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Donnerstag, 20. November 2008 Home arrow Interviews arrow HAWTHRONE HEIGHTS: „Was sie machen ist unfair und man wird ausgebeutet“
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Wegen der großen Nachfrage wurden die Konzerte in München, Köln, Saarbrücken und Hamburg in größere Konzerthallen verlegt:

 

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HAWTHRONE HEIGHTS: „Was sie machen ist unfair und man wird ausgebeutet“ PDF Drucken E-Mail
Interviews - Aktuelle Interviews
Geschrieben von Sandra Reinartz   
Sonntag, 20. August 2006

Mal ehrlich. Schon skurril was in den letzten Wochen über Hawthorne Heights in der Presse stand. Die Schlammschlacht der EmoCore Band aus Ohio mit Victory Records wird breit in der Öffentlichkeit ausgetragen und begleitet die Band bei ihrer ersten Europa Tour. Nach den zwei Alben „The Silence in Black and White“ (2004) und „If Only You Were Lonely“ wurde es auch langsam Zeit, dass die Clubs des Landes gerockt werden. Vor der Show in Köln sprach Sandra mit Drummer Andrew.

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Foto: smash-mag.com
SMASH-MAG.com: Hi Andrew, wie geht’s dir?
Andrew: Danke, sehr gut. Und dir?
SMASH-MAG.com: Danke, Danke. Auch gut.

SMASH-MAG.com: So, Andrew. Das ist dein erstes mal in Deutschland, richtig?
Andrew: Ja, wir waren noch nie hier. Zwar schon in Europa, wir kommen auch grade erst von den Niederlanden, aber in Deutschland war ich bisher noch nicht. JT ist allerdings in Deutschland geboren, hat ein paar Jahre hier gelebt und ist dann früh in die Staaten gezogen und soweit ich weiß war er auch nie mehr hier. Ich freue mich total, ich habe nur gutes über Deutschland und die Crowd hier gehört und kann es nicht abwarten heute Abend hier zu spielen. Mein Tourmanager und unser Rowdy waren schon öfters hier und die haben nur positives erzählt.

SMASH-MAG.com: Ist es aufregend für euch in neuen Ländern zu spielen oder ist es mehr so, dass ihr eh wisst, dass die Menge abgeht, da sie ja eure Tickets gekauft haben.
Andrew: Nein, so ist es überhaupt nicht. Es ist jedes Mal super aufregend und ich bin gespannt auf die Reaktion. Zum Beispiel waren wir jetzt in Belgien, da war es echt Hammer. Die Reaktion von den Leuten war unglaublich. Und danach waren wir in Holland war es nur so „na ja“. Man weiss nie was einen erwartet, ich hoffe die deutschen Termine werden rocken.
SMASH-MAG.com: Das werden sie, glaub mir.

SMASH-MAG.com: Als die Band in 2001 gegründet wurde, habt ihr euch „A Day in the Life“ genannt. Warum heißt ihr jetzt „Hawthorne Heights?“
Andrew: Die Sache ist, es gab viel Austausch in der Band selber. JT ist der einzige, der noch von „A Day in the Life“ übrig ist. Ich hab den Drummer ersetzt, der Bassist kam dann neu dazu, der Gitarist wurde gewechselt, es war ein Hin und Her. Und deswegen haben wir uns entschieden uns einen neuen Namen zu suchen, der diese Gruppe jetzt beschreibt und nicht etwas, was im Jahre 2001 mal war.

SMASH-MAG.com: Was hat dich dazu bewegt Musiker zu werden und nicht im Büro zu arbeiten?
Andrew: Ich habe schon immer Musik gemacht und früh angefangen Drums zu spielen. Für mich war das immer klar. Ich habe zwar schon in diversen Büros gearbeitet, war auch bei der größten Kabelgeschellschaft in den USA tätig, aber das ist mir alles zu förmlich und mit zu vielen Gesetzen und Auflagen verbunden. Ich will einfach nur Musik machen und rumreisen. Das ist einfach der Wahnsinn und das was ich immer machen will.

SMASH-MAG.com: Euer Wechsel zu Warner wurde ja groß und breit diskutiert. Ich frage mich warum ihr das auf diese Weise gemacht habt. Warum wurde das so breitgetreten in der Öffentlichkeit?
Andrew: Als wir bei Victory unterzeichnet haben, wussten wir von den Gerüchten, dass die Bands nur ausgenutzt und abgezogen werden. Taking Back Sunday haben Victory ja auch verlassen, sowie viele andere auch. Wir wollten es erst nicht wahr haben, aber es ist einfach so. Die nehmen unser Geld, wir sehen davon nichts, alles was sie machen ist unfair und man wird ausgebeutet. Wir wollten die Öffentlichkeit daran teilhaben lassen, damit die Menschen einfach wissen was abgeht und das sie aufpassen sollen, falls sie einen Vertrag von Victory angeboten bekommen. Es ist super Schade und ich versteh es nicht, aber so war es.

SMASH-MAG.com: Ok, das kann man nachvollziehen. Was möchtest du denn, wer eure Musik hört? Sprich, interessiert es dich ob 14 Jährige Girls in der ersten Reihe rumspringen oder ist dir so etwas nicht wichtig?
Andrew: Das ist mir egal. Es gibt Bands, denen es wichtig ist, dass nur „super hippe trendy“ Leute ihre Konzerte besuchen, aber das ist nicht das, worauf es mir ankommt. Jeder, der zu schätzen weiss was wir tun, soll unser Konzert besuchen. Ist mir egal wer. Ich bin über jede Person im Publikum dankbar und solange jeder uns respektiert und schätzt, tu ich das auch, und bin froh drüber. Die sollen einfach eine gute Zeit beim Konzert haben.

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Foto: Presse
SMASH-MAG.com
: Euer neues Album ist ja zum Vorgänger schon sehr poppig, zugänglich und Mainstream, …
Andrew: Findest du? Echt?
SMASH-MAG.com: Auf jeden Fall. Kein Vergleich zum Ersten in dem es noch kantig und rough war. Das neue ist Radio-tauglich und für Jedermann gemacht. Das ist natürlich nicht schlimm, bzw. Ansichtssache, mich interessiert auch nur, ob das Absicht war oder ob es sich halt so ergeben hat.
Andrew: Ich finde das neue Album großartig und besser als das Erste. Die Hooks, die Übergänge, die Melodien, alles einfach fließender, alles ergibt einen Sinn. Wir wollten die soften Sachen softer machen und die harten Sachen härter. Das haben wir geschafft. Ich finds definitiv besser. Ich höre es gerne und wir sind super stolz drauf.

SMASH-MAG.com:  Es gibt eine menge Leute, die meinen, das sich viele Bands verkaufen, wie zB. Fall Out Boy oder My Chemical Romance und wie sie alle heißen. Die früher noch andere Musik gemacht haben und jetzt hoffen das schnelle Geld zu verdienen indem sie auf den Mainstream Zug aufspringen.
Andrew: Das glaube ich nicht. Ich kenne viele von diesen Bands persönlich und bei denen ist das Geld wirklich zweitranging. Die wollen einfach nur Musik machen und touren. Und grade Fall Out Boy waren ja schon immer sehr poppig. Und das zieht nun mal die breite Masse mehr an. Die haben sich somit nicht verändert. Ok, My Chemical Romance kamen echt eher ausm Punk und sind jetzt sehr poppig geworden, aber ich kenn die Jungs und glaube nicht, dass das so ist. Also mir ist so was nicht wichtig, ich mach die Musik, die mir gefällt und wenn’s mal poppiger ist, dann ist es so. Ich streite das auch gar nicht ab, dass wir Pop-Elemente in unserer Musik haben. Auch genau so haben wir auch viele andere Sachen in unserer Musik.


SMASH-MAG.com: Was hörst du denn privat für Musik?
Andrew: Oh... +überlegt+ ... viel. Sehr viel. Ich höre ne Menge Hardcore wie Gorilla Biscuits und diversere andere Bands, auch Sunny Day Real Estate oder Bayside. Ich kann jetzt nicht wirklich Namen aufzählen, es ist einfach zu viel. Mein Geschmack ändert sich mit der Zeit halt auch immer, ist ja normal. Aber schon eher Hardcore. Und Gorilla Buiscuits sind mit die Besten +lacht+

SMASH-MAG.com: In den USA ist die „Emo-Szene“ und das Wort „Emo“ ja genau so negativ angehaucht wie hier. Viele meinen „Scheiss Emo/s“ ohne einen Plan davon zu haben. Was denkst du darüber?
Andrew: Das ist leider nun mal so. Es gibt immer Leute, die sagen „Scheiss Emo“, aber die haben einfach keinen Plan von der Sache, wie du schon sagtest. Emo ist für mich eh was ganz anderes, als für viele Andere. Für mich sind Sunny Day Real Estate z.B. Emo und nicht, was heutzutage unter Emo abgestempelt wird. Das ist halt echte, emotionale Musik und dementsprechend wären wir ja dann auch Emo. Das habe ich auch schon oft gehört. In den USA ist es schon krass was da abgeht. Aber das ist mir einfach egal. „Emo“ ist eine Auslegungssache. Für mich heißt es halt einfach „emotional“, und das kann vieles sein.

SMASH-MAG.com: Arbeitet ihr eigentlich schon am dritten Album oder ist das jetzt nach hinten verschoben und ihr kümmert euch erst mal darum das Zweite noch mehr zu promoten?
Andrew: Weißt du, wir sind immer am schreiben und überlegen. Jeder hat Ideen, jeder ist immer für sich selber was am aufschreiben. Aber keine konkreten Sachen. Nur so jeder für sich. Wir machen jetzt unsere Europa-Tour fertig, haben dann paar Wochen frei, wo wir genaueres besprechen. Dann touren wir als Headliner durch die USA und, wenn alles klappt gehen wir Feb. 2007 in Studio und kommen im Sommer mit einer neuen Platte. Ob das jetzt so klappt weiss ich nicht, aber so ist der Plan. Das wäre echt cool.

SMASH-MAG.com: Wie ist denn das Leben in Ohio so? Stimmt es, dass es da so langweilig ist?
Andrew: Oh ja, das stimmt. Da ist viel Landschaft, viele Farmen. Da geht nicht viel, es ist langweilig und ruhig. Da waren mal viele Fabriken, die haben mit der Zeit alle zu gemacht und seit dem ist da echt tote Hose. Aber es ist schön da.
SMASH-MAG.com: Aber die Alternative Press sitzt da, so langweilig kann’s da ja nicht sein.
Andrew: Ja, in Cleveland. Stimmt. Da geht schon mehr ab, als bei uns in Dayton. +grins+.

Andrew:  Deutschland ist aber übrigens echt groß.
SMASH-MAG.com: Verglichen mit was?
Andrew: Ja, wir kommen ja jetzt, wie gesagt aus Holland und Belgien und ich hab mal auf der Karte gekuckt da ist Deutschland ja riesig gegen. Wo sind wir jetzt eigentlich genau? Und wo ist München, Hamburg und Berlin? Und wie ist es da?
SMASH-MAG.com: Wow, so viele Fragen auf einmal. Also, wir sind jetzt im Westen von Deutschland. Hier sind die Leute cool drauf und Köln wird definitiv eure beste Show München ist ganz im Süden, da ist eher die High-Society, da ist die Szene kleiner, aber da kann man trotzdem rocken. Hamburg ist ganz oben im Norden, da ist es sehr gechilled, aber die Leute gehen trotzdem ab. Und von Berlin muss ich erst wohl gar nicht anfangen und das ist ganz im Osten.
Andrew: Ok, cool, interessant. Ich bin echt mal gespannt.
SMASH-MAG.com: Ok, Andrew. Ihr werdet so oder so rocken. Ich danke dir für das coole Interview.
Andrew: Ich danke dir. Sehen wir uns heute Abend?
SMASH-MAG.com: Aber sicher doch. Lass ich mir doch nicht entgehen.
Andrew: Cool! Danke und bis später.

Info: www.hawthorneheights.com

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