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ALEC EMPIRE: The New Sound Of Berlin |
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Geschrieben von Markus Tils
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Mittwoch, 9. April 2008 |
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 Alec Empire und Nic Endo (Foto: alecempire.com) (04.04.08, Köln, Luxor) Nachdem im Februar der eigentliche Termin aufgrund einer Erkrankung von Nic Endo verschoben werden musste, ging es an diesem Freitagabend ins Luxor, ehemals Prime Club, um Alec Empire nach langer Zeit mal wieder live zu erleben.
Im Gepäck, sein neustes Werk „The Golden Foretaste Of Heaven“, dass sich stark von seinen vorherigen Veröffentlichungen unterscheidet. Selbstbewusst bezeichnet Alec Empire den neuen Stil mal eben als „The New Sound Of Berlin“ und ist wie eh und je nicht jedermanns Sache. Aber darin liegt bekanntermaßen auch der Reiz.
Schwarz gekleidet, mit entsprechender Pilotenbrille, steht Alec Empire auf der Bühne und performt den Opener „ICE“. Kein Augenkontakt mit dem Publikum und überlegte Bewegungen am Mikro deuten seine Unantastbarkeit an diesem Abend an. „Death Trap In 3D“ und „Robot L.O.V.E.“ folgen. Ein paar wenig Robo-Dance Bewegungen und eine lasziv fordernde Handbewegung an sein Publikum. So kennt man den Berliner: Selbstsicher, selbstverliebt und überheblich wirkend. Ein Kunstprodukt? Auf jeden Fall jemand, der sein Ding durchzieht und seine Vorstellungen umsetzt. Der Erfolg gibt ihm recht, auch wenn es so scheint, dass dieser im Ausland größer ist als hierzulande.
Zur Hälfte des Sets erklingt „New Man“, der Hit des aktuellen Albums. Der Song entpuppt sich als Schalter und plötzlich ist das Publikum da. Alec Empire legt seine Sonnenbrille ab und fortan erklingen die älteren Tracks wie „The Ride“, „Addicted To You“ oder „Kiss of Death“. Das Publikum tanzt, schwingt die Arme. Der Kick scheint da zu sein und die Light-Show erfüllt seinen Zweck. Es wirkt bizarr, bisweilen brachial. Fast eine Stunde bedient Alec Empire seine Hörerschaft bevor er von der Bühne geht. „1000 Eyes“ erklingt als Zugabe. Ein Song ohne Beat, treibend und fordernd zugleich. Am Ende geht Alec Empire von der Bühne und Nic Endo dreht ein letztes Mal die Maschinen so auf, dass sich ein Teil des Publikums die Ohren zu hält. Auch wenn der Grenzwert von 110db nicht überschritten wird, es zerrt. Kein leicht verdauliches Konzert, dafür eins mit Anspruch und keineswegs mit unüberlegter Struktur.
Info: www.alecempire.com »
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