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 Foto: smash-mag.com / Markus Tils (13.10.2006, Köln, Tanzbrunnen) Köln im Rausch der Zweiräder. Goldwings, Harleys, Rennmaschinen – pünktlich zur Motorradmesse Intermot reiht sich Rad an Rad. Neben der eigentlichen Messe gibt es auch reichlich Action an diversen Nebenschauplätzen – unter anderem das VIVA LA MOPPED Festival im Kölner Tanzbrunnen.
Erwartet man auf einem Biker-Festival doch eigentlich eine schlechte STEPPENWOLF-Coverband oder ähnliches, überraschten die Organisatoren hier mit einem 1A-Indie-Line-up.
Neben den unbekannteren HAVANA COWBOYS und EPHEN RAIN geben sich an diesem Abend KETTCAR, PALE, JUPITER JONES und die MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER die Gitarre in die Hand.
Bei PALE füllt sich das unrocknrollige Venue das erste Mal merkbar. Die Aachener kämpfen gegen einen schlechten Sound auf der Bühne an, haben die Lage nach wenigen Minuten aber im Griff. Leider geht „Teenage Heaven“ im Soundchaos etwas unter und hat nicht die gewohnte Wirkung. Die neuen Songs vom großartigen Album „Brother, Sister, Bores!“ hingegen kommen mit Schmackes und einer ordentlichen Portion Soul. Holger Kochs tanzt über die Bühne, dass es eine Freude ist, ihm dabei zu zusehen. PALE haben sich zu einer verdammt guten Popband entwickelt. „You wanna be so good“ wird hier und da schon mitgesungen, „Take me out bouncers“ kommt auch live wunderschön und Köln lässt PALE nicht ohne Zugabe von der Bühne.
Auch die Gerald und Florian von der MEDIENGRUPPE TELEKOMMANDER sind vom Bühnesound so angefressen, dass auch diese Show 3 Songs braucht um richtig zu zünden. Doch dann geht’s los. Köln und zugereiste Biker-Touristen singen und tanzen und lassen sich mitreißen. „Kommanda“ und „Sprengkörper“ werden bemerkenswert mitgefeiert. Die Halle am Tanzbrunnen telekommandiert. Und das nicht zu knapp.
KETTCAR haben danach ein leichtes Spiel – die Stimmung ist ausgelassen gut und wird bei den Hamburgern sogar noch ein Ticken besser. Sich kollektiv im-Arm-liegen-und-mitsingen wie sonst nur bei den Labelkumpels von TOMTE oder den Herren von OASIS ist angesagt. Marcus Wiebusch ist in Laberlaune aber übertreibt es nicht. An diesem Abend scheint bei KETTCAR alles – aber auch wirklich alles zu passen. Eine Halle voller Freude.
Die Band ist spitzenmäßig aufgelegt und befürchtete Soundprobleme bleiben aus. Hits, Hits, Hits. „Deiche“ brettert los und es folgen „Im Taxi weinen“, „48 Stunden“, „Ich danke der Academy“, „Money left to burn“, „Balkon gegenüber“ und wie sie alle heißen. KETTCAR stehen an diesem Abend für lange Zeit zum letzten Mal auf der Bühne, ein neues Album soll aufgenommen werden und die Vorfreude ist jetzt schon groß. Es gibt einen neuen Song, der das Verlangen nach neuen KETTCAR-Songs nicht weniger werden lässt. Mit „Balu“ und „Ausgetrunken“ verlassen uns KETTCAR. Ein toller Abschied. Kommt bald wieder Jungs!!
Info: www.spirittour.de
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