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(23.09.2006) 20.50 Uhr Ortszeit/Köln... Wir betreten das Stollwerk und rennen gegen eine Wand aus Hitze. Es ist unerträglich warm im überfüllten Innenraum des Bauwerks und der Geruch hier erinnert ein wenig an den Zoologischen Garten, präziser, Affenhaus oder ähnliches. Das Publikum ist im Großteil außerordentlich jung, was wohl zu erwarten war. Im Hintergrund legt ein DJ ein wenig Sound auf und hier wird dann auch klar, das es wohl keine Vorband geben wird.
-pressebild.jpg) Foto: Presse Pünktlich um zehn Uhr betreten die Protagonisten der neuen Band von Travis Barker und Mark Hoppus die Bühne, im Schlepptau den Rest ihrer Band. Das Publikum flippt aus und es wird einmal mehr klar, das Travis und Mark echte Rockstars sind und die eigentlich machen können, was sie wollen. (+44) machen da weiter, wo BLINK182 irgendwann aufhörten. Tanzbare Rockmusik mit dem Hauch von amerikanischem Bubblegum-Punk. Und das kann die band sehr gut, denn Mark Hoppus ist ein amüsanter und auch charmanter Gastgeber, den irgendwie ein angenehme Aura umgibt.
Travis Barker ist als Schlagzeuger ein absolutes Tier und man mag diese Band finden wir man will, aber daran, dass der junge Mann etwas mit seinen Trommelstöcken anfangen kann, daran gibt es keinerlei Zweifel. Das Publikum feiert die band oder vielmehr seine Mitglieder, denn mehr als zwei Songs sollten die meisten eh nicht kennen. Da wäre zum einen `When Your Hearts Stops Beating`, welches auch die erste Single des im November erscheinenden Albums sein wird.
Der Song ist flott und hat eine catchy Melodie, die zum Mitsingen und Abrocken einlädt. Klassisch, wenn man das in diesem Musikgenre behaupten darf. Schon als dritter Song darf das Publikum dazu abgehen. Der zweite Song ist `No It Isn`t` welchen es auf der Bandeigenen Website zu hören gibt. Dieser ist eine Ballade und somit eher zum kuscheln geeignet. Insgesamt fällt, das was (+44) live bieten, wesentlich weniger elektronisch aus, als man erwarten würde. Bis auf einige Keyboardeinlagen, klingt die Band solide Rockig mit kalifornischem Charme. Allerdings wirklich flott werden die Songs eher selten und somit darf man gespannt sein, wie das ganze dann auf dem Debüt der band klingen wird.
Eine Stunde unterhalten (+44) das Publikum, keine Zugabe und erst recht kein Song aus gemeinsamer Bandvergangenheit. Der Bruch zwischen Mark, Travis und Tom scheint tief zu sein. Verschwitzt und glücklich verlässt die Crowd das Gebäude und erwartungsvoll schaut man dem Album dieser Formation entgegen.
Info: www.plusfortyfour.com
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