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Freitag, 21. November 2008 Home arrow Interviews arrow Simon Rass (Grand Hotel van Cleef)
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RISE AGAINST: Konzertverlegung

Wegen der großen Nachfrage wurden die Konzerte in München, Köln, Saarbrücken und Hamburg in größere Konzerthallen verlegt:

 

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Simon Rass (Grand Hotel van Cleef) PDF Drucken E-Mail
Interviews - Aktuelle Interviews
Geschrieben von Jan Quiel   
Freitag, 7. Juli 2006
SIMON, DIE ALTE FRAU VAN CLEEF UND ICH- Festival heißt die erste Labeleigene Festivaltour des Hamburger Lieblingslabels Grand Hotel van Cleef. Doch wieso Simon? Bei TOMTE ist keiner der Simon heißt. Bei KETTCAR? Nee. Auch nicht. Wer ist dieser Simon denn dann? Wir haben ihn für euch gefunden. Simon ist Mitarebeiter im Grand Hotel van Cleef. Er ist der Mann, der Magazine wie uns mit Promomaterial versorgt. Er ist der Mann, der regelmäßig beim Club van Cleef an den Plattentellern steht. Und er ist der Mann, mit dem man gut Bier trinken kann.

ImageSMASH-MAG.com: Hallo Simon, du hast damals als Praktikant beim Grand Hotel van Cleef angefangen – nur ein paar Jahre später bist du der Namensgeber der ersten Labeleigenen Festivaltour. Wie kamst du damals zum Grand Hotel van Cleef – und wie kam es dazu, dass die Festivaltour jetzt deinen Namen trägt?
Simon: Das ist eine lange Geschichte, ich versuche mich kurz zu fassen. Ich kannte Thees schon einige Zeit, wir lernten uns mal auf einem Tomte Konzert kennen. Er freute sich damals so darüber dass jemand in England (dort studierte Simon mal - Anm. der Red.) Tomte hört, das wir in Kontakt blieben.Als ich dann später schon eine Weile in Hamburg wohnte trafen wir uns mal in der Mutter. Wir waren beide voll die Haubitzen und ich erzählte ihm wie beschissen mein derzeitiges Praktikum war. Da schlug er vor dass ich beim Grand Hotel anfangen sollte. Das tat ich dann etwas später auch. Das ist jetzt über 3 Jahre her. Der Festivalname ist auf den Mist von Reimer und Marcus gewachsen, das beruht auf ihrem Faible für Doofheit und Quatsch, anders kann ich mir das auch nicht erklären. 

SMASH-MAG.com:
Bist du stolz auf den Festival-Namen? Ist es nicht toll, wenn Deutschlandweit Plakate mit deinem Namen hängen? Was sagen deine Verwandten?
Simon: Ich glaube meine drei Chefs denken ich freue mich darüber, sie wollten mir damit einen Gefallen tun damit auch mal etwas Ruhm an mich abfällt. Es ist zwar lieb von ihnen gemeint, ehrlich gesagt find ich es aber eher ein bisschen peinlich. Außerdem ist der Name einfach viel zu lang ist und niemand versteht was damit gemeint ist. Am besten hätte ich ja einfach „GHvC Festivals“ gefunden aber das fanden alle zu langweilig. Was meine Verwandten dazu sagen? Denen ist mein Job sowieso ein bisschen suspekt. Ich glaube meine Eltern denken wir machen eigentlich nichts außer den ganzen Tag Bier trinken und Musik hören. Sie wissen nicht wie viel Arbeit mit dem rausbringen von Platten oder jetzt mit der Organisation von solchen Festivals verbunden ist.

SMASH-MAG.com: Wie sieht dein Tag im Büro heute aus?
Simon: Ich mache viele verschiedene Arten von Arbeit. Ich will euch eigentlich nicht damit langweilen aber um es kurz zu sagen, dreht sich bei mir um das was man in der Musikbranche mit lustigen Namen wie Produkt Management und Promotion beschreibt. Im Moment kümmere ich mich um das am 29. September erscheinende Solo Album von Max Schröder (der hund marie). Das ist so super geworden, wurde auch längst mal Zeit dass er nicht nur mehr als Keyboarder von Tomte, Gitarist von Olli Schulz & der Hund Marie oder Schlagzeuger der Hansen Band bekannt ist. Er schreibt unglaublich gute Songs und ich darf dafür sorgen dass sie endlich veröffentlich werden. Ich habe mich auch schon um solche Sachen wie Maritime und Home of the Lame gekümmert. Dann sind da ja z.Zt. noch unsere Festivals, ich mache da die Pressebetreuung und sowas wie Interviewkoordination. Weiter geht’s mit Merch organisieren für Tomte, Kettcar und natürlich die Festivals – sprich Festival Shirts.Tja und dann mache ich auch noch unseren Export, d.h. ich sorge dafür dass unsere Platten (aktuell jetzt das am 1. September erscheinende PALE Album) auch in Ausland geliefert und dort promoted werden. 

SMASH-MAG.com: Für viele Menschen hast du so etwas wie einen Traumjob. Siehst du das noch genau so?
Simon: Erst einmal ist einfach ein Bürojob wie jeder andere. Hinzu kommt dann dass ich den Inhalt meiner Arbeit sehr liebe, Musik war eigentlich schon immer das einzige wofür ich mich richtig begeistern konnte. Und das allerwichtigste an diesem Job: Ich arbeite mit Freunden zusammen die ich sehr schätze, die mir unglaublich viele Freiheiten lassen und sich (obwohl sie meine Chefs sind) niemals über mich stellen. Marcus ist einer der fairsten und gerechtesten Menschen die ich kenne, Reimer ist der zuverlässigste Freund den ich habe, außerdem ist er der witzigste Mensch der Welt und ohne Thees wüsste ich nicht wo ich heute wäre. Oh Gott das klingt alles furchtbar pathetisch. Aber so ist es einfach.

SMASH-MAG.com:
Machst du selber Musik? Wenn ja – gibt es keine Ambitionen was über das GHvC zu veröffentlichen?
Simon: Nicht wirklich. Ich spiele ein bisschen Gitarre uns singe dazu und versuche dass dann zuhause am Rechner aufzunehmen.  Die Stücke sind allerdings so schlecht dass ich dir garantieren kann dass das niemals veröffentlicht wird. Ich mache das eher so für mich denn ich bin leider eigentlich furchtbar untalentiert. Dafür spiele ich aber öfters für ClickClickDecker Schlagzeug. Das kann ich zwar auch nicht besonders gut aber immerhin besser als Gitarre spielen, singen oder Songs schreiben.

SMASH-MAG.com:
Mittlerweile bist du schon eine lange Zeit beim Label – haben sich die Musiker in der ganzen Zeit verändert? Arrogant durch Erfolg oder so?
Simon: Nein eigentlich nicht, dazu sind die meisten viel zu bodenständig und machen auch schon viel zu lange Musik als dass sie jetzt irgendwie abheben würden. Aber sei dir sicher, wenn es so wäre, ich würde es sicher nicht verraten! Nein im Ernst, es ist eher das Gegenteil der Fall. Es überrascht mich oft wie die Jungs mit ihren „Fans“ umgehen, sehr nah, dirket und selbstverständlich eben. Nach jedem Tomte oder Kettcar Konzert tummeln sich meistens die Musiker noch am Merchandise Stand und es kommt zu großen Trinkgelagen und Verbrüderungsszenen mit den letzten Konzertbesuchern. Ich kann also mit großer Sicherheit sagen dass ich selbst sicher arroganter bin als die meisten unserer Musiker. Das höre ich auch immer wieder von Marcus, wie arrogant ich bin.

SMASH-MAG.com:
Zurück zum eigentlichen Thema – eurer Festivaltour. Die Örtlichkeiten sind nicht gerade klein. Glaubt ihr, dass ihr die Shows ausverkaufen werdet?
Simon: Ja ich hoffe auch dass wir uns da nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Denn nur weil bei Tomte und Kettcar vielleicht jeweils über 1000 Leute kommen, heisst das nicht dass wenn beide zusammen auftreten dann 2000 kommen. Denn oft sieht man bei tomte und Kettcar Konzerten die gleichen Leute. Aber wir haben da ja noch die Weakerthans am Start, und Olli Schulz und Pale und Home of the Lame... ach schauen wir mal, da kommen sicher einige.

SMASH-MAG.com:
Auf welche Show freut ihr euch am meisten?
Simon: In Trier ist das Festival in einer Wahnsinnskulisse. Alte Kaiserthermen, Ruinen aus Römischer Zeit (glaub ich). Das wird sicher toll. In Hannover kommen allerdings auch viele unserer Freunde aus Hamburg. Und Bonn ist Rheinland, das ist immer Super dort. Ach, ich glaube alle drei Orte sind top!

SMASH-MAG.com:
Hast du eigentlich Mitsprachercht welche neuen Bands ihr signt?
Simon: Letzendlich entscheidet das Dreigestirn Wiebusch-Bustorff-Uhlmann alleine. Aber ich werde auf jeden Fall immer nach meiner Meinung gefragt. Und seit der Arcade Fire Geschichte wird auch ein bisschen mehr auf mich gehört.Aber letztendlich bin ich froh wenn ich nichts entscheiden muss, das wäre mir zuviel Verantwortung. Die sollen sie schön selbst tragen.

SMASH-MAG.com: Hand aufs Herz: KETTCAR oder TOMTE?
Simon: Den Kettcars sage ich immer dass ich mit Tomte viel lieber auf Tour bin als mit ihnen und auf Tomte Tour schwärme ich immer dafür wie schön es ist mit Kettcar auf Tour zu sein.Damit kann man die Bands richtig gut ärgern.Musikalisch gesehen kannte ich Tomte früher als Kettcar, seid der sonnigen Nacht bin ich Fan. Ich denke ich habe zu Tomte einen größeren musikalischen Bezug als zu Kettcar. Das kann ich aber wirklich nur an der Musik festmachen, menschlisch hasse und liebe ich sie alle gleich viel. 

SMASH-MAG.com: Was macht deiner Meinung nach das Label Grand Hotel van Cleef so besonders?
Simon: Thees, Marcus und Reimer. Drei Musiker die ihr eigenes Label gegründet haben und damit auch Erfolg haben, trotzdem alles wie immer weiter machen, sich nicht zu schade für die Büroarbeit sind. Es ist sicher das aufrichtigste und ehrlichste Label in der trüben Suppe der heuchlerischen Musikindustrie. Und im Vergleich zu dem anderen deutschsprachigen Müll der in die Charts geht ist unsere Musik um längen inhaltsvoller, herzlicher, schlauer..  

SMASH-MAG.com: Was möchtest du hier noch unbedingt loswerden?
Simon: Hört euch die Musik von Elliott Smith an!

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