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BLOC PARTY: Barcelona tanzt |
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Geschrieben von Jan Laging
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Montag, 4. Juni 2007 |
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 Auch in Spanien gefeiert: BLOC PARTY (Foto: Jan Laging) (15.05.07, Barcelona, Razzmatazz) Spätestens mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums “A Weekend In The City“ haben BLOC PARTY auch das deutsche Publikum erobern können, wie die beachtlichen Zuschauerzahlen der aktuellen Tour deutlich gemacht haben. Und der Erfolgszug scheint sich auch auf die übrigen Länder des europäischen Festlandes auszudehnen. Die beiden spanischen Gastspiele in Madrid und Barcelona waren jedenfalls schon seit Monaten ausverkauft und wurden glücklicherweise mal nicht in größere Hallen verlegt, so dass man die Briten ein letztes Mal unter clubähnlichen Bedingungen begutachten konnte.
ls wir das stadtbekannte Razzmatazz endlich erreichten, war der Auftritt von BIFFY CLYRO schon beinahe Geschichte. Leider, denn alleine die beiden neuen Stücke, die auf das aufnahmebereite Publikum losgelassen wurden, versprechen viel für das kommende neue Album. Überhaupt konnten die Schotten bei den Katalanen scheinbar viel Eindruck hinterlassen, so dass nach dem finalen „Glitter And Trauma“ etliche Besuche auf den überteuerten Merch-Stand zusteuern sollten.
Aber erstaunlicherweise waren nicht nur Spanier anwesend, sondern auch zahlreiche ausländische (Erasmus-) Studenten und vor allem unglaublich viele Engländer, die sich schnell bemerkbar machten. Ein ziemliches Novum für ein Bloc Party-Konzert stellte zudem die Tatsache dar, dass locker zwei Drittel der Anwesenden männlich waren, von denen ein Großteil in der langen Umbaupause bei „Hits“ wie „Sandstorm“ und „Call On Me“ Ballermannstimmung aufkommen ließen. Daher war das Publikum schon ordentlich aufgewärmt, als BLOC PARTY mit dem Albumopener „Song For Clay“ in ihr Set einstiegen, welches beide Alben nahezu gleichberechtigt und vor allem nahezu vollständig (!) berücksichtigen sollte.
Während heimische Kritiker das etwas „hüftsteife Auftreten“ der Gruppe bemängelten, wirkten besonders Schlagzeuger Matt Tong und Kele Okereke mehr als motiviert. Das Dauergrinsen des Sängers wollte jedenfalls gar nicht mehr weichen, so lautstark wurde die Band vom Publikum angefeuert. Alleine Bassist Gordon Moakes schien mit dem falschen Bein aufgestanden zu sein, währen Gitarrist Russel Lissak den introvertierten Frauenschwarm abgab und nur selten aus sich herauskam. Unterstützt wurde das Hitfeuerwerk von einer überaus sehenswerten Lichtshow, welche vor allem die neuen Stücke perfekt in Szene setzte („Kreutzberg“, „The Prayer“). Lediglich „Hunting For Witches“ konnte live - völlig unerwartet - gar nicht überzeugen, während die Stücke vom Erstling enthusiastisch abgefeiert wurden (vor allem „Helicopter“, der Schlussteil von „Positive Tension“ und natürlich „Banquet“).
Diese kamen vor allem im zweiten Block des Sets zum Zuge, in dem sich Okereke und seine Mitstreiter immer mehr in ihre Stücke fallen ließen. Der Höhepunkt war schließlich erreicht, als während des sehr ausgedehnten Zugabenblockes der Sänger urplötzlich im Publikum verschwand, um inmitten der Fans das Stück zu Ende zu bringen. Überhaupt, wer hat im Vorfeld von Langeweile gesprochen? Zumindest in Barcelona ist das „Partykonzept“ mehr als aufgegangen und hat auch nach eineinhalb Stunden exzessiven mitsingen und -tanzen kein Ende finden wollen. Selbst nach der außerplanmäßigen Zugabe konnten sich Band und Publikum nur schwerlich von einander trennen. Doch als kurz vor Mitternacht die Hallenbeleuchtung den finalen Schlussstrich setzte, sollte jeder Besucher des Razzmatazz mit dem Gefühl nach Hause gehen, einem ganz großartigen Konzert beigewohnt zu haben, bei dem BLOC PARTY als Liveband völlig überzeugen konnten.
Info: www.blocparty.com »
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