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 Blackmail (Foto: Alexander Kluth) (07.02.2007, Hannover, Faust) Mensch, die neue Platte hört sich ja richtig gut an, diese Band sollte man unbedingt mal live anschauen. Vorbei die Zeiten in der man die deutsche Kopie von Placebo sein wollte. Blackmail - Aerial View, wirklich eine gute Sache. Gesagt getan…
Wow, was ist das? Eine Vorband, die klingen ja mal richtig geil. Wer ist das? Aha, sie heißen Werle and Stankowski. Von wo sind die? Die sprechen ja deutsch. Da, eine Ansage, aus Köln also. Gut, gut. Braucht die Welt zwei Kölner Anfang zwanzig, deren Name klingt wie die Besatzung einer gescheiterten russischen Weltraummission? Die Antwort: Ja! Was die machen? Akustisches Gitarrenspiel und verspielte ( ist das nicht ein tolles Wort?), elektronische Beats. Lustig sind sie noch dazu. Sänger Johannes Stankowski stellt fest wie witzig es doch ist, dass ein Rockpublikum so dermaßen auf Technobeats abgehen kann. Und er hat Recht, das hat wirklich etwas spaßiges, aber wenn man an Bands wie Franz Ferdinand und Bloc Party denkt, dann geht dieses Konzept doch auf. Nein, mit denen haben sie wenig gemeinsam. Ein Vergleich muss her. Überleg, ah, Kings of Convenience.
Gut, aber wieso wird hier nur über Werle and Stankowski, ihres Zeichens ja nur die Vorband geschrieben? Die Antwort ist ganz simpel, Blackmail waren einfach nur schlecht. Die Gitarren waren viel zu laut, der Sänger wirkte wie auf Droge und hat oft den Text vergessen. Auch sonst gab es nichts was auch nur entfernt an die gute Platte herankam. Es wurden nur wenige von den neuen Songs gespielt. Ist aber wohl keine Entschuldigung für so einen Auftritt. Eine Freundin hat es ganz gut zusammengefasst: „In der letzten halben Stunde klangen sie definitiv wie Tool, zu laut, zu hart, und zu wenig melodiös.“ Und eines sollte man anfügen: Tool sind gut, aber Blackmail sind mit Sicherheit nicht die neuen deutschen Tool und laut und hart funktioniert eben nicht bei jedem.
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