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 Frontmann Kele Okereke (Foto: D.Stumpf) (08.05.07, Köln, Palladium) Nachdem das Konzert, trotz Verlegung vom E-Werk ins Palladium, bereits seit geraumer Zeit als restlos ausverkauft ausgegeben wurde, war ich doch recht erstaunt, dass es an der Abendkasse noch ein nicht unbeträchtliches Restkontingent an Karten gab. So konnten sogar kurzentschlossene Bloc Party Fans die Band zum regulären Preis sehen, äußerst fair!
Überraschend zügig begann dann die Vorband „Biffy Clyro“ aus Glasgow (SCO) damit, das Publikum aufzutauen. Ihre Mischung aus Progrock mit leichten Emoanleihen kam jedoch nur bei einem Teil gut an, dafür aber überraschend gut. Naja, immerhin haben die Jungs mittlerweile ihr viertes Album in den Startlöchern. Von daher dürften auch einige Fans hauptsächlich für Biffy Clyro dagewesen sein. Der Großteil schien jedoch eher irritiert über diesen genreübergreifenden Auftritt und wartete ungeduldig auf Bloc Party.
Bis die ersten Töne des Openers „Song For Clay“ (ebenso Opener des neuen Albums „A Weekend In The City“) ertönten, sollten jedoch noch einmal knapp 45 Minuten vergehen. Die Magie, die Kele Okereke zu Beginn dieses Liedes versprüht, in dem er seine Stimme in unglaubliche Höhen schraubt, liess das Publikum zunächst andächtig zuhören. Pünktlich mit dem Einsatz der Drums war es jedoch mit der Ruhe vorbei und die Menge hatte sichtlich Spaß daran, sich endlich ausgelassen zu bewegen.
So ging es dann auch munter weiter, bis mit „Banquet“ einer der großen Hits des Erstlings „Silent Alarm“ serviert wurde, der die Stimmung im Publikum noch weiter anheizte. Direkt darauf folgte „Where Is Home?“, dessen Refrainteil „In Every Headline We Are Reminded, That This Is Not Home For Us“, spontan von Großteilen des Publikums mitgesungen wurde. Diese Reaktion, die ein Lächeln auf Kele´s Gesicht zauberte, das dieses den ganzen Abend nicht mehr verlassen sollte, war dann wohl auch die Antwort auf die Frage des Refrains: Bloc Party waren heute Abend hier im Palladium zuhause.
Ohne es erlebt zu haben, scheint es schwer vorstellbar, wie nahtlos die Songs beider, doch so unterschiedlicher, Alben ineinander griffen, so als ob sie beinahe schon zusammengehörten. Den Schlusspunkt unter den regulären Teil setzte „Like Eating Glass“, dessen Zeile „It´s So Cold In This House..“ durchaus ironisch wirkte, wenn man die vor Schweiss triefenden Menschen um sich herum sah.
Der Zugabenteil, bestehend aus vier Songs, brachte dann gleich nochmal zwei Highlights. Zunächst bedankte sich Kele bei den Fans damit, dass er sich singend über die Absperrung mitten in das Publikum begab, um sich dort von ihnen abklatschen und feiern zu lassen, bevor er es dann mit dem zeitlos grandiosen „Helicopter“ nochmal zur Höchtstleistung anspornte. Als dann schon alle erschöpft mit dem Schluss rechneten, kamen die vier aus London sogar noch ein weiteres Mal zurück auf die Bühne, um „Pioneer“ zum Besten zu geben.
Nach knapp anderthalb Stunden fantastischer Musik und einer Kollektivverbeugung der Band (ja, das gibt’s noch!) war dann Schluss und es würde mich echt wundern, wenn Bloc Party mit diesem Konzert nicht noch einige Nörgler von der Qualität der zweiten Platte „A Weekend In The City“ überzeugt hätten.
Info: www.blocparty.com
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