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Köln im Konzert- Dauerbeschuss! Vier Künstler, vier verschiedene Musikrichtungen. Im Yardclub spielen The Killers ein Radiokonzert, im Prime Club Motion City Soundtrack, im E-Werk Bela B. und in der Live Music Hall Atreyu, die sich auf ihrer großen World Championship Tour 2006 sich befinden.
Wir haben uns für die härteste Alternative entschieden und so ging es in die Live Music Hall. Wo beim Eintreffen schon die erste Band des Abends „3“ ihren Gig gespielt hatte. Eine bis dato völlig unbekannte Band, deren Sänger Joey Eppard der Bruder des Coheed & Cambira Schlagzeugers ist und in ihrer bisherigen Bandhistory 4 Alben veröffentlichte.
Chiodos waren die Zweiten, die auf der Bühne standen, und präsentierten eher belanglosen EmoCore, der nicht nur rein optisch an Taking Back Sunday erinnerte. Da es nach dem dritten Song zu langweilige wurde, war es sinnvoller sich in den Hof der Live Music Hall zu setzen, frische Luft tanken, da die Halle sich langsam aber sicher gut fühlte und die Luft immer stickiger wurde. Davon mal abgesehen, dass man eh nichts Weltbewegendes verpasste.
Alte Bekannte sind 36 Crazyfists. Vor anderthalben Jahren zogen sie selbst als Headliner mit From First To Last durch Deutschland und präsentierten an diesem Abend ihr neues Album „Rest Inside The Flames“. Rein optisch fiel auf, dass Sänger Brock Lindow es sich in letzten Monaten scheinbar gut schmecken lies. Oder sind einfach die T-Shirts zu klein, die er sich anzieht? Naja…die paar Pfunde zuviel hinderten ihn nicht daran eine energische Show abzuliefern und die Leute endlich in die richtige Stimmung zu bringen.
Musikalisch versucht sich das Quartett neuerdings mehr in Richtung Core anstelle des mittlerweile todbringenden Ausdruck: Nu-Metal. Das ist zwar nicht jedermanns Sache, aber live sind 36 Crazyfists keine schlechten. Entsprechend viele 36 Crazyfists Fans befanden sich im Publikum und so wurde beim Opener des Abends „At The End Of August“ und den weiteren Hits wie z.B. „Slit Wrist Theory“ kräftig mitgesunden. Auch wenn der Sound bei Atreyu zu wünschen ließ, ging hier sprichwörtlich die Post ab.
 Foto: smash-mag.com Der Headliner des Abends präsentierte sich in hervorragender Spiellaune und hatte ein Set aus ihren bisherigen drei Alben „Suicide Notes and Butterfly Kisses“, „The Curse“ und der aktuellen Scheibe „A Death-Grip on Yesterday“ zusammengestellt. Nichts wurde an diesem Abend ausgelassen und so folgte Kracher auf Kracher, die teils Nelly Furtado an diesem Abend gewidmet wurden, da die Band sie einfach großartig findet. Songs wie “Bleeding Mascara”, “The Crimson”, “Right Side Of The Bed”, “A Song For The Optimists” und “Ex's and Oh's” sorgten dafür, dass der Schweiß floss.
Das Publikum ging ordentlich ab und die Security hatte allerhand zu tun. So muss es sein, schließlich werden sie dafür bezahlt.Eins sollte Frontmann Alex Varkatzas jedoch lassen: auf der Bühne clean zu singen. Das ging bei „The Theft“ deutlich in die Hose. Diesen Part sollte er in Zukunft Drummer Brandon Saller komplett alleine überlassen. Nach 45 Minuten war dann Schluss und die Zugabenrufe erschallten durch die Halle. Atreyu ließen nicht lange auf sich warten und mit dem grandiosen „Lip Gloss and Black“ folgte die einzige Zugabe des Abends, die mit einem Gitarrensolo von Travis Miguel endete…Cooler Konzertabend!
Info: www.atreyurock.com
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