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HARMFUL: Der störrische Blick nach vorn |
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Geschrieben von Markus Tils
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Montag, 16. April 2007 |
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 Frontmann Aren Emirze (Foto: Markus A. Tils) (07.04.07, Köln, Underground) "Köln scheint geknackt zu sein", so formulierte es HARMFUL Sänger Aren Emirze kurz vor Ende der 90 - minütigen Show. Recht hatte er.
Bei den bisherigen Shows konnte die Band aus Rodgau leider nie so große Mengen an Zuhörer für sich gewinnen. Ob es nur daran lag, dass seit dem neusten und siebten Album Ex-Faith No More Mitglied Billy Gould an der zweiten Gitarre ist, wäre zu vermessen.
Vielmehr hat sich doch rumgesprochen, dass Harmful eine hervorragende Gitarrenband sind, jenseits jeden schnellen und beliebigen Trend. So wurde der Abend mit „What You Will Find Is“ eröffnetet. Technische Probleme ließen Sänger Aren wie ein Eunuch klingen, wie er scherzhaft feststellte. Harmful Konzerte leben nicht nur alleine von der Musik. Es ist vielmehr die Aura die Frontmann Aren ausmacht. Ein Mensch wie Du und ich. Jedoch wenn die Band mit der Musik beginnt steht er wie ein Hüne auf der Bühne. Mit seinem störrischen Blick schaut er sich scheinbar jeden einzelnen im Publikum an.
Man fühlt sich angesprochen, wagt es nicht sich von der Bühne abzuwenden, um mit seinem Nachbar ein paar Worte zu reden. Es hat was von einem Oberlehrer dessen alleinige Körpersprache genügt und mit einem Schuss Ironie das Publikum anfeuerte. Anders Billy Gould, auf den viele Augen des Publikums gerichtet waren. Er wirkte die ganze Zeit wie in seiner eigenen Welt. In gebeugter Haltung hielt er seine Gitarre und konzentrierte sich auf seinen Part. Sicherlich lag es daran, dass Gould von dem Gerede zwischen den Songs nichts verstand. Nichtsdestotrotz stellte Aren das neuste Harmful Mitglied mit den Worten „Bis der Tod uns scheidet“ vor, der seit der Auflösung von Faith No More wieder auf Konzertbühnen zu sehen war. Die Musik wirkte. Im Mittelpunkt die Songs des aktuellen Albums und dem Vorgänger „Sis Masis“.
Der Abend in Köln war die Show, vor der großen Geburtstag Show im Frankfurter Batschkapp. 15 Jahre spielen Harmful bereits zusammen und haben in dieser Zeit sieben Alben herausgebracht. Dies wurde von Aren mit: „..und wir wissen nicht warum“ kommentiert. So ganz will man es ihm nicht abkaufen. Er weiß warum und es liegt auf der Hand. Es ist der Charakter der Band sich nicht irgendwelchen Trends zu beugen. Sein Ding eben halt durchzuziehen. Deswegen ist diese Band auch nicht totzukriegen. Auf die nächsten 15 Jahre…
Info: www.harmfulweb.com »
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