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HOLLYWOOD PORNSTARS: „Wir haben eine Menge Pläne, mal sehen was draus wird.“ PDF Drucken E-Mail
Interviews - Aktuelle Interviews
Geschrieben von Felix Neumann   
Sonntag, 4. November 2007

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Mit neuem Album am Start: Hollywood Pornstars aus Belgien
Eigentlich sollte es eine einmalige Sache werden als Anthony Sinatra, Redboy, Ben Damoiseau und Eric Swennen eine Band gründeten: Der „Concours Circuit Band Contest“ sollte gewonnen werden. Darum musste ein Name her, der auf Anhieb Aufmerksamkeit erregt. Kurzerhand wurden die vier Musiker zu den Hollywood Pornstars, der Wettbewerb gewonnen und der großen Karriere stand nichts mehr im Weg. Die erste EP wurde aufgenommen, kurz danach das erste Album und schließlich folgten europaweite Auftritte.
Fünf Jahre sind seitdem vergangen und mit „Satellites“ steht nun schon das zweite Album der Formation aus Lüttich in den Plattenläden. Mittlerweile unter den Fittichen des französischen Labels „Naïve“, standen die Vier per Email Rede und Antwort.

SMASH-MAG.com: Ihr habt euer neues Album „Satellites“ genannt, da euch die Metapher eines Satelliten, der Nachrichten in die Welt sendet, gefallen hat. Welche zentrale Aussage wolltet ihr mit dem Album vermitteln?

Hollywood Pornstars: Es gibt keine wirkliche zentrale Aussage. Unsere Messages an die Hörer sind lediglich die zwölf Songs auf der Platte. Wir haben sie aufgenommen und jetzt liegt es an den Leuten sie zu kaufen oder nicht… In gewisser Weise haben wir das also nicht mehr in der Hand.
 
SMASH-MAG.com: Wie war es mit Produzent John Goodmanson, einem eurer persönlichen Helden, zu arbeiten?

Hollywood Pornstars: Wir haben ihn kontaktiert und ihm unsere Demos geschickt. Er mochte sie und wollte an der Platte arbeiten, konnte sie aber nicht komplett produzieren. Also hat er unsere Songs in seinen Studios in Seattle bearbeitet und uns jeden Tag einen Track zugeschickt. Es war aufregend zu hören, was er daraus gemacht hatte. Goodmanson hat schon viele Bands produziert die wir mögen (Death Cab For Cutie, Blood Brothers, Sleater Kinney), also war es wie ein Traum mit ihm arbeiten zu dürfen.
 
SMASH-MAG.com: Französisches Label, amerikanische Produktion und belgische Studios… Woher kommen diese weltweiten Beziehungen?

Hollywood Pornstars: Nach den Aufnahmen zu unserer ersten Platte haben wir bei unserem jetzigen Label „Naïve“ unterschrieben, da wir uns von unserem damaligen Label, mit dem wir auch unsere erste EP aufgenommen haben, getrennt hatten. Die haben uns live gesehen und boten uns den Plattenvertrag an… Heutzutage ist es echt einfach internationale Beziehungen aufzubauen. Du kannst jeden problemlos per Mail kontaktieren. Darum versuchen wir auch so gut es geht gezielt mit den richtigen Leuten in Kontakt zu treten… Dabei ist nicht entscheidend aus welchem Land diese Leute kommen.

SMASH-MAG.com: In eurem Myspace-Blog habt ihr geschrieben, dass ihr am letzten Tag der Aufnahmen zu „Satellites“ 16 Songs im Kasten hattet. Auf die Platte haben es dann aber nur zwölf Stücke geschafft. Was wird aus den vier anderen?

Hollywood Pornstars: Es war schwer eine Auswahl zu treffen. Die besagten vier Songs sind echt gut und wir lieben sie. Aber wir wollten eine gute Tracklist, etwas Zusammenhängendes mit Anfang und Ende… Einer dieser Songs, „Chrysalide“ ist als Bonustrack erhältlich, wenn man sich unser Album bei iTunes kauft. Und mit den anderen werden wir auch bald irgendwas machen…

SMASH-MAG.com: Wie ist es Teil einer Gemeinschaft wie dem „Jaune Orange“ in Belgien zu sein. Und wie nah stehen sich die Bands tatsächlich?

Hollywood Pornstars: Das „Jaune Orange“ besteht bereits seit 8 Jahren und schon damals waren einige von uns Teil des Ganzen, als wir noch in anderen Bands spielten. Also ist es ganz normal für uns dazuzugehören. Lüttich ist keine große Stadt, also war es Ziel durch das „Jaune Orange“ leichter und schneller bekannt zu werden. Einige Bands wurden erfolgreich, neue Bands kamen dazu, andere verließen uns. Abgesehen davon war es mit dem „Jaune Orange“ einfacher Auftritte mit internationalen Bands zu organisieren und diese nach Lüttich zu holen. Man kann sagen, dass wir nicht einfach nur eine Band sind, sondern es auch mögen neue Leute zu treffen und etwas für die Szene zu tun.

SMASH-MAG.com: Der Erfolg kam für euch plötzlich und in kürzester Zeit habt ihr auf den großen Festivalbühnen gespielt. Man kann also durchaus sagen, dass ihr eine sehr glückliche Band seid. Dennoch habt ihr auf „Satellites“ nach eigener Aussage dunklere Musik gemacht als auf eurem Debüt „Year Of The Tiger“. Warum?

Hollywood Pornstars: Unsere Musik hat sich verändert, weil sich auch die Band täglich weiterentwickelt… Durch das viele gemeinsame Touren haben wir eine Menge gelernt. Wir wollten uns mit der zweiten Platte nicht wiederholen, das wäre langweilig. Die neuen Songs sind vielleicht düsterer als vorher, aber dennoch haben sie alle geradlinige Melodien. Vielleicht rührt der neue, rohe Sound aber auch daher, dass wir „Satellites” live aufgenommen haben.

SMASH-MAG.com: In „There’s A God“ ist die Rede von einem Gott der die Menschen liebt, braucht, ihnen hilft, sie aber gleichzeitig auch hasst und tötet. Was steckt dahinter?

Hollywood Pornstars: Das ist eine Art Auflistung der Dinge, die man über Gott denken kann, egal ob man an ihn glaubt oder nicht. Es ist kein Song für oder gegen Religion. Jeder kann und soll sich seine eigene Meinung zum Thema bilden.

SMASH-MAG.com: In den Medien liest man oft von Vergleichen zu Bands wie Billy Talent oder Sugarplum Fairy. Mit welcher Band würdet ihr gerne mal verglichen werden?

Hollywood Pornstars: Um ehrlich zu sein kennen wir diese Bands gar nicht richtig… Wir wollen auch nicht so klingen wie die Bands die wir mögen. Es ist ziemlich schwer deine Frage zu beantworten, da wir eine Menge unterschiedlicher Musik mögen. Sagen wir es so: Wir lieben Pop und Rock im Allgemeinen. Das geht schon in den 60ern los…   

SMASH-MAG.com: Ihr selbst seht euch als Powerpop-Band. Der Track „Andy“ ist Opener des Albums und gleichzeitig die erste Single, klingt aber viel eher nach straightem Rock’n’Roll. Warum habt ihr euch für „Andy entschieden?

Hollywood Pornstars: „Andy“ steht an erster Stelle, da er die neue Platte sehr gut mit unserem Debütalbum verbindet. Für die Auskopplung sind alleine die Leute beim Label verantwortlich. Sie entscheiden welcher Song veröffentlicht werden soll. Da wir alle unsere Songs mögen ist das völlig okay für uns.

SMASH-MAG.com: Eure aktuelle Tour geht quer durch Europa. Gibt es ein Land in dem ihr unbedingt einmal spielen möchtet?

Hollywood Pornstars: Wir lieben das Touren und die Shows. Unsere Platte ist in vielen europäischen Ländern auf dem Markt, also wollen wir zunächst in genau diese Länder reisen. Momentan gefallen uns Frankreich, Holland, die Schweiz und Deutschland ziemlich gut. In Zukunft würden wir aber auch gerne in Italien, Spanien und Skandinavien auftreten. Wir haben eine Menge Pläne, mal sehen was draus wird…  

Info: www.myspace.com/hollywoodpstars
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