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 Foto: Markus Roy Es wurde viel spekuliert. Eine "Geländeerweiterung" sei in Planung. Doch wie diese aussehen sollte war bis zum Beginn des Festivals unklar. Denn schließlich ist der Eichenring ein Ring. Mit Banden. Der ist oval und von Zäunen umgeben - wie soll da eine Geländeerweiterung möglich sein? Die Antwort ist so einfach. Banden und Zäune raus, zweite Bühne aufs Feld neben den Eichenring stellen. Top Idee. Um nicht zu sagen, eine der besten in der elfjährigen Geschichte des Festivals.
Keine Bühnen mehr die sich gegenseitig stören sollten. Kein Platzmangel. Nichts. Und so startete Freitagnachmittag für rund 55.000 Besucher wie jedes Jahr ein wunderschönes Festival. STATE RADIO begannen ihr Set unter Ausschluss der Öffentlichkeit, da noch kein Einlass stattfand. Nach drei Songs dann endlich Menschen vor der Bühne. Von Null auf Hundert in wenigen Sekunden. Ein paar Songs später - Stromausfall. Dieser angsteinflössende Start sollte doch die einzige Panne auf dem Hurricane 2007 bleiben. Und fürs Wetter kann niemand was.
Nach STATE RADIO dann McQUEEN. Ein Auftritt der Marke OK. Ohne große Highlights. Besser THE RAKES. "We danced together" brachte Scheeßel das erste Mal an diesem Wochenende zum beben. Und schon war das Wochenende wieder voll im Gange. Alles war wie immer. Stimmung top. Bierpreise in Ordnung und das Dargebotene auf der Bühne unterhaltsam und sehenswert. Alte Bekannte wie JET fegten Hit für Hit von der Bühne, THE GOOD, THE BAD AND THE QUEEN langweilten trotz hochkarätiger Besetzung und auch die QUEENS OF THE STONE AGE riefen nicht die Leistung wie sonst ab. Doch trotzdem - zufriedene Gesichter überall. Auf der blauen (größeren) Bühne leisteten die Bands mehr Überzeugungskraft. SNOW PATROL bewiesen, dass sie mehr als nur "Chasing cars" im Gepäck haben, die FANTASTISCHEN VIER heizten die Party richtig ein und die BEASTIE BOYS brauchten dann nur noch ernten. Mit einem furiosen "Sabotage" ging ein wunderschöner Abend zuende. Die BLOOD BROTHERS auf der Zeltbühne kreischten Scheeßel friedlich in den Schlaf. Von "Doctor Doctor", "Ambulance vs.Ambulance" bis hin zum neuen Smash-Hit "Laser Life" gab die Band Volldampf, so wie man es von ihr kennt.
Am nächsten Morgen. Regen. Regen. Regen. Kurz blauer Himmer - KARPATENHUND auf der Bühne. Nett. Nicht mehr nicht weniger. Besser: FOTOS. Schon zur Mittagszeit war das Hurricane wieder voll im Gange. Klatschen, hüpfen, mitsingen. "Wiederhole deinen Rhythmus", der Opener der Kölner FOTOS beschrieb alleine mit dem Titel das alljährige Hurricane Festival. Gut so - denn eigentlich war alles so wie immer und Kontuinität tut gut. Mit "Giganten" verabschiedeten sich die Jungs.
Bevor sie gemainsam mit Nino von VIRGINA JETZT! zurück kamen und "Krawall und Remmidemmi" von den DEICHKINDERN zum besten brachten. Geile Idee, guter Abschluss. Scheeßel tobte schon am Mittag und die FOTOS haben eine Menge neue Freunde dazugewonnen. Danach: Regen. Mal wieder. Und wer keinen Unterschlupf suchte, fand sich entweder bei VIRGINIA JETZT! oder bei THE BRAVERY wieder. Beides gute Entscheidugen. Bei THE SOUNDS schien wieder die Sonne. Wen wunderts? Bei dieser Frontfrau? Die Single "Living in america" eröffnete das durchaus sehenswerte Set der Schweden. FRANK BLACK auf Bühne Blau schien dagegen keinen guten Tag zu haben. Worans lag? Keine Ahnung. Sein Schlagzeuger musste dran glauben, dem riss er die halbe Scheißbude runter und erinneret etwas an MARILYN MANSON auf dem Dynamo Festival vor gut 11 Jahren... Ein riesen Hightlight 2007 THE ARCADE FIRE. Ein Kollektiv auf der Bühne. Jeder spielt alles. Alle singen. Ein großes Schauspiel. "Rebellion (Lies)" beendete ein beeindruckendes Konzert. Auch BLOC PARTY lieferten eine gute Show ab. Hier und da etwas einschläfernd. Aber "The Prayer", "Helicopter" oder "Banquet" wurden in Scheeßel abgefeiert. Sänger Kele nahm ein Bad in der der verregneten Menge und zeigte sichtlich Spielspaß an diesem Nachmittag. Mit mindestens genausoviel Spielspaß lie0ßen die MANIC STREET PREACHERS sich abfeiern und klppten Hit für Hit von der Bühne. Tanzende Menschen überall. Neue Songs, alte Hits, guter Sound. Perfekt an diesem Tag und mit großer Wahrscheinlichkeit eine der besten Bands des diesjährigen Hurricanes.
BRIGHT EYES danach auch sehr schön. Doch die große Masse zog es zu INCUBUS. Auch wenn das neue Album ein wenig bescheiden ausgefallen ist, live ist die Band eine Bank. "Nice to know you", "Are you in", "Megalomaniac", und wie sie alle heißen. Viele Wünsche ließen INCUBUS nicht offen. MARILYN MANSON als Headliner konnte nur teilweise überzeugen. Ähnlich wie bei INCUBUS ist auch hier das neue Album nur durchschnittlich ausgefallen und so bot der Fürst der Finsterniss Manson eine Menge Zeit zum langweilen. Doch trotzdem, bekannte Hits wurden dankbar angenommen und auch die Show konnte sich durchaus sehen lassen. Eigentlich ein ganz netter Kerl dieser Marilyn... Sonntagmorgen trocken. Abends dann das große Finale. Zuerst PLACEBO. "Guten Tag, wir machen Rock'N'Schwul", so die Begrüßung von Brain Molko. Und so charmant wie diese Ansage spielten PLACEBO auch ihr Set durch. Höhepunkte: "Nancy Boy" und "Song to say goodbye". Danach die Krachmacher von SONIC YOUTH. Gottesgleich ließen sie ihre Gitarren knarzen, fiepen, rückkoppeln und dazwischen Songs wie gute alte Bekannte. Hoffentlich kommt diese Band noch oft oft oft auf Tour.
PEARL JAM begeisteren, trotz verstauchten Fuß, das angereiste Publikum. Mehr als 15 Jahre sind PEARL JAM eine der erfolgreichsten Indiebands der Welt. Zurecht. Haben sie mit "Alive", Even Flow", "Jeremy", "Do the Evolution", und vielen weiteren Songs Musikgeschichte geschrieben. Holzfällerhemden können so schön sein! DEICHKIND schickten mit großem "Krawall und Remmidemmi" die 55.000 Besucher nachhause ins Trockene. Wie jedes Jahr - ein tolles Wochenende! 2008 kann kommen!!
Info: www.hurricane.de »
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