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MELT! 2007!: Kuchen ist für Alle da! PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von David Hasert   
Donnerstag, 19. Juli 2007

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Impulsante Location: Das Melt!
(13-15.07.07, Ferropolis) Sonnebrand Flava, jede Menge Raver! Oder auch ein Kunterbunter Kessel Jugendbewegung, der sich da dieses Jahr wieder einmal zum MELT! im Idyllische Ferroppolis versammelt hat. Insgesamt 16.000 an der Zahl und somitt auch der bisherige Besucherrekord. Eindeutig zu viele um noch als Underground Festival Geheimtip durchzugehen? Ja!. Zu viele für eine geile Party? Nein! Das ist Overgrounded, wir gehen auf den Dancefloor und wir feiern maximal!

 

Da Szenen ja bekanntlich Zombies sind und die Grenzen zwischen Hip Hop, Elektro und Gitarrenmusik eh nur noch in Köpfen weniger vorhanden sind, war auch diese Veranstaltung im großen und ganzen ein großer Quirliger Teig mit dessen Zutaten sich jeder Besucher seinen Lieblingskuchen backen konnte. Reine Geschmacksfrage. Neben vielen Großen Torten wie z.B Tocotronic, Dizzie Rascal, Kelis, Hot Chip, Digitalism, Simian Mobile Disco uvm. gab es auch auf den Nebenbühnen und in den Zelten jede Menge kleiner Leckereien wie Stereo Total, Werle & Stankowski oder die sympathische Dillon zu bewundern. Wer statt Keksen lieber Space Cookies nascht dufte dann zu Tiefschwarz, Dj Koze, Hell, Jeans Team, Alec Empire & Konsorten so lange zappeln bis er umfiehl. Diesem Ruf folgten an diesem Wochenende nicht wenige..

Die kleinste Stage war die Intro Intim Bühne im Backstage Bereich (Vielen Dank noch mal an die kooperative Ostdeutsche Security/Hooligan Szene – Erstmal Boxen dann Reden. Nicht nur in Rostock beim Fußball die Devise). Hier konnte vor allem „Jake The Rapper“ mit einem Soundgerippe aus Techno, Hip Hop zu Country und zurück überzeugen (Zitat Nachlader: Man Oh man, der kann ja mittlerweile Richtig gut mischen“). Mission Completed. Zwischenzeitlich Flog ein Ladytron vorbei und sang ein wunderschönes Lied in einer für mich kryptisch verschlüsselten Sprache. Motorpsycho waren vielleicht die einzige Band die nicht Hundertprozentig  auf dieses Festival passen wollte. Die Kombination Deichkind & Snap! Ist gerade bei Ostdeutschen Jugendlichen sehr beliebt allerdings musste man sich in zwei stücke reißen um die zeitgleich spielenden Simian Mobile Disco nicht zu verpassen. Wer Digitalism noch nicht Live gesehen hat sollte dies unbedingt nachholen, genauso wie The Horros live sehr überzeugt haben und es ein Genuss war dem Sänger Faris Rotter dabei zuzuschauen wie er Sprünge vom Coca Cola Getränkestand andeutete und so die Ostdeutsche Securityscene nun endgültig aus Ihrer Weltlichen Ordnung brachte!

Wer einen Blick am nächsten Tag auf die durchfeierte Festivalmeute geworfen hat, konnte sich an diversen Sonnebrandmustern in allen erdenklichen Farben und Formen erfreuen. Oft war es auch so, dass man teilweise genau erkennen konnte auf welcher Seite diejenige Person geschlafen hatte, was für Klamotten sie trug und ob sie zum Beispiel Ihre Hand dabei im Gesicht hatte! Diese Leute gaben sich bevorzugt zur fortgeschrittenen Mittagszeit auf dem Sleepless Floor die Ehre. Diese und viele andere wunderschöne Impressionen lauerten rund um, oder auf dem Gelände, inmitten von Kränen, Beförderungsanlagen liegen gebliebener Bomben, Tretmienen und anderen Relikten der Ostdeutschen Wirtschaftsblüte.

Besonders hervorheben sollte man auf jeden Fall noch die Jungs von „Strahlemann & Söhne“ die im eigenst angemieteten 7 ½ Tonner mit einem schier unerschöpfbarem Vorrat an Bier und Vodka und nicht einer einzigen Scheibe Brot oder ähnlichem Bimbamborium an Board angerückt sind und das Festival drei Tage lang mit DJ Sets & Impro Konzerten von der Ladefläche aus beschallten und beglückten. Hier gaben sich Sonntagnacht zu späterer Stunde noch die Kölner Combo MALK die Ehre und gab ein Spontankonzert von der Ladefläche aus an die letzten Feierwütigen bis gegen Vier Uhr Montagmorgens endgültig die lichter ausgehen bzw der letzte Raver umgefallen ist.

Und 1-2-3 Feierei war der ganze Spaß auch schon wieder vorbei. Jeder der dabei war spürt wohl noch Wochen später das Nachschallern der Basedrums, die Krebsroten Muster auf seiner Haut, oder den Abdruck seiner Phantomsonnenbrille auf seiner Nase(Danke Kerstin!). Aber da WIR (Das Wir Gefühl!) ja nächstes Jahr wieder in voller Discomontur in Reih und Glied anrücken werden bleibt eigentlich abschließend nur noch ein “War das schön! Man, war dass Schön!!“ Gefühl am Ende davon übrig.

Info: www.meltfestival.de
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