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 2 v.r. Gitarrist Peter Reilly (Foto: theviewareonefire.com) „Der nächste große Scheiss von der Insel“. So werden momentan THE VIEW angekündigt. Die vier jungen Schotten (alle 20 Jahre alt) schafften es mit ihrem Debütalbum „Hats Off To The Buskers“ von null auf eins der UK-Charts.
Das Debütalbum wurde von Owen Morris produziert, der bereits OASIS und THE VERVE den nötigen Schlief verpasste. Die Singles „Wasted Little DJ's“ und „Superstar Tradesman“ schafften es unter die Top 20 der Charts und „Same Jeans“ war mit Platz 3 die höchste Platzierung in den UK-Charts. Das sorgte für großen Medienandrang am Kölner Prime Club. Etwas übermüdet saß Gitarrist Peter Reilly bereits beim ersten Interview und war überrascht, dass der Tourmanager ihn danach verdonnerte, die weiteren Interviews auch durchzuführen. Am Abend zuvor spielten THE VIEW in der ausverkauften Londoner Brixton Academy und während der Überfahrt wurde viel gefeiert. Mit einer frischen Dose Bier konnte es dann auch los gehen.
SMASH-MAG.com: Viel los heute. Was ist aus deiner Sicht der Vorteil, den ihr als Band momentan erlebt?
PETER: Live spielen und die Leute begeistern zu können. Darauf kommt es an. Wir hatten die Chance gehabt Shows in den Staaten und in Japan zu spielen. Das sind halt Dinge, die nur dadurch zustande kommen, dass man plötzlich diesen Erfolg hat.
SMASH-MAG.com: Ihr habt ja die letzten Monate richtig viel gespielt. Wird das nicht mal zuviel?
PETER: Nein. Manchmal ist mal halt etwas stressiger, aber wir sind jung und haben mächtig Spaß ständig unterwegs zu sein. Dazu noch kühles Bier…(lacht)
SMASH-MAG.com: Kann man sagen, dass es erst mit euch so richtig los ging, als Pete Doherty ein Demo von euch in die Hände bekam?
PETER: Ja, das ist Richtig. Dadurch haben wir einen großen Schritt gemacht. Pete war so begeistert, dass er uns damals, noch bevor es die Babyshambes gab, als Support für seine Solo-Sachen in London haben wollte.
SMASH-MAG.com: Wie denkst du über seinen Stand in der Yellow Press und dass man ständig über seine Drogenproblem lesen kann.
PETER: Als erstes muss ich hier mal sagen, dass Pete wirklich ein großer und super netter Typ ist. Was die Drogen angeht. Ich denke, jede große Band hat mit Drogen zu tun. Es gehört irgendwie dazu.
SMASH-MAG.com: Ihr gehört der so genannten „Northern Indie“ Szene an. Was ist deiner Meinung nach der große Vorteil oder Unterschied zur Szene in London?
PETER: Der Vorteil ist, dass man sich ruhig entwickeln kann und das Überangebot, wie es in London herrscht, nicht gegeben ist. Wenn bei uns ein Konzert ist, dann ist der Laden voll. Die Leute gehen hin und haben Spaß. In London geht das Publikum halt nicht so begeistert hin, ist distanzierte und urteilt auch schneller über eine Band. Darin sehe ich halt den Vorteil bei uns, da man mehr unterstützt wird. Das brauchen halt junge Bands. Viele denken, dass man halt unbedingt in London Fuß fassen muss. Stimmt auf der einen Seite, aber was bringt es, wenn ich in London tingle und vor einer Handvoll Leute spiele, wenn ich bei mir die Hütte voll habe und sehe wie meine Musik funktioniert.
SMASH-MAG.com: Ich hab gelesen, dass die Tickets für eure UK- Tour im April innerhalb einer Stunde ausverkauft waren.
PETER: Ja, dass ist schon krass! Und die Show in Glasgow war binnen 5 Minuten ausverkauft.
SMASH-MAG.com: Was haste dir denn gedacht, als du „Hats Off To The Buskers“ auf Platz 1 der UK-Charts gesehen hast? Keine Angst vor der Presse, die gerne mal eine Band so richtig hypt.
PETER: …ja, und anschließend auch richtig fertig machen können. Generell sind Hyps halt doch irgendwie wichtig. Ohne einen gewissen Hype würden wir hier nicht sein. Klar wird diese Welle irgendwann mal flacher werden, aber momentan nehmen wir es mit und genießen den momentanen Erfolg. Wir sind schon stolz, dass wir mit unserem Album direkt auf Platz 1 gelandet sind. 34 Jahre lang schaffte es keine schottische Band von 0 auf 1 der Charts. Wir haben es geschafft. Cool!
SMASH-MAG.com: Eure musikalischen Einflüsse?
PETER: Beatles, Clash und Oasis.
SMASH-MAG.com: Ich kann Oasis nichts ab…
PETER: Wirklich nicht. Doch doch, sie sind der Hammer. Ich selbst habe Noel mal getroffen und habe vor Ehrfurcht gezittert. Und als er mich fragte, wie es mir ginge…Oh man, ich hätte sterben können.
SMASH-MAG.com: Wie würdest du euren Sound beschreiben? Ich finde ihn halt sehr leichtfühlig und produziert gute Laune.
PETER: Ja, trotzdem ist der Sound doch recht roh. - nicht Rock’n’Roll mäßig roh. Er steht für sich und das macht unsere Band halt aus.
SMASH-MAG.com: Worüber handeln eure Songs im Groben?
PETER: Größtenteils Geschichten aus unserer Heimatstadt Dundee spiegeln sich in unseren Texten wieder. Mit all den Problemen, die sich im Laufe der Zeit in dieser Stadt gesammelt haben.
SMASH-MAG.com: Ist Dundee eine große Stadt?
PETER: Nein, ist sie nicht. Sie ist zwar die viertgrößte Stadt in Schottland, aber hat nur 180000 Einwohner. Dafür hat sie aber gleich zwei Fußballvereine. FC Dundee und Dundee United. Beide Stadien- kein Witz- liegen direkt neben einander. Man braucht nur über die Strasse zu gehen. Wer hat das schon? (lacht)
SMASH-MAG.com: In „Same Jeans“ heißt es: I've had the same jeans on for four days now I'm gonna go to a disco in the middle of the town Everybody's dressing up I'm dressing down
Ist das so in Dundee?
PETER: (lacht) Ja, das kann man so sagen.
SMASH-MAG.com: Wie lange hast du deine Jeans den schon an?
PETER: Mmhhh, definitiv länger als 4 Tage. Die Klamotten hatte ich gestern schon in London auf der Bühne gehabt. SMASH-MAG.com: Das muss doch nach einer gewissen Zeit riechen, oder?
PETER: (lacht) Naja, hier im Tourbus riecht ja alles etwas strenger. Von daher macht es nicht viel aus. So bin ich halt und verstell mich da auch nicht.
SMASH-MAG.com: Wenn du die letzten Monate zurückblickst. Würdest du was ändern wollen?
PETER: Nein. Wir hatten in den letzten Wochen und Monaten soviel Spaß miteinander gehabt und hoffe, dass der noch lange anhält. Info: www.theviewareonfire.com
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