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Wegen der großen Nachfrage wurden die Konzerte in München, Köln, Saarbrücken und Hamburg in größere Konzerthallen verlegt:

 

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TRASHMONKEYS: Gegen BMW haben wir nichts PDF Drucken E-Mail
Interviews - Aktuelle Interviews
Geschrieben von Stefanie Delhees   
Sonntag, 21. Januar 2007

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TRASHMONKEYS (Foto: Riei Nakagawara)
Seit 1998 agiert die Bremer Band THE TRASHMONKEYS und wie der der Name schon vermuten lässt besteht die musikalische Vorliebe aus jeder Menge Retro-Rock-Trash.
Sie teilten sich mit Größen wie HELLACOPTERS, THE HIVES und CRAMPS die Bühne. Clubtower, dass zweite Album der Band erscheint 2002 auf dem Londoner Label Acid Jazz und selbst das ehrenwerter NME Magazin kürte die Single „Sunday“ als „Single of The Week“. Es folgten weitere Alben die in Fachkreisen hochgeschätzt wurden und ein Labelwechsel zum Hamburger Lado Musik. „Favourite Enemy“ heißt ihr aktuellster Output. Bassist Daz stand vor dem Köln Konzert, im Gebäude 9, Rede und Antwort.

 

SMASH-MAG.com: Ich hab gehört das mal eine Band mit dem Namen „Trashmonkeys“ beim 60s Weekender in Unkel in der legendären Löwenburg gespielt hat. Kann das sein?

Daz: Ja das war 2001.

SMASH-MAG.com: Ach, das ist ja noch gar nicht sooo lange her.

Daz: Ja, das war auch das letzte mal, dass die das gemacht haben. Danach hat das Gesundheitsamt das Hotel geschlossen. Denn das war grotte. Grauenhaft!

SMASH-MAG.com: Ja, Ja. Ich hab da auch mal geschlafen. Das ist echt ekelhaft.

Daz: Ja, wir haben den Typen da gefragt, warum sind denn die Teppiche so nass? Und der Typ hat ganz stumpf gesagt, dass die Teppichreiniger gerade da waren und deshalb sind die noch feucht. Und warum waren dann auch die Wände nas?!. Aber das Konzert war gut!

SMASH-MAG.com: Und wie seid ihr da ran gekommen?

Daz: Das war im Rahmen einer Tour. Unser Tourmanager hat das klar gemacht.

SMASH-MAG.com: 1998 ist eure erste Platte erschienen. Die zweit kam dann erst 2002. Das Label des ersten Albums war pleite?

Daz: Das erste Album von uns haben Kumpels gemacht. Und die zweite Platte haben wir erst mal selber raus gebracht. Wir hatten kein Label. Und es hat zwei Jahre gedauert. Wir hatten keinen Druck. Wir haben Stücke geschrieben nach Lust und Laune. Und dann dachten wir irgendwann, ok wir bringen jetzt eine Platte raus und haben das selber finanziert. Das kam dann später auf dem Acid Jazz Label raus.

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: Ihr wolltet euch also einfach nur Zeit nehmen. Habt nie daran gezweifelt überhaupt weiter zumachen?

Daz: Nein.

SMASH-MAG.com: Das zweite Album war eher in England ein Erfolg.

Daz: Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Erst mal sind nur die Singles raus gekommen bei Acid Jazz. Und das war auch tatsächlich erfolgreich. Eine Single of the week. Aber die haben viel Zeit zwischen den Singles und dem Album verstreichen lassen. Leider ein bisschen zuviel Zeit. Die Leute hatten uns schon wieder vergessen. Wir haben sicher in England mehr verkauft als in Deutschland. Acid Jazz hatten keinen Vertrieb. Gerade als die Platte raus kam gab es keinen Vertrieb mehr. Die hatten gar keinen Vertrieb in Deutschland. Die Platte hat hier so gut wie nicht statt gefunden.

SMASH-MAG.com: Also lag es am Label und am Vertrieb und nicht an eurer Musik? Die vielleicht bei den Engländern besser ankam?

Daz: Ne, das kann man nicht sagen. Kein Mensch in Deutschland hat die Platte zuhören bekommen.

SMASH-MAG.com: Ihr habt eine eurer Songs an eine italienische Fernsehshow verkauft. Wie kam es dazu? Und was ist das für eine Show?

Daz: Die Show heißt auf deutsch „Die Hyäne“. Sehr Lustig. Also das nehme ich an. Wir haben das im Fernsehen gesehen. Aber keiner von uns kann italienisch. Aber das Publikum hat viel gelacht. Das ist so eine Art lustige Talkshow.
Das kam zustande, weil Acid Jazz in Italien eine ziemlich große Nummer ist. Und Eddie Pillar, der Chef von Acid Jazz, fliegt einmal im Monat nach Italien und hat da ein Dj-Slot. Und unsere Platte hat er mitgenommen und dort gespielt. Und das nächste Woche was wir gehört haben ist, dass unser Stück in der Show gespielt werden soll.

SMASH-MAG.com: Ein anderer Song für euch wird für eine BMW Werbung verwendet. Hatte ihr da kein Problem damit, dass der Song kommerziell genutzt wird? Wenn man mit seinem Song für ein Produkt wirbt, dann nimmt man an, dass die Band auch hinter dem Produkt steht. War euch das egal?

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Daz (Foto: Riei Nakagawara)
Daz: Ne, egal nicht. Aber wir haben nichts gegen BMW. Die haben ein Demo benutzt, was wir im Proberaum aufgenommen haben und unser Label hat gefragt, ob wir was dagegen haben. Und wir meinten macht das ruhig.
Es würde bestimmt ein paar Dinge geben für die wir nicht werben würden. Aber gegen BMW haben wir nichts.

SMASH-MAG.com: Ihr habt jetzt schon vier Alben. Welches ist denn persönlich dein Lieblingsalbum?

Daz: Das aktuelle.

SMASH-MAG.com: Warum?

Daz: Weil es noch frisch ist. Ich mal alle LPs die wir gemacht haben. Aber das neuste macht immer gerade am meisten Spaß.

SMASH-MAG.com: Und beim nächsten Album ändert sich das dann wieder?

Daz: Bestimmt. Wenn es nicht so wäre, dann würde ich das komisch finden. Wenn du eine Platte raus bringst und du findest die nicht besser als die vorherige, dann ist etwas schief gegangen.

SMASH-MAG.com: Euer neues Album lässt sich auch wieder so ein bisschen in die 60s Ecke stecken. Welche Bands aus der Zeit inspirieren euch denn eigentlich?

Daz: Also erst mal würd ich sagen, sind wir wieder ein bisschen weg von der 60s Schiene. Clubtown war sehr Hammondorgel lastig. Und bei der neuen Platte meinte Offer (Keyboarder) er hätte keinen Bock mehr die ganze Zeit hinter seinem Keyboard zu sitzen. Er wollte auch vorne auf der Bühne stehen. Er wollte Gitarre spielen. Und wir meinten: „ Du kannst aber nicht Gitarre spielen“. Und er meinte: „Doch!!!“ Und er hat es dann gezeigt und wir mussten eingestehen: „Oh, kannst du doch.“
Und so haben wir mehrere Stücke auf der neuen Platte ohne Orgel aufgenommen und dafür mit zweiter Gitarre. Natürlich da wo eine Hammondorgel dabei ist da verbindet man es mit dem 60s Sound.

SMASH-MAG.com: Und was sind jetzt euere Inspirationen?

Daz: Also ich steh mit beiden Füßen immer noch in der Punkrock Szene. Mag aber auch sehr gern was gerade in England raus kommt. Also Britpop. Ich find die „Arctic Monkeys“ grandios. Und „Franz Ferdinand“ sind auch geil. Aber auf der anderen Seite finde ich „Queens of the Stone Age“ und „Eagles of Deathmetal“ richtig gut. Das ist klasse Zeug.
Andreas (Vocals, Gitarre) ist mit den Beatles Platten seines Vaters aufgewachsen. Offer mit den Soul Platten seiner Eltern. Und Gunnar (Drummer) hört eigentlich alles. Querbeet.

SMASH-MAG.com: Ihr seid jetzt schon eine Weile auf Tour. Magst du das touren?

Daz: Das macht total Spaß. Ist aber auch sehr anstrengend. Wir spielen jeden Auftritt so als wäre es unser letzter. Und danach wollen wir feiern. Manchmal schlafen wir nur drei Stunden, dann müssen wir raus aus dem Hotel und weiter fahren. Aber es macht auf jeden Fall Spaß!

SMASH-MAG.com: Tourt ihr auch im Ausland?

Daz: Ja. Morgen fahren wir in die Schweiz. Spielen dort sechs Shows. Und wir hatten schon zwei in Österreich.

SMASH-MAG.com: Deine Top 3 Alben des letzten Jahres?

Daz: Artctic Monkeys, Kaiser Chiefs und We are Scientist.

SMASH-MAG.com: Deine “3 all time favourites”?

Daz: Das ist wirklich schwierig. Also ich könnte einfach sagen die ersten drei von „The Stranglers“.
Also von den Stranglers „Rattus Norvegicus“ oder „ No more heroes”. Ist eigentlich egal, die sind beide gleichzeitig aufgenommen worden. Dann muss ich vielleicht „The Ruts“ dazu nehmen. Eine von den beiden „The Ruts“ Platten. Und bei den all time top three muss ich eigentlich Dinge dazu nehmen, die ich als Kind gekauft habe. Das ist dann die erst „The Clash“ LP, die erst „The Stranglers“ und die erste „The Ruts“.

Info: www.trashmonkeys.net

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