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Jonah Matranga: I´m happy to living small PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Markus Tils   
Sonntag, 23. Dezember 2007

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Verzauberte das Blue Shell. Jonah Matranga
(12.12.2007, Köln, Blue Shell) Er ist ein Tausendsasser: Jonah Matranga, der unzählige Projekte startete und wie kaum einer zwischen Mainstream und DIY sich bewegt. Er hat Musik mit Incubus, Deftones oder Fort Minor, dem Projekt von Linkin Park Mitglied Mike Shinoda, gemacht. Solo ist er mit einem kleinen Bus und einem Drumcomputer unterwegs und zieht dein Ding durch. Er steckt hinter Bands wie Far, New End Original, onlinedrawing, oder Gratitude und heißt nicht umsonst McEmo. Denn was wäre diese Musik ohne den charismatischen Typen, der oftmals so dermaßen über Glückseligkeit redete, dass man sich fragt, welche Pillen er sich reingepfeffert hat. Aber keine Sorge, er lebt Drogenfrei. Mit „And“ hat Jonah Matranga nun sein neustes Werk am Start. Produziert und tatkräftig unterstützt wurde das gute Stück von seinem Kumpel Ian Love. Da Love ebenfalls ein neues Album dabei hatte, lang es doch auf der Hand, dass beide gemeinsam auf Tour gehen.

 

So eröffnete Ian Love das recht gut gefüllte Blue Shell. Dabei standen die Songs seines diesjährigen erschiedenen Debüts im Mittelpunkt. Ian Love ist bekannt geworden durch seine Tätigkeit bei Rival Schools. Er erwähnte auch, dass er das letzte Mal in Europa mit der Band gewesen sei und glatt den Namen der damaligen Location vergessen hat. „Underground“ kam aus dem Publikum. Ein legendärer Auftritt war das damals. Das Brillendesign von damals ist geblieben, aber was auffiel waren die paar Pfunde zuviel auf den Rippen. Folge seines Drogenentzugs, den er erfolgreich durchgezogen hat. Und diese Zeit birgt sich in seiner Musik wieder. Country beeinflusste Singer/Songwriter Songs, die Einblicke ins Seelenleben von Love zulassen. Bei einigen Songs bekam Ian Hilfe von Janah Matranga, der die zweite Gitarre spielte. Ein gelungener Einstieg in den Abend.

Wobei es dann auch direkt weiterging mit dem Part von Jonah Matranga. Gleich zu Beginn sagte er, dass er am Merch angesprochen wurde sei, ob er nicht den ein oder anderen Song spielen könne, der für das heutige Reportiore nicht gedacht. Jonah Matranga ist halt ein Typ der unglaublich improvisieren kann und angetan von den musikalischen Vorschlägen, tat er es dann auch. Es folgte ein Querschnitt seines musikalischen Schaffens. Zwischen den Songs unterbrach Matranga ziemlich oft und erklärte den Inhalt der Songs. Er sprach kritisch von myspace, facebook und youtube und dessen Folgen für das Musikbusiness. Wer braucht schon „Mary’s Gift Card“ Spamattacken? Gänsehaut bei „Better Than This“ oder einfach nur großes Tennis bei „14-41“. „I´m happy to living small“, sagte er und man glaubte es ihm. Die Anlage im Blue Shell war auf 90 Dezibel eingestellt, aber Jonah Matranga schaffte es mit seiner Stimme deutlich mehr an Lautstärke und Volumen in den Raum zu bringen als die Technik zu lies. Er holt sich Ian Love auf die Bühne, der sich gleich die Gitarre schnappte. Der erste Riff und es war unüberhörbar. Ein Cover des Deftones Klassiker „Be Quiet and Drive (Far Away)“. Hammer! Nach 100 kurzweiligen Minuten und der Gewissheit gerade ein wirklich großes Konzert erlebt gehabt zu haben ging McEmo von der Bühne. Die Musik des DJs im Blue Shell fing direkt an zu spielen. Doch, das Publikum wollte noch einen. Der Veranstalter gab grünes Licht und so setzte Jonah Matranga mit dem Far Klassiker „Mother Mary“, dem Abend die Krone auf. Was für ein Konzert.

Info: www.myspace.com/jonahmatranga / www.myspace.com/ianlove
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