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Seite 1 von 2 Da sitzen sie nun auf einer Bank vorm Underground, rauchen und trinken Bier. Man macht sich bekannt: „Hallo, Ich bin der Daniel…“ „Guten Tag wir sind The DATA BREAK aus Darmstadt. Jens, André, Lari und Sebastian.“
Bevor wir aber unser Gespräch wirklich beginnen können, heißt es aber erstmal `Rauf auf die Bühne, aber Pronto!`. Im Underground fängt man auch immer früher an. 20.15 soll die Band beginnen und zu diesem Zeitpunkt sind etwa zwanzig Menschen anwesend. Nicht wirklich cool, aber im Laufe des Konzertes füllt es sich dann wenigstens noch und das ist auch gut, denn THE DATA BREAK sind schwungvoll und charmant auf der Bühne. Und nachdem die Herrschaften dann auch ihren Kram von der Bühne geräumt haben, ziehen wir uns in eine ruhige Ecke zurück um ein kleines Gespräch zu führen. Vorbei an den INFADELS, die hier heute Abend die erste Geige spielen, gehen wir in den Backstage-Bereich des Undergrounds um ein wenig zu plaudern. Mir gegenüber sitzen André und Jens, denn die andern beiden müssen noch Instrumente etc. entfernen, damit die Show weitergehen kann.
Alle fertig? Gut. Anschnallen und los…  Foto: Presse SMASH-MAG.com: Wie wichtig ist Ironie in den Texten von THE DATA BREAK? Jens: Gute Frage… Sehr wichtig würde ich jetzt mal sagen. Eigentlich ist es so eine Ansammlung von Fragmenten, die Augenzwinkernd verstehen sollte. Die Texte sind ja auch nicht wirklich lustig, aber mit dem Ironiefaktor wollen wir Leute ein wenig zum nachdenken anregen. André: Jens schreibt wohl zu Neunzig Prozent die Texte, aber aus meiner Perspektive hat das viel mit Assoziation und Intuition zu tun. Es hat vielleicht nicht immer mit dem Text als gesamtes zu tun, sondern auch mal nur mit einer guten Textzeile, die dem Hörer in dem Moment etwas gibt. Wir haben alle lange genug in Hardcore-Bands gespielt, wo einfach immer der erhobene Zeigefinger im Spiel war.
SMASH-MAG.com: Die ersten Zeilen von `Scissors Up` umschreiben es ja schon ein wenig, aber wie würdet Ihr selbst das umschreiben, was Ihr macht? André: Jens hat mal gesagt, nachdem wir jahrelang immer nur Geknüppel gemacht haben, wäre es doch auch mal ganz schön, wenn die Leute tanzen würden, auf unseren Shows. Jens: Wir sind natürlich noch nicht soweit, dass die Menschen zu dem was wir machen tanzen, dafür ist das ganze noch nicht eingängig genug und der Gedanke war ja auch nicht hier jetzt lupenreinen Pop mit THE DATA BREAK zu machen.
SMASH-MAG.com: Ist es schwierig als deutsche Band in eine Schublade mit diversen britischen und amerikanischen Hype-Bands gesteckt zu werden? Jens: Ich habe mal irgendwann gelesen, dass wir die britischste Band seit Jahren, die aus Deutschland kommt. André: So funktioniert das wahrscheinlich beim Musikjournalismus, man muss den Leuten begreiflich machen um was es geht. So wird man dann immer wieder mit vergleichen bedacht.
SMASH-MAG.com: Ein Zitat aus dem VICE Magazin(The Verdat Issue; Vol.1 No.6): „Warum können deutsche keine interessante Gitarrenmusik machen, selbst wenn sie offensichtlich von jeder Band beeinflusst sind, die ein THE im Namen trägt?“ Wie sehr ist man persönlich getroffen, wenn man so etwas liest? André: Für mich kommt es bei so was immer darauf an, von wem es kommt… VICE fand ich vorher schon bekloppt. Natürlich ist es die Meinung von dem Typen, der es geschrieben hat. Aber bei einem Magazin, was es von vorne herein schon auf plumpe Konfrontation vom ganzen Konzept her anlegt, geht mir persönlich das am Arsch vorbei. Hoffi von Defiance hat das schon ganz gut formuliert, denn er meinte: “So’n Scheiß, wenn die uns wenigstens null Punkte gegeben hätten, dann wäre das cool auf einem Flyer gewesen. Aber mit vier Punkten…“
SMASH-MAG.com: Dirk Kusche streckenweise an den Keyboards? Wie kam das zustande? André: Wir haben ja schon 1996-1997 mit ACHEBORN bei Dirk im Studio aufgenommen und weil er ein wirkliches Schmuckstück von Typ ist, hatten wir voll Bock auf Ihn. Also auf unserer Platte. Der hat ja eigentlich ein Abo auf Metal-Geballer aber der hört ja auch schon auch andere Musik. Da haben wir uns gedacht, der Dirk, der wird das schon machen! Also sind wir zu ihm ins Studio gefahren und er hat ein wenig rumgeklimpert und hat Ideen eingebracht. Er saß da halt so gemütlich in seinem Sessel rum und hat auf seinem Mini-Keyboard rum gemacht.
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