ein Grund warum ich seinen Bands niemals auch nur ansatzweise eine Chance gegeben hab.
2"armseelig und kaputt" wer zu solchen shows geht und auch noch geld bezahlt ist selbst schuld. wieso sollte ich solch einem looser eine chance geben und ihm noch geld in den arsch schieben!? der soll sich doch abschießen, wie es seiner zeit auch mr. cobain geschafft hat. ganz armes pack!
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