Advertisement
HomeNeuigkeitenInterviewsKonzertePlattenBücherGalerienGewinnspiel
Freitag, 5. Dezember 2008 Home arrow Interviews arrow SICK OF IT ALL: „Ich hab mir meine Nase nie brechen lassen“
Newsflash
RISE AGAINST: Konzertverlegung

Wegen der großen Nachfrage wurden die Konzerte in München, Köln, Saarbrücken und Hamburg in größere Konzerthallen verlegt:

 

mehr...
 
SMASH-Foto
Wir Präsentieren
Partner
BLUE SHELL
LO-FI Merchandise
Concert Team NRW
Login





Passwort vergessen?
Feed Me Up
SMASH-MAG.com - Aus Liebe zur Musik
Social Bookmark
Eintragen bei: Mr. Wong Eintragen bei: Webnews Eintragen bei: Icio Eintragen bei: Oneview Eintragen bei:  FAV!T Social Bookmarking Eintragen bei: Favoriten.de Eintragen bei: Seekxl Eintragen bei: Social Bookmark Portal Eintragen bei: BoniTrust Eintragen bei: Power-Oldie Eintragen bei: Bookmarks.cc Eintragen bei: Newskick Eintragen bei: Newsider Eintragen bei: Linksilo Eintragen bei: Readster Eintragen bei: Yigg Eintragen bei: Linkarena Eintragen bei: Digg Eintragen bei: Del.icoi.us Eintragen bei: Reddit Eintragen bei: Simpy Eintragen bei: StumbleUpon Eintragen bei: Slashdot Eintragen bei: Netscape Eintragen bei: Furl Eintragen bei: Yahoo Eintragen bei: Blogmarks Eintragen bei: Diigo Eintragen bei: Technorati Eintragen bei: Newsvine Eintragen bei: Blinkbits Eintragen bei: Ma.Gnolia Eintragen bei: Smarking Eintragen bei: Netvouz Eintragen bei: Folkd Eintragen bei: Spurl Eintragen bei: Google Eintragen bei: Blinklist Information
Social Bookmarking
SICK OF IT ALL: „Ich hab mir meine Nase nie brechen lassen“ PDF Drucken E-Mail
Interviews - Aktuelle Interviews
Geschrieben von Markus Tils   
Sonntag, 15. Juli 2007

Image
Craig Setari beim Pressure
Letztens Jahr feierten Sick Of It All ihr 20 Jährigen Jubiläum. 20 Jahre an der Spitze einer Szene, die für viele mehr ist als nur Musik. Zu Ehren dieser groß- und einzigartigen Band erschien vor kurzem “Our Impact Will Be Felt - A Tribute to Sick Of It All”.  Bands wie Rise Against, Hatebreed, Sepultura, Comeback Kid, Pennywise uvm. gaben sich die Klinge in die Hand, um die Könige des Hardcores entsprechend ihren Respekt auszudrücken. Ein beeindruckendes Werk über eine Band, die zweifelsohne zu der wichtigsten Band des Hardcore gehört. Da Sänger Lou Koller einige Probleme mit seiner Stimme hatte und diese schonen wollte trat Bassist Craig Setari aus dem Tourbus und sprach über das Pressure Festival, über Hardcore in den Staaten und über ihr Tributalbum.

 

SMASH-MAG.com: Nach 2005 seid ihr heute zum zweiten Mal auf dem Pressure Festival. Wie ist deine Meinung über dieses Festival, welches ja als Hardcore Festival bekannt ist?

Craig: Ich finde dieses Festival fantastisch. Es ist ein reines Hardcore Festival und die Leute haben Spaß an der Musik. Spaß am Hardcore. Auf den meisten Festivals auf denen wir auftreten ist das Line-Up ja eher gemischt. Deshalb ist es schon was tolles hier sein zu dürfen mit all den anderen Bands aus der Szene. Die Fans kriegen die Art von Musik geboten, die sie hören möchte. Gerade in den USA wird es immer schwerer für Hardcore Bands. Das öffentliche Bild der Szene wird immer schlechter. Sie wird mittlerweile als Bastards-Szene geschimpft.

SMASH-MAG.com: Warum?

Craig: Es wird immer schwerer, weil die Leute immer gewalttätiger werden. Das ist ein Grund warum viele Veranstalter scheuen Hardcore Bands zu buchen. Es ist denen einfach zu risikoreich. Das wiederum schlägt auch auf die Bands nieder, die es dann kaum noch schaffen ordentliche Gigs zu spielen.
Das sollte es aber eigentlich gar nicht sein, den Hardcore war ja immer einen offene Szene, die respektable miteinander umgehen sollte. Und Plötzlich geht dies in eine Richtung, wo sich die Leute, die gemeinsam ein Konzert besuchen wollen, prügeln und randalieren um einfach cool zu sein. Aber viel cooler sind die Leute hier in Europa, die einfach gelassener sind und Spaß haben. Schau dich um.

SMASH-MAG.com: Realisiert das Pressure Festival bei euch in der Szene?

Craig: Ich glaube, dass generell nicht viele Leute merken und wissen wie hier die Hardcore Szene aktiv ist und wie gut sie hier funktioniert. In Amerika verstehen viele einfach nicht, wie überhaupt ALLES funktioniert. In den Staaten will man einfach tough sein, aber für die falsche Einstellung, meiner Meinung nach. Der Mix aus Gewalt und Musik der bei uns herrscht ist absolut nichts für mich.

SMASH-MAG.com: Seit wann gibt solche Ausmaßen bei Shows?

Craig: Es ging voreinigen Jahren schon los. Man merkte es vereinzelt. Irgendwie steht man solchen Entwicklungen resignierend gegenüber. Hardcore war immer ein Ventil seinen Frust rauszulassen. Aber nicht so. Hardcore greift ins Soziale, es will aufrütteln, die Leute zum denken bringen. Nicht abgefuckt in der Gegend rum rennen und einfach nur aggressiv sein und sich auf Shows gegenseitig anzumachen. Ich bin nur ein einfach Typ die Musik macht. Ich weiß nicht, was in den Köpfen solcher Leute passiert. Ich bin weder Polizist oder Politiker und weiß nicht was da schief gegangen ist.

SMASH-MAG.com: Kommen wir zum heutigen Auftritt. Es soll ein Fanset geben. Wer hatte die Idee dazu?

Craig: Die Idee kam vom Veranstalter. Er hat uns gefragt und wir fanden die Idee ziemlich cool. Ein reines Fanset konnten wir jetzt nicht realisieren, da wir die Songs allesamt vorher hätten üben müssen. Deshalb wird es ein Mix. Wobei ich sagen muss, die gevoteten Songs spielen wir ja eigentlich immer. (lacht). Von daher war es jetzt nicht so überraschend.

SMASH-MAG.com: Wenn man so viele Songs habt wie ihr, wer sucht die Setliste aus und wie findet man immer das richtige Gespür für den richtigen Song zur richtigen Zeit?

Craig: Ja, dass ist echt nicht einfach. Und Gott sei dank habe ich damit nichts am Hut! (lacht) Pete und ich sind darin nicht involviert. Es ist ganz alleine die Entscheidung von Armand und Lou. Wir sind jedes Mal überrascht, wie die Reihenfolge sein wird und lassen uns auch mal gerne überraschen.

SMASH-MAG.com: Ein Tributalbum erschien vorkurzem, auf dem wirklich namhafte Bands vertreten sind. Wie ist das alles zustande gekommen?

Craig: Wir haben einfach rum gescherzt, dass es doch mal cool sei, wenn Bands unsere Songs covern. Gerade wo wir letztes Jahr unser 20. Jubiläum feierten. Tja, und aus diesem rumalbern wurde dann plötzlich doch mehr und mehr und mit Hilfe unsers Labels konnten wir es dann auch umsetzen.

SMASH-MAG.com: Magst du das Album?

Craig: Yeah. Ich find es super! Und was mir besonders gefällt ist, dass Pennywise uns gecovert haben. Sie sind schon lange unsere Freunde und die Vertreter der Westcoast. Es sind ja auch viele Bands, die eigentlich kein Hardcore sind. Deshalb ist es schon was Besonderes für mich, dass sie „My Life“ gecovert haben. Das hat mich stolz gemacht.

Image
...und auf der Rheinkultur

SMASH-MAG.com: Was ist den dein Lieblingssong auf der Platte? Etwa „Busted“ von Stretch Arm Strong, das du im Original singst?

Craig: Mein Favorit ist „Friends Like You“ von Kill Your Idols. Ich mag seine Stimme. Die ist so fett Old-School Punk-mäßig. Und das Cover von „Built To Last“ von Rise Against ist auch Hammer geworden.

SMASH-MAG.com: Ich hab in einem früheren Interview gelesen, dass Lou der Meinung ist, dass „Scratch the Surface“ das wichtigste Album der Band sei. Stimmst du ihm da zu?

Craig: Ja, ich denke dass es das ist. Das Album katapultierte Hardcore Musik vom Underground hinauf, und die Leute wurden weltweit auf diese Musik aufmerksam. Gerade hier in Europa ging es danach richtig los. Wir haben damals wirklich viele Alben davon verkauft. Ich glaube, dass wir sogar hier in den Charts waren. Aber heutzutage sind dank des Internets Verkaufszahlen sowieso nicht mehr aussagekräftig.

SMASH-MAG.com: Was ist denn deiner Meinung nach der wichtigste Song, den Sick Of It All bis jetzt geschrieben hat?

Craig: Oh. Das kann ich dir nicht sagen. Wir haben so viele Songs geschrieben zu den unterschiedlichsten Thematiken, wo jeder einzelne für sich selbst steht und auch wichtig ist. Jedoch wenn du mich schon so fragst: Die Texte der neueren Songs gefallen mir sehr.

SMASH-MAG.com: Ihr überschreitet gerade die Altergrenze von 40. Was treibt euch noch?

Craig: Spaß! Wir haben noch soviel Spaß auf der Bühne zu stehen. Wir sind immer noch körperlich und geistig fit, solche Strapazen mit zu machen. Unsere Physis ist einfach stark. Bei jedem von uns. Wir kommen uns nicht alt und müde vor, wie andere Bands in unserem Alter. Dabei werden wir immer besser. Also, es ist nichts Negatives zu beobachten, nur weil man älter wird. Die Einstellung stimmt bei uns. Solange wir und die Leute es genießen es wird es weiter gehen. Warum sollten wir aufhören? Es macht Spaß.

SMASH-MAG.com: Macht ihr Sport um euch fit zu halten?

Craig: Ich boxe seit Jahren und bin jetzt auch als Box-Coach tätig.

SMASH-MAG.com: Deine Nase sieht ungeschadet aus.

Craig: Yeah, ich hab mir meine Nase nie brechen lassen. Ich bin halt ein guter Boxer! (lacht) Jedoch habe ich mir paar Mal die Hand und Finger gebrochen- aber niemals die Nase. Die habe ich anderen gebrochen. (lacht). Der Job macht mir einfach viel Freude. Musik und Boxen sind mein Leben. Das liebe ich über alles. Es gibt Phasen, wo man nicht tourt und da ich jemand bin der aktiv sein muss, brauche ich diesen Ausgleich.

SMASH-MAG.com: Eine altbewährte Frage kommt jetzt. Wie wird eure Zukunft aussehen?

Craig: Wir werden weiterhin auf Tour sein. Werden neue Songs schreiben und hoffen, dass wir den Leuten noch viel Freude  bringen können.

SMASH-MAG.com: Wird das touren anstrengender mit der Zeit?

Craig: Ja, wir nehmen zuviele Sachen mit und es wird immer enger im Bus. Das zerrt doch recht, da man sich kaum bewegen kann.

SMASH-MAG.com: Und dann zwei Mal im Jahr quer durch Europa, nervt das nicht?

Craig: Nein, dass ist das Beste was man machen kann als Band. Die Fans sind fantastisch und sind unfassbar treu. Sie lassen keinen fallen. Gerade hier in Deutschland und Holland.

SMASH-MAG.com: Meinst du auch, dass die Musik von Sick Of It All unsterblich ist?

Craig: Wenn du das sagst. Was soll ich dazu noch sagen. DANKE!

SMASH-MAG.com: Welches Vermächtnis wollt ihr mit Sick of It All hinterlassen?

Craig: Generell wünsche ich mir, dass Freiheit in meinem Land herrscht. Es ist ein faschistisches System was da gerade herrscht. Schau dir die Machthabenden an in unserem Land. Das sagt doch alles aus. Eine Kriegsführende Industrie deren Marionetten die Politiker sind. Dabei gehen sie über Leichen. Warum sonst gibt es überall die Einsätze der US-Streitkräfte? Es geht um Profit. Die großen Konzerne beherrschen das Land. Sie brauchen Rohstoffe, also führen wir Krieg. So und nicht anders ist es. Dabei spielt es keine Rolle, wie der Präsident heißt. Das ganze System ist vergiftet. Es fing damals mit Reagan an, der die Medienanstalten nutzte. Die Leute werden durch die Fernsehanstalten manipuliert. Die knipsen die Kiste an und es wird gesendet, was man hören möchte. Es ist reinste Propaganda. Die Leute fühlen sich geborgen und verstehen nicht, dass im Nahen Osten Kinder sterben, damit Konzerne ihre Interessen gestillt bekommen. Ich liebe mein Land, aber ich sehe, dass da einiges nicht stimmt. Das macht mich wütend und traurig zu gleich. Und mit Sick Of It All hoffe ich, dass wir einiges getan haben, dass dieses System mehr und mehr hinterfragt wird und es zu dem wird, was es eigentlich hätte sein sollen. Ein freies Land.  

Info: www.sickofitall.com

» Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
E-Mail (wird nicht veröffentlicht)
Name
Titel
Kommentar
Captcha Image Code neu generieren, falls er unlesbar sein sollte
 
KontaktLinksImpressum
© 2008 SMASH-MAG.com - Aus Liebe zur Musik
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.