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BANE & HAVE HEART: Auf Wutausbruch folgt Stille |
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Geschrieben von Jan Laging
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Montag, 17. September 2007 |
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 Senkrechterstarter im Hardcore: Have Heart (Foto: J. Laging) (12.09.07, Hannover, Chez Heinz) Einen schönen Hardcore-Doppelpack haben die Veranstalter an diesem Mittwochabend in die Landeshauptstadt geholt: Bane und Have Heart genießen in der Szene nicht nur den besten Ruf, sondern könnten wohl auch einzeln durch Europa touren. Allerdings sammelten sich in der Chez Heinz dann doch weniger Zuschauer als erwartet, was vielleicht auch an den happigen 13 Euro Eintritt gelegen haben könnte. Den Support übernahmen CEREMONY aus North Bay/CA, von denen wir dank der überfüllten A7 aber nur noch die letzten beiden Stücke mitbekamen.
Somit begann der Abend mit den „Senkrechtstartern“ Have Heart. Besonders nach dem (viel zu frühen) Ableben von Champion, gilt die Gruppe aus Boston zu den absoluten Lieblingen der Straight Edger, obwohl erst im vergangenem Jahr ihr Debüt erschienen ist. Daher wurde die (auch optisch) sehr junge Gruppe euphorisch von ihren Anhängern empfangen, welche sich selbstredend unglaublich textsicher zeigten. Dementsprechend war Sänger Pät gleich von Beginn pausenlos damit beschäftigt, sein Mikro in die ersten Reihen zu strecken, um sich bei den einprägsamen Refrains die nötige Unterstützung zu holen. Folgerichtig wurde es richtig sportlich vor der Bühne, vor allem, nachdem immer mehr Stagediver von der kleinen Bühne in den Pulk vorm Mikro segelten. Dass sah zwar alles imposant und spaßig aus („wie im Musikvideo“), überdeckte aber eher die Tatsache, dass sich Have Heart nicht gerade in Topform befanden. Bis auf ihren Frontmann blieben die Bandmitglieder ziemlich blass und bewegten sich so gut wie gar nicht. So kam es immer wieder zu langen Verlegenheitspausen zwischen den Stücken, vor allem, nachdem Pät recht früh quasi alle Ansagen in einem fünf Minuten Monolog unterbrachte (den auch keiner so recht zu verstehen haben schien). Ansonsten sind Stücke wie „The Unbreakabel“ und vor allem „Armed With A Mind“ aber Selbstläufer, vor allem mit derartig dankbaren Fans im Rücken. Nach gefühlten zwanzig Minuten und einem finalen Bühnensturm war der kurzweilige Auftritt dann auch schon vorüber. Die Zielgruppe war zwar zufrieden gestellt, aber dennoch sollten sich Have Heart in Zukunft nicht nur auf ihren Sänger verlassen. Vielleicht hatten die Jungs aber auch einfach nur einen schlechten Tag erwischt.
Mit ihren nun beinahe elf Jahren gehören BANE längst zu den etablierten Hardcore Gruppen. Umso erfreulicher, dass die Gruppe bereits kurz nach ihrer Tour im Vorprogramm von Comeback Kid schnell wieder ihren Weg auf deutsche Bühne gefunden hat. Im Gegensatz zu Have Heart ging es im Pit nun etwas gesitteter zu, da sich Diver und Prügelprolls in die hinteren Reihen verzogen hatten. Aber natürlich suchte auch Aaron den ständigen Kontakt zum Publikum, welches erneut jede Silbe in den gewissen Momenten lautstark in das Mikro brüllte. Doch nicht nur der Sänger sorgte für heftige Energieschübe, auch der Schlagzeuger und der Gitarrist legten sich ordentlich ins Zeug, so dass – aus einer subjektiven Sichtweise – Bane live wesentlich besser klangen als auf Platte. Letzterer setze immer wieder zu beeindruckenden Sprüngen mit seinem Instrument an und lieferte ein paar heftige Gesangspassagen ab, welche die Gruppe etwas härter klingen ließen. Das einzige Problem stellten erneut die Pausen zwischen den Songs und die generelle Stimmung dar. Denn während es bei Stücken vor der Bühne ordentlich abging (vor allem beim „Swan Song“), konnte man im Anschluss die berühmte Stecknadel fallen hören. Das Klischee, dass sich Szene´corler zu cool zum klatschen sind, wurde vom Publikum teilweise bestätigt. Ansonsten war es aber ein super Auftritt von Bane, die in dieser Form immer gern gesehene Gäste sind.
Info: www.banecentral.com / www.myspace.com/haveheart »
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