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 (Foto: Metal Blade) As_I_ Lay_Dying wurden 2001 von Ex-Society's Finest-Gitarrist Tim Lambesis gegründet und machten sich schnell, aufgrund ihres christlichen Glaubens, in der Christcore-Szene einen Namen. Neben Bands wie Norma Jean, Zao oder auch Underoath gelten sie als die bekanntesten Bands in diesem Kreis. Im Juni 2005 erschien ihr drittes Album „Shadows Are Security“, in den amerikanischen Billboard.Charts auf Position 35 stieg.
Gut anderthalb Jahre später war nun die Möglichkeit für ein Interview gegeben. As I Lay Dying waren auf Tour mit Bullet For My Valentine, was bei einigen Fans nicht sonderlich gut ankam. Gesprächspartner war Gitarist Phil Sgrosso, der neben Tim Lambesis den größten Anteil an den Arbeiten zu „Shadows Are Security“ hatte. Schüchtern, zurückhaltend und etwas steif saß er mir gegenüber und beantwortete entsprechend auch die Fragen.
SMASH-MAG.com: Du bist erst Oktober 2003 bei As I Lay Dying. Wie kam es damals dazu?
Phil: Ich spielte während meiner Highschool-zeit in San Diego in einer Band und dabei supporteten wir einige Male As I Lay Dying. Eine Woche, bevor der damalige As I Lay Dying-Gitarrist die Band verließ, hatten wir uns aufgelöst. Da wir uns kannten, wurde ich gefragt, ob ich nicht mit auf Tour gehen möchte. So kam es, dass ich jetzt festes Mitglied bin.
SMASH-MAG.com: War deine damalige Band ebenfalls eine Christen-Band?
Phil: Ja, quasi schon. Wir waren alle Christen in der Band.
SMASH-MAG.com: Wie funktioniert das: Christ sein und Metal spielen?
Phil: (lacht) Ich weiß es nicht. Metal ist nur eine Musik und man kann ihn inhaltlich und textlich anders gestaltet, so dass man da eine Einigung finden kann.
SMASH-MAG.com: Bist du sehr mit dem Inhalt der Bibel vertraut?
Phil: Ich habe die Basics. Wortwörtlich die Inhalte wäre zu viel. Ich folge Jesus und glaube an Gott. Wenn ich zuhause bin, lese ich sehr viel in ihr. Auf Tour mache ich das weniger, da bin ich dann doch etwas zu faul für.
SMASH-MAG.com: Gehst du regelmäßig in die Kirche und singst Gospel? Auch wenn das jetzt etwas vorurteilsmäßig klingen mag.
Phil: Ich spiele Gitarre in unserer Gemeinde. Es macht sehr viel Spaß und es gibt mir sehr viel Halt, dass ich mich in unserer Gemeinde betätigen kann.
SMASH-MAG.com: Ist das es ein Unterschied zwischen den Staaten und Europa, als Christen-Band aufzutreten?
Phil: Nein, also ich kann sagen, dass wir niemals irgendwelche Probleme damit hatten, weder in den Staaten noch hier in Europa.
SMASH-MAG.com: Ich hab ein Interview von euch gelesen, da wurdet ihr gefragt, ob es legitim sei, eine Christen-Band zu sein und Alkohol zu trinken. Ich hab mich schlapp gelacht über diese Frage, da ich da überhaupt keinen Zusammenhang sehe.
Phil: Naja, also du siehst da vorne die Wanne voller Bier, aber keiner von uns ist so drauf, dass er sich jetzt jeden Abend abschießt. Ich denke, dass man es einfach nicht übertreiben soll mit dem Alkohol. Jeden Abend Bier trinken, dass könnte ich auch gar nicht. Davon abgesehen, dass eurer Bier hier in Europa um einiges stärker ist als bei uns.
SMASH-MAG.com: Wie ist es, mit Bullet For My Valentine auf Tour zu sein?
Phil: Also heute, hier in Köln, ist die erste Show mit Bullet, da die gestrige Show ausfallen musste. Der Sänger von ihnen hat sich erkältet und konnte nicht auf die Bühne. Somit geht es heute erst richtig los und ich bin gespannt drauf.
SMASH-MAG.com: Kennst du ihrer Musik?
Phil: Nein, ich kenne nichts von ihnen außer einem Musikvideo, dass ich mal gesehen habe.
 (Foto: Metal Blade) SMASH-MAG.com: Dass ihr den Support für Bullet For My Valentine macht, ist nicht ganz unumstritten von Seiten eurer Fans, da die Band sich recht kommerziell veräußert und eher auch ein weibliches Publikum anspricht. Ich denke, die ersten Reihen heute Abend bei der Show werden nur aus Girls bestehen.
Phil: (lacht). Ich denke, darüber sollte man sich weniger Gedanken machen. Ob Girls oder Headbanger, wir spielen vor jedem Publikum. Auch wenn der Headliner sich Sellout-Vorwürfe anhören muss und sich mehr beim Mainstream ansiedelt. Das gilt ja nicht für uns. Ich denke, dass es eine großartige Chance ist, so eine Tour zu spielen. Es wäre Schwachsinn gewesen, sie nicht anzunehmen.
SMASH-MAG.com: Und auch eine Chance sich einem anderen Publikum zu zeigen.
Phil: Das auch. Wir haben in den Staaten die Taste Of Chaos-Tour gespielt und dort war auch ein sehr junges und vor allem weibliches Publikum, das mit Metal nicht allzu viel zu tun hatte. Von daher machen wir uns keine Gedanken darüber. Wir haben trotzdem viele Leute musikalisch angesprochen können mit dem Verlauf zufrieden sein.
SMASH-MAG.com: Du spricht die Taste of Chaos Tour in den Staaten an. Wie war es mit den Deftones auf einer Bühne zu stehen?
Phil: Ohja, es war großartig. Davon abgesehen war es nicht nur großartig, mit den Deftones die Bühne zu teilen. Auch die anderen Bands die Dredg, Atreyu
Story of the Year oder auch Silverstein waren großartig. Jede Band war auf ihre Art und Weise sehr heavy, aber auch sehr eigen. Das machte diese Tour zu etwas Besonderem.
SMASH-MAG.com: Was denkst du über die Zusammensetzung der Europäischen Version der Taste of Chaos Tour mit Taking Back Sunday, Anti-Flag, Underoath, Senses Fail, und Saosin?
Phil: Von den Bands hatte ich bis jetzt nur das Vergnügen, mit Underoath zu spielen. Sie sind eine energische Liveband. Taking Back Sunday sind natürlich schon eine große Nummer. Senses Fail habe ich noch nie gehört. Ich weiß nicht, ob ich mir über dieses Package eine Meinung bilden kann. Auf jeden Fall denke ich, dass sich Anti-Flag ein wenig herausheben gegenüber den anderen Bands.
SMASH-MAG.com: Letztes Jahr habt ihr bei der Hell On Earth-Tour mitgespielt. Auch ein Package, das dann quer durch die Lande zieht. Was sind die Vorteile solcher Tourneen deiner Meinung nach?
Phil: Man tourt mit all diesen Bands und viele sprechen davon, dass es eine Art Festival sei. Für mich sind Festivals aber was ganz anderes. Eher so Dinger, wo Mega-Seller Headliner sind und man ein ganzes Wochenende vor der Bühne verbringt.
Diese kleinen Packages, die wir hier gespielt haben, sind wie eine ganz normale Tour. Klar, man hat mehrer Bands dabei, aber letztendlich ist es egal, ob man mit einer oder mit vier Bands unterwegs ist, die einem den Abend eröffnen.
SMASH-MAG.com: Euer aktuelles Album „Shadows Are Security“ stieg ja bis auf Platz 35 der Billboard Charts ein.
Phil: Es war schon cool, letztendlich jedoch war es mir egal, ob wir damit so hoch in den Billboard Charts waren. Es ist eine gute Platte. Wenn die Leute die Songs mögen, umso besser. Hauptsache ist, dass sie zu unseren Liveshows kommen. Darauf kommt es mir mehr an.
SMASH-MAG.com: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Daniel Weyandt (Zao) und Matt Mentley (Throwdown)?
Phil: Wir sind allesamt gut miteinander befreundet. Dan war mit Zao auf Tour und er spielte in San Diego. Wir besuchten sein Konzert und fragten ihn, ob er nicht einige Vocals zur neuen Platte beisteuern möchte. Am nächsten Tag stand er bei uns im Studio und 20 Minuten später war die Sache im Kasten.
SMASH-MAG.com: Im Mai dieses Jahres erschien eine Platte von euch, die mit älteren Songs bestückt ist. Was war der Grund dafür und wer hatte die Idee?
Phil: Metal Blade und auch wir hatten mit der Idee gespielt. Viele der älteren Scheiben gibt es nicht mehr und die Kids zahlen bei ebay ziemlich viel Geld, um diese Scheiben als Original zu bekommen. Dem wollten wir mit dem Release entgegnen treten. Die Songs stammen aus der Zeit, wo ich noch nicht bei As I Lay Dying war. Einige Songs haben wir neu aufgenommen und abgemischt. Wir haben die neuen Möglichkeiten genutzt, um halt die Qualität der Songs, die auf dieser Platte sind, zu verbessern.
SMASH-MAG.com: Ihr habt in der Vergangenheit mit vielen Bands getourt. Von welcher habt ihr am meisten „lernen“ können. Wenn man das so sagen kann?
Phil: Killswitch Engage, Trivium…das sind alles hart arbeitende Bands. Da sieht man, dass diese Bands was erreichen wollen.
SMASH-MAG.com: Viele sind der Meinung, dass ihr zu einer der wichtigsten Bands im Genre gehört. Schmeichelt dir so eine Aussage?
Phil: (lacht) Ich weiß nicht, was ich darüber denken soll. Es ist nett gemeint. Ich bin nicht der Mensch, der darauf fixiert ist. Ich bin glücklich über die Fans, die wir haben und wie wir unseren bisherigen Weg gegangen sind. Welche Rolle wir dabei eingenommen haben, spielt aus meiner sicht keine Rolle.
SMASH-MAG.com: Habt ihr schon neue Songs geschrieben?
Phil: Ja, wir sind momentan dabei, neue Songs zu schrieben und peilen für den Sommer 2007 die nächste Veröffentlichung über Metal Blade an.
SMASH-MAG.com: Welche drei Songs müssen deiner Meinung bei euren Live Shows gespielt werden, die auf der Bühne so richtig kicken?
Phil: Lass mal überlegen: Meaning in Tragedy, Confined and 94 Hours. Die machen Spaß auf der Bühne.
Info: www.asilaydaying.com
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