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RISE AGAINST: Konzertverlegung

Wegen der großen Nachfrage wurden die Konzerte in München, Köln, Saarbrücken und Hamburg in größere Konzerthallen verlegt:

 

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Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Markus Tils   
Sonntag, 6. Mai 2007

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SPARTA (Foto: Markus A. Tils)
(20.04.2007, Köln, Palladium) Es kam, was kommen musste. Nach der Absage von Thursday und der Meldung, dass das „Give It Name“-Festival nur im Kölner Palladium stattfindet, statt zusätzlich nebenan im E-Werk, war klar, dass der Vorverkauf wohl unter den Erwartungen blieb. Es zeigte sich an diesem Abend wirklich ein erbärmliches Bild. Das Kölner Palladium war gerade mal zu einem Viertel gefüllt. Erschreckend leer war’s. Da hätte diese Veranstaltung auch alleine im E-Werk stattfinden können.

 

Kein Wunder, Bands wie Jimmy Eat World oder Lagwagon haben ihr letztes Album 2005 herausgebracht. Eine halbe Ewigkeit, wenn man die momentane Entwicklung in dem Punk-Emo-Core Bereich betrachtet. Von den Headlinern konnte einzig Sparta ein aktuelles Album vorweisen, welches die Tage in Deutschland veröffentlicht wird. Entsprechend war eher das „ältere“ Semester in kurzen Hosen und Shirt auf Lagwagon wartend vertreten, als gestylte heulende Emo-Kiddies, von denen es an diesem Abend auch höchstens eine Hand voll gab.

So spielten Band wie Gallows, mewithoutyou, MxPx, Zebrahead, Voodoo Glow Skulls oder The Sleeping in einer fast menschenleeren Halle. Der Gallows-Sänger sprang während der Show über die Barrikade und gesellte sich zum Publikum und rockte die mickrigen 20 Minunten Spielzeit dabei derbe ab. Das war es auch schon von den Highlights am späten Nachmittag bzw. frühen Abend.

Je später es wurde, umso mehr Leute kamen in die Halle. Senses Fail versuchten einiges, um Stimmung aufkommen zu lassen, jedoch verloren sich die provozierenden Ansagen von Frontmann Buddy Nielsen so ziemlich. So beließ er es auch mit weiteren Witzen etc. und die Band preschte ihr Set hinunter.

Als wahrer Lichtblick des weitgehend enttäuschenden Abends können Sparta bezeichnet werden. Zum ersten Mal entwickelte sich so was wie Atmosphäre. Sparta boten einen sehr gut auserwählten Mix ihrer drei Alben. Sie wirkten spielfreudig, sorgten somit für Abwechslung und genügend Hits. Zum Ende zollte Sparta-Frontmann Jim Ward Lagwagon und MxPx Tribut. Beide Bands haben früher in El Paso gespielt und ihn zum Musik machen motiviert. Schade, dass die Spielzeit so schnell vorbei ging. Viel Applaus für die beste Band des Abends.

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LAGWAGON (Foto: Markus A. Tils)
Lagwagon-Frontman Joey Cape zeigte sich mit Vollbart und Gitarist Chris mit Metalmatte und der Bewegungsdrang der Punk Ur-Großväter (muss man ja jetzt schon sagen) war erschreckend gering. Sind die Kalifornier alt geworden? Sind wir alt geworden? Hey, was ist passiert… Der richtige Funke blieb aus, auch wenn die Songs von „Trashed“ und „Hoss“ verhältnismäßig gefeiert wurden. Schade eigentlich…

Zum Abschluss Jimmy Eat World, die gegen Mitternacht die Bühne betraten und gleich mit ein paar Songs von „Bleed American“ begannen. Die Jungs aus Arizona haben es nicht verlernt für die richtige Stimmung zu sorgen. Nach wie vor funktionieren Songs wie Blister, Lucky Denver Mint und Sweetness. Vom bald erscheinenden Album gab es zwei Songs zu hören, die definitiv Lust auf mehr machten. Nach gut 45 Minuten gab es mit „Pain“ den letzten Song des Abends.

Letztendlich zeigte sich, dass solche Tagessfestivals hierzulande in ihrer bisherigen Weise nicht funktionieren. Die Deconstruction Tour, Taste of Chaos oder die von einem Ruckssackhersteller gesponserten Veranstaltungen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass es hierzulande extrem schwer ist, damit Fuß zu fassen. Das erste Mal klappt es, aber die drauffolgenden Tourneen kommen an den Ersterfolg nicht mehr dran. Gerade jetzt bei der Give It A Name Tour ging sogar die Premiere in die Hose. Da müssen schon die richtigen Kracher dabei sein, aber gerade diese Band füllen solche Hallen momentan von selbst. Es ist nicht unsere Aufgabe hier darüber zu diskutieren warum dieses Line Up in dieser Konstellation floppte. Aber die Spuren von Missmanagement werden bei solchen Tagessfestivals immer deutlicher.

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