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AFI: Bereit für den Flächenbrand |
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Geschrieben von Markus Tils
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Freitag, 13. Oktober 2006 |
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 Foto: Der Jens @ getaddicted.org (07.10.2006, Palladium, Köln) David Beckham auf dem Abstellgleis! Das Bild des metrosexuellen Mannes scheint wohl nicht mehr gefragt zu sein. Der Trend geht zum androgynen Erscheinungsbild und vorne Weg Bill Kaulitz und Davey Havok. Den Rezensenten soll der Blitz beim kacken treffen, denken sich jetzt wohl einige. Aber Hand aufs Herz, es stimmt doch! Gott sei dank ist im Falle von AFI die Musik um Lichtjahre besser. Das Palladium war gut besucht. Etwa 3000 Leute wollten ihren Samstagabend mit AFI verbringen.
Nach dem THE EXPLOSION für Stimmung sorgten, war es um 21.45Uhr soweit und getreu dem Roy Black-Klassiker betraten AFI die hellbeleuchtete Bühne „Ganz in Weiß“ und sorgten für einen herben Kontrast. Mit dem Intro „Prelude” des aktuellen Album wurde der Abend eröffnet und es folgten energische Minuten, für die AFI bekannt sind. Hunter und Jade sprangen abwechselt vom Drumkit, posierten und zeigten gekonnt, wie man auch in ständiger Bewegung sein Instrument beherrscht. Sänger Davey setzte sich ebenfalls gut in Szene. Das ist schon ein komischer Vogel, der sich gestenreich artikulierte und für die weiblichen Zuschauer sicherlich einer der Gründe war, warum sie überhaupt zu diesem Konzert gegangen sind. Die Lichtshow tat ihr übriges dazu, die Inszenierung wirkte.
A Fire Inside - das Feuer entflammte und „Love Like Winter“ und „Kiss and Control“ wurden überragend vorgetragen. Die Flammen sprangen über und das Publikum sang kräftig mit. Wozu wird diese Band in Zukunft noch im Stande sein? Man weiß es nicht, aber aufgrund ihrer Entwicklung kann man sagen, dass da noch einiges gehen wird. Diese Band zündete bei ihrem Publikum ein Feuer aus Leidenschaft und Emotion.Bereit zum Flächenbrand, wenn man so will. Für die älteren Fans im Publikum war es schade, dass aus der Zeit vor „Sing the Sorrow“ nur „Days Of The Phoenix“ und als Zugabe „God Called In Sick Today“, bei der Sänger Davey Havok sich von der Masse hat tragen lassen, gespielt wurde. Von der „Sing The Sorrow“ erklangen zumindest „The Leaving Song Pt. 2“ und „Girl's Not Grey”. Etwa 75 dauerte das farbenfrohe Konzert und endete mit der aktuellen Single “Miss Murder”. Das Quartett trat zum Bühnenrand und verbeugte sich dankend. Bis zum nächsten Mal.
Info: www.afireinside.net
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