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 Foto: smash-mag.com / Markus Tils (02.11.06, Palladium, Köln) „Ey fick dich!“, sagte das Girl im Foyer zu ihrem Freund. AS I LAY DYING hatten so eben gespielt und die Nerven langen bei dem Teenagerpärchen blank. Hat der Junge etwa seine Freundin im Stich gelassen, als er zu AS I LAY DYING in die vorderen Reihen wollte? – Anscheinend! Aber jemanden in der Masse zu verlieren war an diesem Abend wirklich kein Problem. Voll war es und die Schlange vorm Palladium war ungelogen an die 400Meter lang und bei Temperaturen um die 5 Grad war es auch sicherlich kein Vergnügen sich hinten anzustellen. Drinnen drängte sich das Publikum – das sehr junge Publikum- , um so nah wie möglich an der Bühne stehen zu können und wartete gespannt auf den Hauptact: BULLET FOR MY VALENTINE.
Eine Band, die bereits zweimal in kürzester Zeit in Köln zu Gast war. Vergleicht man die Konzerte, die BFMV 2005 im Kölner Underground und einige Monate später in der Live Music Hall gespielt haben, stellt man schnell fest, dass diese Band zur reinsten Teenager Band avanciert ist und anscheinend die musikalischen Bedürfnisse der 12- bis 18-Jährigen bestens zu befriedigen weiß.
Doch bevor der Hauptact auf die Bühne kam, durften AS I LAY DYING ihr Bestes geben. AS I LAY DYING als Vorband für BFMV war und ist nicht ganz Unumstritten. BLEEDING THROUGH z.B. haben die Tour abgesagt…warum auch immer. Ob die 4000 Zuhörer im Publikum alle mit der „härteren“ Gangart was anstellen konnte sei mal dahin gestellt. Auf jeden Fall streckten alle ihre Fritten-Gabel in die Luft und die Girls in den ersten Reihen schüttelten Kräftig ihren Haaren umher.
Songs wie „94 Hours“ und „Darkest Nights“ kamen versiert aus den Boxen. Sänger Tim bewegte sich auf der großen Bühne so, als ob gleich zum Violent Dancing aufrufen wollte, was aber einen Blick ins Publikum zur Folge hatte, der diesen Gedanken im Keim ersticken ließ. Nee, dass war kein typisches Publikum für Metalcore. „Forever“ bildete den Schluss des 40minutigen Gigs und bildete den charakterstärksten Song des Abends. Eine Messlatte, die schwer zu überbieten war.
Aber es gibt verschiedene Arten, wie man eine Messlatte überwinden kann. Eine recht angenehme Art und Weise zeigten dann BULLET FOR MY VALENTINE. Meterhohe Flamen am Rand der Bühne leiteten den Opener „Her Voice Resides“ ein, dem „Hand of Blood“ folgte. Sänger und Gitarrist Matt ständig in gewohnt gebeugter und breitbeiniger Haltung. Bei „All These Things“ ging er einer der zwei Rampen, die links und rechts neben dem Drum-Kit standen hoch und stellte sich hinter Drummer Moose, der aufstand und das Publikum animierte, ihr Feuerzeug raus zu holen.
Ihre weiteren zahlreichen Singles ließen keine Wünsche offen und wurden durchgehend abgefeiert. Die Band verstand es auf diese Weise zu überzeugen und die Zeit ging rasch vorüber. Schließlich bildete „The End“ auch das Ende der Show und nicht alle schienen mit der einstündigen Spielzeit befriedigt worden zu sein. Einige Pfiffe erklangen, die aber dann in der abspielenden Auslaufmusik untergingen.
Was will man auch bei einer Band erwarten, die erst ein Album auf dem Markt hat? Zumindest eine weitere Supportband wäre nicht schlecht gewesen, denn 27€ für diesen Abend, war echt übertrieben. Da hätte man nach der Absage von BLEEDING THROUGH noch reagieren können. Schade! Fader Beigeschmack einer sonst perfekten Inszenierung dessen, was heute unter Metal verkauft wird.
Info: www.asilaydying.com / www.bulletformyvalentine.com
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