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JULIETTE AND THE LICKS: Feuerwerk des Rocks |
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Geschrieben von Dirk Stumpf
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Freitag, 13. April 2007 |
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 Sängerin Juliette Lewis (Foto: Dirk Stumpf) (11.04.07, Köln, Live Music Hall) JULIETTE AND THE LICKS beehrten Köln nun schon zum dritten Mal binnen kürzester Zeit mit ihrer Anwesenheit. Und trotzdem war die Live Music Hall beinahe komplett gefüllt. Nicht nur, dass diese Band scheinbar ununterbrochen tourt, findet sie nebenbei noch die Zeit mit „Four On The Floor“ die dritte CD innerhalb von drei Jahren herauszubringen. Und wer JULIETTE AND THE LICKS trotzdem als Nebenprojekt einer gelangweilten Schauspielerin abtun möchte, der war mit Sicherheit noch nie im Moshpit auf einem Konzert von Juliette Lewis und ihrer Band.
Natürlich beherrscht sie als Hollywoodgröße das Spiel mit den Erwartungen der Leute perfekt und versteht sich blendend darauf, eine großartige Show abzuliefern, doch sollte das nicht das musikalische Talent dieser Sängerin schmälern, die bereits 1996 einen Song zu dem Soundtrack von „Natural Born Killers“ beigesteuert hat. Wie ein Raubtier schlich sie auf allen vieren zu den ersten Tönen des Intros auf die Bühne, um dann sogleich das fanatische Publikum für sich einzunehmen. Sahen sich die soliden Bluesrocker von „Metro Riots“ noch alles andere als einem Tumult gegenüber, so explodierten die vorderen Reihen förmlich zu dem Rockfeuerwerk, welches die Licks auf der Bühne abfeuerten.
Sie erlebten eine Juliette Lewis, die wie wild über die Bühne hüpfte, sprang und ihnen ein Rockbrett nach dem anderen entgegenbrüllte. Bereits nach dem fünften Lied, dem eingängigen „Sticky Honey“, war kaum noch jemand nicht schweissbedeckt. Da kam die Gänsehauthymne „I Never Got To Tell You What I wanted To“ des Vorgängeralbums genau recht, um kurz durchzuatmen und einfach mal die wunderbar rauchige Stimme zu genießen, mit welcher Juliette jedem Song eine unverwechselbare Note gibt.
Zwischen den Songs fand sie sogar hin und wieder die Gelegenheit ein paar treue Fans im Publikum zu begrüßen, die ihr schon auf einige Konzerte gefolgt waren, und sich dementsprechend über diese persönliche Ansprache freuten. Von da an ergab sich immer mal wieder ein anregender Dialog mit dem Publikum welcher in gegenseitigen Liebesbezeugungen in Form der abwechselnd gesungenen Textzeile „You´re so amazing“ mündete.Lediglich der Aufforderung zum Stagediven kam Juliette Lewis diesmal nicht nach. Ob der Bühnenabstand oder die mittlerweile erreichte Popularität der Sängerin zu groß und somit hinderlich war, bleibt unklar. Jedoch nahm sie dies charmant zum Anlass, festzustellen, dass das Publikum ihr wohl nahe kommen möchte, sie anfassen und „something hot“ wolle, was dann umgehend zur Überleitung zum Donna Summers-Cover „Hot Stuff“ wurde.
Der Zugabenteil schließlich war noch mal ein Highlight, enthielt er doch die jeweils ersten Singleauskopplungen beider Alben, „You´re Speaking My Language“ sowie „Hot Kiss“ und brachte die Zuschauer vollends zur Extase. Für die wohl allermeisten war dies ein krönender Abschluss eines verdammt guten Rockkonzerts, auch wenn sie danach den komplett abgeriegelten Tourbus vergebens belagerten, um noch ein Autogramm zu ergattern.
Info: www.julietteandthelicks.com
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