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CRASH TOKIO: How good you are |
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Geschrieben von Jan Quiel
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Dienstag, 24. Oktober 2006 |
 Foto: SMASH-MAG.com / Jan Quiel (23.10.2006, Düsseldorf, Pretty Vacant) Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg halt zum Propheten. Und kommen CRASH TOKIO nicht nach Köln, kommt Köln halt nach Düsseldorf ins Pretty Vacant. Schon beim Betreten des kleinen Indieclubs in der Düsseldorfer Altstadt trifft man auf viele bekannte Gesichter aus Köln und freut sich, dass CRASH TOKIO diese Anziehungskraft entwickelt haben. Es sei ihnen gegönnt.
Doch bevor Düsseldorf, Köln und München zusammen feiern können, spielt eine lokale Supportband. Die beiden Jungs haben es schwer mit ihrem Elektro-Indie-Geschrammel. Klingt auf Platte vielleicht hier und da ganz nett, interessiert aber an diesem Abend nicht besonders. Das Duo rumpelt sich so durch und freut sich über einen höflichen Applaus.
Kurze Zeit später stehen CRASH TOKIO auf der Bühne und wieder ist es ein Fest diese Band anzusehen. CRASH TOKIO haben Stil. Doch das war bereits vorher bekannt, dass sie mittlerweile sechs Personen auf der Bühne sind, wusste bis dato noch nicht jeder. MISSOURIs Christian Ebert steht an den Tasten, schüttelt das Tamburine, singt im Background und bedient weitere elektronische Tasteninstrumente. Später bei "We are plastic" greift er sogar zum Bass. Eine Wand im Hintergrund, die sich positiv bemerkbar macht. Der weitere Neuzugang ist Thomas Hahn, der dem neuen CRASH TOKIO Album "Heads we're dancing" diesen bombastischen Sound verliehen hat. Ja, der Mann ist Produzent und freut sich darüber auch mal auf einer Tour dabei zu sein und Gitarre zu spielen und ebenfalls ein wenig zu singen. Thomas ist gut drauf und übernimmt sogar einige Parts der Ansagen. "Der Wein des Abendessens lockert die Zunge..." begründete er seine freundlichen spontanen Zwischenworte. Der Rest auf der Bühne ist bekannt. Nina & Seppes & Pese & Hase. Liest sich fast wie John & Paul & George & Ringo. Ach herrlich.
Sänger Pese hat seine Gitarre auf der Bühne gegen gekonnte Dancemoves eingetauscht, sieht super aus und der Sound ist dank den Neuzugängen nach wie vor eine Wand. Ab dem zweiten Lied "I'm a ship" hat der örtliche Mischer den Sound im Griff und Band und Musik werden Eins. "Heads we're dancing" wird komplett gespielt und klingt auch live groß. CRASH TOKIO sind POP. Zu "Girls can dance" wird getanzt, bei "I'm not made for talking" über das fouriose Ende gestaunt und über "time and time" wird sich darüber gefreut, dass CRASH TOKIO ihr fantastisches Debüt "We are plastic" nicht ganz vergessen haben. Songs wie "Such a chase", "Safe in here", "it's alright" etc. werden leider ausgelassen. Schade das. Von der EP "We love you no more" gibt es an diesem Abend leider gar nichts. CRASH TOKIO sind heiß aufs neue Zeug und das zeigen sie hier deutlich. Aber warum auch nicht. "Heads we're dancing" ist ein Schritt nach vorne und keiner zurück.
Auch wenn der allerletzte Funke an diesem Abend irgendwie nicht zünden wollte, sind CRASH TOKIO eine spitzenmäßige Band, die Beachtung, Hochachtung und eine Menge Dank für all diese Momente und Songs verdient. How good you are...
www.crashtokio.com
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