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Seite 1 von 2 … das ist wahrscheinlich essentiell, wenn man mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt wohnt und trotzdem zusammen Musik machen will. Stefan Petermann und Thomas Petermann machen genau das mit Paris Rise. Das Projekt hat gerade das Debüt-Album –„5years in PM“ - fertig gestellt (VÖ: 7.März). Mit SMASH-MAG.com reden die beiden über die Notwendigkeit, Stillstand zu vermeiden und in Bewegung zu sein. Entwicklung ist der Fixpunkt, um den sich dabei fast alles dreht.
 Foto: Presse SMASH-MAG.com: zwei Begriffe – was ist Paris Rise? – Wie würdet Ihr Paris Rise beschreiben? Thomas: Für mich sind es Bilder und Farben. Stefan: Für mich ist es ein Nebel, durch den man wandert und ein Film. SMASH-MAG.com: Und wie setzt Ihr das musikalisch um? Thomas: Also, wie gesagt: Film, Bilder Farben: Paris Rise ist eigentlich so ein bisschen der Klang, das Bild, das wir von unserer Musik haben. Stefan: Also eigentlich ist es so, dass das Bild, das man davon hat, erst entsteht, wenn die Musik da ist. Man hat vorher eher so Ahnungen oder Assoziationen, die sich erst durch das Beschäftigen mit der Musik zu einem Gefühl vervollständigen. Thomas: Ja, das wächst. Wir sind ja auch zwei Personen und wir müssen unsere Vorstellung ja auch immer zu einem Stück zusammen bringen. Deswegen ist das auch noch nicht fertig am Anfang. Und wenn man jetzt schon von Bildern spricht – dieser fließende Name: Paris Rise; genauso ist unsere Zusammenarbeit, unsere Musik – das fließt, da entwickelt sich etwas, das sind Bilder. Stefan: Der Name beinhaltet eine Bewegung. Diese Bewegung ist natürlich erst mal nach vorne gerichtet und nicht rückwärts. SMASH-MAG.com: Diese Bewegung, immer unterwegs sein, eine gewisse Unstetigkeit, wird auch auf dem Album deutlich; zum Beispiel bei dem Lied „save me now“, wo es heißt: “save me now, take me now, where ever we will go“ in „“ wird das sich-im Bett-wälzen beschrieben. Wo kommt dieses Gefühl her? Stefan: Das ist auf jeden Fall so ein Suchen. Das ist ein roter Faden, der sich durch die Band, unseren Werdegang und dann natürlich auch eben durch die Lieder zieht. Dieses Suchen und Hoffen, dass man was findet. Dieses „save me now“ ist nun gerade ein extremes Beispiel. Für uns eindeutig der Film-Song, der eine komplette Geschichte erzählt. Thomas: Das Bild, das ich bei dem Lied habe… Ich sehe da immer Küste, zum Beispiel in Nord-Irland, wo es metertief steil abgeht, am Meer … Und da stell ich mir diese Person vor, die da einen Hilfeschrei ausstößt. Und im Nebel, auf den vorgelagerten Klippen spielt da dann das Kammerorchester und durch die Weite und den Nebel entwickelt sich das dann, auch diese Verzweiflung. Stefan hat das mit dem Film gesagt – wie sich das entwickelt. Stefan: Interessanterweise hatte ich genau das gleiche Bild. Das ist natürlich ein sehr pathetisches Bild, was sehr theatralisch ist und theaterhaft aber eben auch sehr groß, überlebensgroß, was man dann auch in diese Art Musik packen muss, um das überlebensgroße zu zeigen. SMASH-MAG.com: Thomas, Du hast schon das „zusammen bringen Eurer Vorstellungen“ angesprochen. Ihr habt beide schon ziemlich ausgeprägte musikalische Identitäten bzw. Vorstellungen, da Du, Thomas, früher in verschiedenen Bands gespielt und Dich schon immer mit Musik beschäftigt hast und Du, Stefan, immer noch parallel zu Paris Rise in einer anderen Band spielst. Wie bringt Ihr Eure beiden Vorstellungen zusammen? Thomas: Das ist gar nicht so schwierig, weil wir müssen einen gemeinsamen Nenner haben sonst hätten wir uns nicht zusammen gefunden. Bei jedem fangen irgendwelche Saiten an, zu klingen, wenn man über Musik spricht und das ist auch der Grund, warum wir zusammen Musik machen. Und unser gemeinsamer Nenner ist eben bei einer, ich sag mal, Art von Popmusik, die ein bisschen dunkler ist und von den 80er Jahren angehaucht ist – auf jeden Fall, was diese Cd betrifft – das muss ja nicht so bleiben. Da treffen wir uns einfach. Und das dann jeder immer noch so ein bisschen einen anderen Background hat, ist ja auch sehr interessant, weil er dadurch ja auch Dinge hereinbringt, an die der andere gar nicht gedacht hat. Das ist ein ganz fruchtbarer Prozess für die Musik. SMASH-MAG.com: Wo seht Ihr denn konkret Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Eurem musikalischen Background? Thomas: Einer meiner ursprünglichen musikalischen Einflüsse ist sicher die ganze Folk-Musik, Liedermacher-Art. Und das ist natürlich ein Punkt, der mich auch heute noch beeinflusst, wenn ich am Klavier sitze. Dann klingt das schon sehr geprägt von dieser ganzen Liedermacher-Art. Das fällt nicht nur anderen auf, sondern auch mir. [lacht] Während das bei Stefan immer stark diesen, ich sag mal, Grunge-Einschlag bekommt. Man hört die Gitarre raus, die im Kopf immer noch irgendwie als Instrument da ist. Das ist so für mich der Punkt, an den wir uns unterscheiden. Sonst ist das eher im Detail, bei einzelnen Sounds. Ich mag zum Beispiel Flöten ganz gerne, aber da sehe ich Stefan schon vor mir, wie sich ihm die Haare kräuseln [lachen beide unisono] Stefan: Also, es ist auch eine interessante Lernerfahrung, die man da macht, weil eine Deiner großen musikalischen Vorlieben ist Pink Floyd. [Thomas nickt heftig, -Ja] Und einige meiner großen musikalischen Vorlieben sind Mogwai, SigurRos oder Godspeed You Black Emperror! Und das ist ja quasi so der Prog-Rock dieses Jahrtausends oder Jahrzehnts.
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