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LIFE OF AGONY: Ein Abend erfüllter Sehnsüchte |
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Geschrieben von Markus Tils
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Donnerstag, 28. Juni 2007 |
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 Foto: Markus A. Tils (15.06.07, Düsseldorf, Stahlwerk) Rückblick 1997: Es war wie ein Schlag ins Gesicht als Keith Caputo Life of Agony verließ! Zwar folgte ihm Whitfield Crane ( Ex-Ugly Kid Joe) als Frontmann, jedoch war klar, dass dies nicht Life of Agony sein kann, wie man es schätzen und lieben gelernt hatte. Letztendlich gab es 1999 die vorzeitige komplette Auflösung und alles schien besiegelt. Doch vier später folgte aber das kaum Mögliche: Eine Reunion in der Ur-Besetzung, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen Konzerte in New York gab. Das Feuer schien wieder entfacht. Es ging wieder los und ein neues Album folgte....
Ein beißender Pizzageruch lag in der Luft beim betreten des Düsseldorfer Stahlwerks. Die Mannen hinter der Theke des Pizzastandes hatten von Anfang an alle Hände voll zu tun. LIFE OF AGONY Fans scheinen ein hungriges Völkchen zu sein. Ungeirrt vom Geruch ging es in die Halle, wo die Londoner PANIC CELL den Anfang machen durften. Vom Erscheinungsbild eine Band, die nicht mehr die Jüngsten waren aber gekonnt ihren Hardrock abspielten. Einige der Songs wussten zu gefallen, einige waren jedoch recht einfach strukturiert und eher langweilig. Nichtsdestotrotz war es ein netter Einstieg.
DROWNING POOL hat ein neues Album am Start, welches hierzulande erst Ende August erschienen wirdund auf den Namen „Full Circle“ hören wird. Jedoch ist das nicht alles. Mit dem neuen Album gibt es wiederum einen neuen Sänger. Wir erinnern uns: Dave Williams, Gründungsmitglied von DROWNING POOL, verstarb an einem Herzmuskelfehler und Jason Jones wurde als Nachfolger in die Band geholt. Doch die Chemie stimmte nicht und konnte den ehemaligen SOIL Sänger Ryan McCombs gewinnen. Ein Glücksgriff. Die Band legte ein richtig gutes Set mit perfekt eingespielten Liedern. Auch von den vorherigen Alben wurden Songs gespielt und dem verstorbenem Dave William gewidmet.
Ebenfalls mit einem neuen Album melden sich DEVIL DRIVER zurück. Bei Rock Am Ring wurden sie gefeiert und das setzte sich an diesem Abend fort. Zwar ist Dez Fafara mit seinen mittlerweile 46 Lenzen nicht mehr der Jüngste, aber es scheint, dass er wie einer guter Wein ist. Je älter, umso besser. Seine Mitschreiter auf der Bühne headbangten um die Wette und wer im Publikum ebenfalls eine Matte hatte, schwenkte Selbige kräftig mit. Die Songs des neuen Album „The Last Kind Words“ groovten unglaublich und ehe man sich versah, waren die 30 Minuten um. Ein wenig kurz war’s schon - leider.
Die Stage war soweit von den Instrumenten der anderen Bands geräumt und das Drumkit von LIFE OF AGONY stand auf der Bühne. Dazu tummelten sich sämtliche Roadies der Band auf selbiger und checkten die Technik ab. Was dabei irritierte war in großer „Spoiler NYC“ Banner der den L.O.A. Banner überdeckte. Ein Sideprojekt? Ein All-Star Team? Was wird geschehen?
Plötzlich stand Keith Caputo am Mikro und die Masse applaudiere. Er gab eine kurze Erklärung über die Band SPOILER NYC. Dabei handelt es sich tatsächlich um ein Sideprojekt von L.O.A Bassist Alan Robert. Deren Debüt bald über I Scream Records erscheinen wird und eine Mischung aus Psychobilly und Streetpunk ist. Dass, an diesem Abend den Leuten schmackhaft zu machen war nicht gerade der Bringer. Es passte irgendwie überhaupt nicht, dass plötzlich Punk gespielt wurde. Zeit um Bier zu holen. Nach 20 Minuten war dann zum Gefallen der Leute auch Schluss. Zeit für LIFE OF AGONY!
Zuerst betraten Alan Robert, Joey Z und das Drummer Sal Abruscato die Bühne und spielten ein ordentliches Intro ab bevor dann unter erneutem Jubel Keith Caputo am Mikro stand. Sehnsüchtig wollte man sie hören, die Songs, die LIFE OF AGONY in den Neunziger Jahren so groß machten. Songs über Suizid, Drogenprobleme und das sonst zerbrechliche Innenleben von Keith Caputo. Es ist weniger der Herz-Schmerz den man heutezutage von jeder Band zu hören kriegt, vielmehr ein Spiegelbild am Rand des sozialen Daseins New Yorks. Dazu die unglaubliche Stimme Caputos, die wirklich einmalig ist und von der man nicht genug kriegen kann.
Er suchte die Nähe zum Publikum. Verschwand des öfteren im Sicherheitsgraben und stand auf Augenhöhe mit seinem Publikum. Aber auch die Songs des 2005er Albums „Broken Valley“ funktionierten und wurden genauso gefeiert wie der Klassiker. Nicht auszudenken, welchen Status diese Band jetzt hätte, wäre da nicht der Split von 1997 bis 2003 gewesen. Die Sehnsüchte, die in dieses Konzert steckten, wurden allesamt erfüllt bis auf eine Ausnahme. „Let's Pretend“ wurde nicht gespielt…
Info: www.lifeofagony.com / www.myspace.com/lifeofagony
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