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 IRVING (Foto: Alex Kluth) (08.05.2007, Hannover Spandau) Irving verdanken ihren Plattenvertrag in Deutschland und die Möglichkeit sich hier einer breiten Masse an Indiefans zu präsentieren allen voran einem Mann, Hannes Langner. Hierbei handelt sich um einen Musikfan und Kenner wie er im Buche steht.
Es liegt erst einige Jahre zurück, Cartridge, eine junge Bands der aufstrebenden dänischen Indie-Szene befindet sich auf der eigens organisierten Europa-Tour. Als sie bedingt durch eine Buspanne ein spontanes Konzert in Hamburg spielen wird ihnen durch die Gründung von Records & Me die Möglichkeit geboten ihr Album in Deutschland zu vertreiben. „Eigentlich sollte dieses eine einmalige Sache sein, doch es lief alles viel zu gut und machte zu viel Spaß“ sagte Hannes beim gestrigen Konzert. Somit war es nur eine logische Konsequenz weitere Bands unter Vertrag zu nehmen. Nicht durch Masse sondern durch Klasse zeichnet sich „Records & Me“ aus. So ist es nicht verwunderlich, dass es neben ein paar deutschen und der dänischen Band auch die aus Los Angeles stammenden Irving auf dieses Label schafften. Und es ist mit Sicherheit kein Fehler gewesen sie hier zu unterstützen. Man merkt von Beginn an, dass die Künstler hier nicht einfach nur ein Produkt der Plattenindustrie sind, sondern dass man wirklich hinter ihnen steht. Dieses ist dann auch berechtigt.
Es ist 21.30 als Irving die Kellerbühne des Hannover Spandaus betreten.
Irving legen los und klingen wie die ganz Großen. Fließende Lieder und schlaue Texte. Der Gesang erinnert streckenweise an The Kooks und die Frisur des Gittaristen lässt nicht nur optisch den Vergleich mit den Strokes zu. Irving klingen nach den 60ern gepaart mit den späten 80ern und frühen 90ern. Eine gute Mischung. Eine kleine Panne der Keyboardelektrik wird durch ein paar lustige Sprüche überspielt. „Hee, der Sound klingt besser als sonst, das solltest du öfter so spielen“ schallt es von Drummer Brent Turner über die kleine Bühne. Musikalisch blieb es bei dieser einen Panne, ansonsten stimmte einfach alles. Gute Gitarrensounds, spannendes Drumming und gute Gesangsparts von allen fünf Bandmitgliedern.
Einzig tragisch für den geneigten Zuhörer war die Tatsache, dass es leider bei einer Zugabesession blieb. Grund hierfür ist, dass die Band seit kurzem einen neuen Bassisten hat. Nachdem die Rufe um eine weitere Zugabe nicht abzubrechen scheinen, erklärt Gittarist Brian Canning diesen Zustand mit einem verschmitzten Lächeln. Der letzte Song ist eine Country-coverversion des Bruce Springsteen Songs „I’m on fire“, eine sehr interessante Version. Das Hannover-Konzert war das erste auf ihrer 3 wöchigen Tour durch Deutschland und Österreich.
Es sei jedem Musikliebhaber nicht nur nahe gelegt sich die aktuelle Platte „Death in the garden, blood on the flowers“ zu kaufen, sondern unbedingt zu schauen ob Irving in der Nähe spielen. Ein absolut gelungenes Live Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte. Ein besonderes Augenmerk sollte man auf Keyboarder Aaron Burrows richten, er verspricht nämlich hoch und heilig zur, vermutlich im September, folgenden Deutschlandtour Teil 2 deutsch gelernt zu haben. Man darf gespannt sein.
Und nun nur für Aaron und den Rest der Band, wie versprochen eine kurze englische Zusammenfassung des ganzen Konzerts. It was nice!
Info: www.myspace.com/irving »
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