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K.I.Z: Hip-Hoppende Punker |
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Geschrieben von Mathes Schumacher
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Mittwoch, 23. April 2008 |
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 Foto: Mathes Schumacher (16.04.2008, Duisburg, Hundermeister) Hip-Hopper, Punker, Studenten und HC-Kids auf einem Konzert. Pogo bereits vor dem Konzert. Vorband der Bloodhoundgang. Die „Einer muss es ja machen“- Tour der Berliner K.I.Z. macht ihrem Namen alle Ehre und spannen den Bogen zwischen Hip-Hop und Punk-Rock.
Grenzen überschreiten ist nicht schwer. Sich über mehrere Musk-Genres hinaus Freunde zu machen klingt schon schwieriger – zumal sich Hip-Hopper und Punk-Rocker heutzutage schon sehr kritisch gegenüber stehen. Die Rap-Formation K.I.Z. aus Berlin gehört zu den seltenen Ausnahmen, die sowohl Freunde der legeren Hip-Hop-Beats als auch Anhänger der gepflegten Powerchords auf ihrem Konzerten vereinen. Im ausverkauften Hundertmeister in Duisburg gab es dementsprechend auch keine großen Auseinandersetzungen von Anhänger offensichtlicher verschiedener Musiklager. Viel mehr stellte sich im Laufe des Abends die Masse vor der Bühne als homogen-partywütig heraus.
Nachdem sich bereits kräftig zu Konserven-Beats vom Band ein gehopst und gepogt wurde. Gab es erst einmal ein Stück Heimatmusik für die Atzen. Corus 86, MC Reckless und MC Proz heizten mit stupidem Ballermann-Hip-Hop zum kollektiv Exzess an. Das richtige zum Hirnabschalten und Party machen – die perfekten Aufheizer eben. Eine 20-Minütigen-Zeitreise durch die 80er und 90er gab es danach von den Turntable Hools. Hemmungslos servierten die beiden maskierten K.I.Z.ler DJ Craft und Nico Kombinationen aus AC/DC und Blümchen u.ä.
Zur vorgerückten, alkoholisierten Stunde hatten Tarek, Maxim, Nico und DJ Craft dann kein Problem eindreiviertel Stunde Vollgas zu rocken. Mit dem „Notenständer“-Banner (ein großes erigiertes Glied mit tätowiertem Notenschlüssel) im Rücken gönnten sich die Berliner den Luxus gleich die meisten Hits ihres aktuellen Albums auf die Leute los zu lassen: „Geld essen“, „Hahnenkampf“ und „Ellenbogengesellschaft (Pogen)“.
Anstatt des -bei K.I.Z omnipräsenten- Grillfleisches gab es Weintrauben für die ersten Reihen. „Aber nur mit dem Mund“, merkte Maxim mit einem gehässigen Lächeln an. Es solle ja auch der Eindruck entstehen, dass K.I.Z. nicht gesund leben würden. Zum Beweis ließ sich Nico aka Euro8000 seine Kippe aus der ersten Reihe an machen. Seine Hände kommen nicht in Berührung mit so etwas.
Es folgen Titel vom Album „Böhse Enkelz“: „Wir werden jetzt Stars“, „Riesenglied“, „Was willst du machen“ und „Hurensohn RMX“. Die Halle tobt. Tarek, Maxim und Nico zeigen sich Publikumsnah während DJ Craft sich auf seine Turntables konzentriert. Tarek und Maxim führen das Set gegenüber der Bühne auf der Theke weiter und lassen sich von der Menge zurück tragen.
Zum Abschluss hauchen die vier mit Der-Zeit-Lizenz zum Studentenrap, ein paar Tracks neues Leben ein. „Taxi, Taxi“ und „Walpurgisnacht“ tut das besonders gut. Nach „Spast“ und „Hölle, Hölle“, welches nahtlos in Scooters „Hyper, Hyper“ übergeht, verabschieden sich die vier Berliner zum Plausch an der Bar.
Info: www.k-i-z.com »
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