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BAND OF HORSES: The Heart´s not in it |
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Geschrieben von Martin Makolies
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Mittwoch, 5. März 2008 |
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 Die Leidenschaft fehlte an diesem Abend (29.02.08, Köln, Gebäude9) Um das direkt am Anfang klar zustellen: Band of Horses gehören zu den Guten. Ihr Album „Cease To Begin hat sehr vielen Menschen den letzten Herbst vergoldet und den Winter noch dazu. Es ist eine schöne Überraschung, im Radio zwischen dem ganzen Chartseinerlei einen Song wie „No one´s gonna love you“ zu hören und man stellt mit Befriedigung fest, dass eine solche Band das Gebäude9 ausverkauft.
Die Vorband des Abends heißt Cave Singers und scheinbar besteht für alle Musiker heute Bartpflicht, der Sänger der Cave Singers hat jedenfalls auch einen. Musikalisch bewegt sich die Band auf eher traditionellem Terrain. Country, Folk und Americana sind die Koordinaten im Sound der Cave Singers. Das ist alles wohltuend für die Ohren und ein klarer Fall für „Muss man sich mal in Ruhe zu Hause anhören.“
Nun ist es aber auch Zeit für die bärtigste Band seit ZZ Top. Und, kann es sein, dass die Herrschaften ein bisschen aufgeregt sind angesichts des ausverkauften Hauses? Jedenfalls, den Start verzocken Band of Horses schon mal: „Sorry, we totally fucked this one up.“ Ist ja nicht so schlimm, fangen sie halt noch mal an, jetzt aber!
Es geht los mit „Is There A Ghost“, keine Überraschung, schließlich fängt auch das aktuelle Album mit diesem Song an – ein gelungener Einstand. Danach folgt „The Great Salt Lake“, ein Song vom Debütalbum „Everything All The Time“. Bereits hier zeichnet sich ein wenig die Misere ab, die dieses Konzert prägen wird. Die Songs hören sich durchaus gut an, aber es ist eher so, als wäre man nicht bei einem Konzert, sondern als würde man sich die Songs zu Hause anhören. Es entsteht keine besondere Atmosphäre, keine Magie, die Band spielt handwerklich sauber aber eben auch eine Spur zu routiniert. Das, was man von den Alben kennt, ist so ziemlich auch das, was man heute Abend geboten bekommt. Wem das reicht, erlebt ein schönes Konzert.
Dennoch, ein Song wie „Islands On The Coast“ wirkt gehemmt, die Band wird hier nicht der Energie gerecht, die in dem Lied steckt. Alles wird an der kurzen Leine gehalten. Freilich sind die Songs an sich qualitativ auf einer hohen Ebene. „No one´s gonna love you“ funktioniert immer, auch heute Abend. Es sind generell eher die ruhigeren Momente, die das Konzert vor dem Absturz in die Belanglosigkeit bewahren. Hier nimmt sich die Band Zeit, ihre Songs ein wenig auszukosten, die Musik schwebt, es entsteht die Entrücktheit, die Band of Horses so einzigartig in der Indielandschaft macht. Diese Momente sind aber eher selten heute Abend. Im Regelfall spielen Band of Horses ihre Songs mit recht wenig Leidenschaft. „Ode to Lrc“ ist beispielsweise schön anzuhören, klar, ist an sich ja auch ein klasse Song, aber irgendwie bleibt das Gefühl, dass da mehr drinstecken würde, wenn die Band ein wenig mehr Leidenschaft investieren würde. Ein Konzert auf Nummer sicher, das diejenigen enttäuscht zurücklässt, die sich von einem Konzert mehr erwarten, als die eins zu eins Übertragung vom Album auf die Bühne.
Info: www.myspace.com/bandofhorses »
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