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 Mit viel Leidenschaft am Start: Escapado ( Foto: die_ti ) (12.01.2008, Düsseldorf, Zakk) Es muss nicht immer Köln sein. So ging es an diesem Abend rheinabwärts in die Verbotene Stadt. Dort sollten an diesem Abend die Flensburger Escapado spielen, die dank ihres Deals mit dem Tomte-Kettcar-Label Grand Hotel van Cleef beachtliche Resonanz erfuhren. Ein Schub, den die Band eigentlich schon nach ihrem Debüt „Hinter den Spiegeln“ hätten bekommen müssen. Einem Abend, der Großes versprach, stand also nichts im Wege.
Doch bevor es mit Escapodo los gehen konnte, stand der lokale Support Matter Of Habit auf der Bühne. Die spielten lupenreinen MetalCore. Deren Sänger zeigte von Anfang an sein Potenzial, was man von den anderen Mitgliedern nicht behaupten konnte. Zu holprig und kraftlos kam der erste Teil des Konzertes rüber, besserte sich jedoch je länger der Gig dauerte. Nach gut einer Dreiviertelstunde war dann auch Schluss und man räumte die Bühne für den heutigen Hauptact.
Myspace ist die Hölle, und wie keine andere Webseite beeinflusst es das Leben vieler. Social Network heißen die Zauberworte. Doch ab und an hat es auch mal was Gutes, obwohl es mittlerweile fast schon eine Ausnahme ist. So landete Thees Uhlmann, Tomte-Chef und Grand-Hotel-van-Cleef-Hotelleiter, beim nächtlichen Surfen im Web auf dem Profil von Escapado. Das tief im Inneren schlummernde Hardcore Gefühl meldete sich plötzlich bei ihm. Auch wenn das Grand Hotel van Cleef eher dem Indie die Tür öffnet, konnte Thees nicht anders und nahm Escapado unter Vertrag. Ein gelungener Schachzug für beide Parteien. Ob es nun „Was Du Erwartest Hast“, das grandiose „Coldblackdeathbloodmurderhatemachine“ vom aktuellen Album Initiale war, oder „Magnolien“ vom Debüt „Hinter den Spiegeln“ . Die Musik gab die Initialzündung des Abends. Die auftretende Energie sorgte dafür, dass es nie langweilig wurde. Auch wenn viele den Sound der Flensburger oftmals mit dem vom Yage oder Kurhaus vergleichen. Die Band steht für sich und zeigte es entsprechend. Große Rampensäue sind sie jedoch nicht und man hat das Gefühl, dass sie sich recht unwohl fühlen im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Das macht diese Band um einiges sympathischer, da letztendlich der Fokus auf die Musik und deren Texte gelegt wird. Das Publikum nahm alles dankbar an und die Temperatur im kleinen Zakk Club stieg stetig an. Nach fast einer Stunde sollte es zum Zugabenteil kommen. Sänger Helge kündigte noch zwei Songs an, aber als diese vorbei waren, wollte Gitarist Sebastian Henkelmann doch noch einen weiteren Song. Das sorgte doch für einige Lacher im Publikum. „Wir sind äußert professionell“, meinte Henkelmann mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Das Publikum hatte sich „Hinter den Spiegeln“ vollends verdient, und so sollte es nach 70 Minuten feinstem Screamo-HC an diesem Abend auch gut sein. Ein richtig guter Einstieg ins Konzertjahr 2008.
Info: myspace.com/escapado »
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