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BEATSTEAKS: Ruhig sitzen bleiben? Vergiss es! |
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Geschrieben von Alexander Kluth
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Montag, 11. Juni 2007 |
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 Arnim und Peter von den Beatsteaks ( Foto: A. Kluth) (06.06.2007, Hannover, AWD Hall) „Wie kannst du bei den Beatsteaks ruhig sitzen bleiben?", fragen die Ärzte in ihrem Hit "Unrockbar". Die Antwort sollte wohl „gar nicht“ lauten.
Es ist 20 Uhr und die AWD Hall füllt sich langsam. Der Support Jamie T aus England betritt die Bühne. Obwohl die ersten Reihen relativ schnell beginnen sich dem Sound der Band hinzugeben will der Funke beim Rest der Halle nicht so richtig überspringen. War nett gemeint, aber für die Beatsteaks wohl der falsche Support.
Um 21 Uhr geht es dann los, die Beatsteaks betreten die Bühne. Am vergangenen Wochenende, bei Rock am Ring, bezeichneten sich die 5 Jungs aus der Bundeshauptstadt noch als die größte Band des Universums. Ja, und dieser Behauptung können sie am heutigen Abend durchaus gerecht werden. Wer die Jungs schon einmal live gesehen hat weiß, dass sie rocken was das Zeug hält.
„Bass Bass, wir brauchen Bass“, grölt Arnim ins Mikro. Die Menge stimmt sofort ein. Diese "Türlich, türlich"-Einlagen hätten vermutlich sogar Das Bo in ihren Bann gezogen. Generell werden zu Beginn des Konzertes viele der neuen Songs des aktuellen und frisch erschienenen Albums „Limbo Messiah“ gespielt, dann schwingt das ganze um zu einem generellen Best of aller je erschienen Songs der Beatsteaks.
Auch deutsche Songs wie „Hey du“ und der Knallerhit „Frieda und die Bomben“ der seiner Zeit zusammen mit Turbostaat gesungen wurde, wurden zum Besten gegeben. Spannend hierbei ist auch immer wieder, dass Sänger Arnim Teutoburg-Weiß hierbei den Gesangspart auch an die anderen Jungs der Band abgibt. Auch zeigt Arnim an diesem Abend, dass er auch als DJ eine gute Figur machen würde. Er spielt einige Bekannte Songs an seinen Turntables an, wie zum Beispiel „Ready or not“ von den Fugees. Bassist Torsten Scholz zeigt hierzu, dass er auch als Tänzer, na sagen wir mal, eine okaye Figur macht.
Nach etwa einer Stunde hält es wirklich fast niemanden der Fans mehr auf den Sitzplätzen. Ja, in der AWD Hall gibt es neben einem riesigen Innenstehbereich auch Plätze auf denen man sich niederlassen kann. Aber spätestens als Arnim durch das Publikum bis hin zur Tribüne rennt springen alle Zuschauer auf und klatschen nur noch euphorisch im Rhythmus der Musik.
„Ihr habt 2 Minuten mich wieder zur Bühne zu bringen“ schreit Arnim in sein Mikro und springt von der Tribüne in ein Meer aus Händen die ihn zurück zur Bühne tragen. Mittlerweile ist es brütend heiß in der Halle. Kein Wunder, freie Plätze gibt es keine. Wie Arnin sagt, war das Konzert schon ausverkauft, als er und seine Jungs noch im Studio für die Aufnahmen von Limbo Messiah standen. „Wir danken euch allen!“
Wie es schon seit Jahren Tradition bei den Beatsteaks ist holen sie sich auch heute bei ihrer Manowar Cover-Version von „Kings of Metal“ einen Gastschlagzeuger auf die Bühne. Dieser darf dann nach relativ gelungener Arbeit auf einem Surfbrett durch die Massen surfen. Arnim fordert ihn sogar auf einen Kopfstand dabei zu machen, dieses gelingt dann allerdings nicht so perfekt. Aktionen wie diese oder auch die folgende, als beim absoluten Konzert-Highlight "Let me in", das gesammelte Publikum zum hinkniet und aufspringen gebeten wird machen diesen Abend absolut unvergessen.
Nachdem die Beatsteaks durch euphorischen Applaus des Publikums zu einer Menge von Zugaben aufgefordert wurden, gab es abschließend noch eine Coverversion des Beastie Boys Klassikers „Sabotage“. Ein gelungener Abschluss für ein absolut gelungenes Konzert. Fünf Berliner machten das, was sie wollten und was sie am besten konnten, einfach Rocken. Wie kannst du bei den Beatsteaks ruhig sitzen bleiben? Diese Frage sollte sich nach dem heutigen Abend wohl erledigt haben.
Info: www.beatsteaks.com »
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