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Freitag, 29. Dezember 2006 |
Endlich auf Deutsch verfügbar: „White Line Fever“, die offizielle Autobiografie von Ian Fraser Kilmister, besser bekannt als Lemmy. Knapp 40 Jahre geht der Gründer von Motörhead nun seinen Weg: kompromisslos, geradeheraus, unbeirrbar, laut. Und genauso liest sich auch sein Buch.
Heute zählt Lemmy ja längst zu den Ikonen des Rock’n’Roll, aber aller Anfang ist schwer. Den Einstieg ins Business fand der passionierte Backenbart-Träger als Roadie von Jimi Hendrix, spielte parallel dazu in diversen Bands. Erste Popularität erlangte Lemmy dann als Bassist der Spacerocker Hawkwind, die ihn aber nach ein paar Jahren feuerten. Der Archetyp des Rockmusikers beschloss alsdann, künftig sein eigener Herr zu sein und hob 1975 das wegweisende Metal-Punk-Trio Motörhead aus der Taufe. Zwar ist Lemmy inzwischen einziges verbliebenes Ur-Mitglied, doch an Musik, Image und Authentizität der Band hat sich in über 30 Jahren nichts geändert.
Ohne ein Blatt vor der Mund zu nehmen, schildert Lemmy sein Leben und lässt wahrlich nichts aus. Drogen, Sex, Skandale und natürlich jede Menge Rock’n’Roll auf witzige, selbstironische Weise erzählt. Über 300 Seiten prallstes Leben on the road also, das für jeden Musikfan zur Pflichtlektüre erklärt werden sollte.
„White Line Fever“ von Lemmy (mit Janis Garza) erschien im Wilhelm Heyne Verlag und ist für 8,95 Euro im gut sortierten Buchhandel erhältlich.
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