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Sonntag, 20. Juli 2008 Home arrow Interviews arrow GALLOWS: Bitte ohne „THE“
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So, der Sommer ist wohl da und wir machen jetzt mal eine kleine Update-Pause bis zum 28.07.2008.

Bis dann.
Euer SMASH-MAG.com Team
 
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GALLOWS: Bitte ohne „THE“ PDF Drucken E-Mail
Interviews - Aktuelle Interviews
Geschrieben von Markus Tils   
Freitag, 25. Januar 2008

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Gallows Frontmann Frank Carter ( Foto: Markus Tils)
Klammheimlich haben sich GALLOWS zu einer der interessantesten Bands des Jahres 2007 gemausert. Ihr Album „Orchestra Of Wolves“ brachte die Band erst landesweit und später auch international ins Gespräch. Ein neuer - vielleicht „der“ - Lichtblick der englischen Hardcore/Punkszene. In ihren authentischen Texten spiegelt sich das trostlose Leben ihrer provinziellen Heimat wieder. Aggressivität, die sich aus Aussichtlosigkeit nährt. Gallows sind definitiv anders als andere Bands von der Insel. Das macht sie so einzigartig und begehrt. Eine Millionen Pfund soll ihr Deal mit Warner Music ihnen einbringen – wenn alles klappt! Ziemlich groggy standen Sänger Frank Carter und Bassist Stu Gili-Ross vor ihrem Auftritt bei der Taste Of Chaos Tour zum Interview bereit. Eins war schnell klar: Berühmt zu werden bedeutet ihnen nichts und all der Trubel der letzten Wochen geht ihnen am Arsch vorbei.

 

SMASH-MAG.com: Anfang des Jahres wart ihr mit der Give It A Name Tour auch hier im Palladium. Wie denkt ihr über solche Tour-Packages überhaupt und gibt es Unterschiede?

Stu Gili-Ross: Na ja, eigentlich gibt es keine Unterschiede beides sind fucking Sponsor Tourneen. Man tourt mit vielen Bands, was sicherlich Spaß macht.

Frank Carter: Aber das Sponsoring nervt total. Rockstar Energie Drinks sucks.

Stu Gili-Ross: Bei der Give It A Name Tour war kaum was los. Taste Of Chaos ist mittlerweile eine etablierte Marke und zieht die Kids an. Aber für uns hat beides jetzt nicht geschadet.

Frank Carter: Und das Line Up war bei der Give It A Name nicht so gut. Jimmy Eat World, Lagwagon, MxPx…Das passte alles nicht so, wie es geplant war.

SMASH-MAG.com: Sind solche großen Gigs für Hardcore und Punkbands das Richtige?

Frank Carter: Kommt drauf an. Klar, kleinere Shows sind intensiver aber es kommt auch auf die Band an, was sie draus macht. Bei solchen Tourneen mitzumachen ist die Möglichkeit jeden Abend zu spielen. Auch wenn das jetzt nicht so nach unserem Geschmack ist. Als Band will man auf die Bühne. Gerade wenn man in Orten ist wo man noch nie war, wo keiner einen kennt ist es sinnvoller, wenn man sich solch einem Package anschließt. Dadurch besteht die Chance einen guten Eindruck bei den Kids zu hinterlassen, die dann hoffentlich auf unsere Headliner Tour kommen. Wenn sie kommen, dann wissen wir, dass das sich dieses Package gelohnt hat.

SMASH-MAG.com: Sponsoring ist ja mittlerweile Gang und Gäbe und ihr werdet von Atticus unterstützt. Was erhofft ihr euch davon?

Stu Gili-Ross: Kostenlose Klamotten (lacht).

Frank Carter: Wir sind jetzt keine so erfolgreiche Band die großartig gesponsert wird. Sie geben uns einige Klamotten. Das ist ganz okay, gerade wenn man ständig auf Tour ist kommen neue Sachen bei uns ganz gut an (lacht). Ich glaube eher, dass Atticus sich da mehr Gedanken macht und sich was erhofft.

SMASH-MAG.com: Wie kommt ihr auf den Namen Gallows?

Frank Carter: Wir suchten einen kurzen Namen der unseren Sinn für Humor gut wieder gibt. In Deutsch würde es wohl „Galgenhumor“ heißen. So sind wir halt. (lacht) Daher der Name. Und was sehr wichtig ist, da es immer wieder vor kommt: GALLOWS, nicht The Gallows. Also, bitte ohne „The“. Danke! (lacht)

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Bassist Stu Gili-Ross (Foto: Markus Tils)


SMASH-MAG.com Ihr habt die Warped Tour 2007 gespielt. Ein großes Event oder doch nur Business?

Stu Gili-Ross: Nein, also die Warped Tour ist schon ein Wahnsinnserlebnis. Wir waren die erste britische Band, die die gesamte Tour gespielt hat. Sonst spielen Bands aus Europa nur wenige Wochen auf bei der Tour mit.
Die Tour war das Beste was wir bis jetzt als Band erleben durften. Wir haben viel erlebt und die Kids haben uns mit offenen Armen begrüßt. Großartig.

SMASH-MAG.com: Ist es für europäische Bands auf der Warped Tour besonders schwer?

Stu Gili-Ross: Man muss sich schon behaupten können. Das macht man, indem man auf der Bühne halt alles gibt. It works.

SMASH-MAG.com: Man merkt es, ihr wollt auch drüben erfolgreich sein.

Frank Carter: Ja, auf jeden Fall. Die Warped Tour im Sommer war wie gesagt großartig und ich denke, dass wir uns dort schon etwas aufgebaut haben.

SMASH-MAG.com: Frank, ich hab gelesen, dass die Band dein Hobby sei und nicht deine alltägliche Arbeit. Sehen das deine Bandkollegen genauso?

Frank Carter: Das darf man nicht missverstehen. In einer Band wie Gallows zu sein ist relativ viel und harte Arbeit. Es macht Spaß, aber man weiß auch, dass diese Zeit begrenzt ist. Das sollte man nicht vergessen. Das weiß jeder in der Band.

SMASH-MAG.com: Frank, Du arbeitest als Tätowierer. Seid ihr alle von ihm tätowiert?

Stu Gili-Ross: Ja, dass sind wir. Er ist sehr begabt (lacht).

SMASH-MAG.com: Euer aktuelles Album ist ein Re-Release, welches Epitaph und Warner gerade raus gebracht haben. Wann kann man mit einem neuen Album rechnen?

Frank Carter: Ich denke, dass wir September 2008 ein neues Album auf den Markt bringen werden. Bis jetzt haben wir aber noch keinen einzigen Song geschrieben. Wir brauchen noch ein wenig Freizeit und denken, dass es im März dann mit den Arbeiten los gehen wird.

SMASH-MAG.com: Und das Album wird dann über Warner veröffentlicht. Ihr habt ja einen Deal über 1 Million Pfund für zwei Alben abgeschlossen. Gratuliere.

Stu Gili-Ross: Ja, aber da ist noch eine Klausel drin. Denen muss das zweite Album auch noch gefallen, erst dann werden wir die Kohle sehen.

SMASH-MAG.com: Und wenn sie sagen, dass es ihnen nicht gefällt?

Stu Gili-Ross: Tja, Pech gehabt. Aber dann haben sie zumindest für die zwei Aufnahmen bezahlt und das ist auch schon viel wert. Aber sie glauben an uns.

Frank Carter: Jedes Label wollte uns haben. Wirklich JEDES große Label. Wir konnten es uns aussuchen. Aber wir sind nicht in einer Band um berühmt zu sein und die dicke Kohle einzufahren. Wenn wir abends auf der Bühne stehen, dann geben wir 150%. Abend für Abend, überall auf der Welt. Die Musik ist unser Ventil. Aber Rechnungen müssen trotzdem bezahlt werden. Dafür, dass wir uns den Arsch so aufreisen ist es ganz normal, dass man dafür bezahlt wird. Wenn wir eines Tages auf unsere Band zurückschauen, dann will ich sagen, dass ich das Bestmögliche für diese Band getan habe. Momentan haben wir die Welt komplett bereist und haben einen fetten Deal in der Tasche. Dabei spielen wir in erster Linie Punkrock für uns selbst und nicht für andere. Wir würden nie was anderes machen, um den Leuten zu gefallen. Friss oder Stirb. Ich glaub auch nicht, dass uns das Label extra unter Vertrag genommen hat, um jetzt mit uns die große Kohle zu verdienen. Es geht dabei auch um das Image eines Labels. Wir sind halt eine interessante und spannende Band. Heben uns ab und spiegeln etwas wieder, was lange vermisst wurde.

Info: www.myspace.com/gallows

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