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MODEST MOUSE: Kräftig wie auf Platte |
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Geschrieben von Dirk Stumpf
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Freitag, 13. Juli 2007 |
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 Modest Mouse (03.07.07, Köln, Live Music Hall) Nachdem der ursprüngliche Konzerttermin Anfang Juni leider ausfallen musste, weil Sänger Isaac Brock bei einem Konzert durch einen Flaschenwurf im Gesicht verletzt wurde, fand heute nach noch nicht mal einem Monat bereits der Nachholgig statt.
Vielleicht sollten sich andere Rockgrößen daran mal ein Beispiel nehmen. Obwohl der Sommer draussen sich immer noch zierte, herrschten in der Live Music Hall mindestens subtropische Verhältnisse, was leider meistens so ist, wenn die Halle wie an diesem Abend beinahe komplett voll ist.
Den Berliner Support „Sometree“ habe ich leider verpasst, so dass ich erst pünktlich zum Opener „Paper Thin Walls“ vor der Bühne war. Nicht schlecht: ein Stück vom Vorvorgängeralbum „The Moon And Antarctica“ zum Einstieg. Leider sahen das wohl nicht alle so. Zumindest schien es so, denn die meisten blieben ziemlich still stehen. Man könnte es ja auch wohlwollend als andächtiges Lauschen auslegen.
Und auch das nächste Stück, vom nachfolgenden „Good News For People Who Love Bad News“, sorgte nicht gerade für Begeisterungsstürme. Es schien tatsächlich, als hätten sich die sechs Bandmitglieder mit ihrem aktuellen Album „We Were Dead Before The Ship Even Sank“ derart viele neue Fans gemacht, dass wohl einige gerade wegen dieses Albums und seinen Liedern gekommen waren. Diese sollten dann auch ab dem dritten Track voll auf ihre Kosten kommen. Denn ab dort wurden größtenteils Songs vom neuen Album gespielt, wobei die Singleauskopplung „Dashboard“ den Anfang machte.
Nun reihte sich ein potentieller Hit an den anderen, und auch das Publikum wurde etwas aktiver. Musikalisch gesehen hatten Modest Mouse einen fantastischen Abend erwischt, Sänger Isaac Brock zeigte, dass seine Stimme live mindestens genauso kräftig und energiegeladen ist wie auf Platte. Der Einsatz von zwei Drummern verlieh jedem Song noch mal mehr Tiefe und Dynamik, und ja, nicht zu vergessen, das Gitarrenspiel des Mannes, wegen dem mit Sicherheit nicht wenige eigens angereist waren, um ihn live zu sehen: Ex-Smiths Gitarrist Johnny Marr. Es hatte durch aus was Besonderes, dieser Legende zuzusehen, wie er höchst konzentriert, fast wie in Trance, seiner Gitarre diese fantastischen Melodien entlockte.
Im weiteren Verlauf des Konzerts wurden noch einige „Gast“ Instrumente ausgepackt, von einem Banjo bis hin zu einem Cello (wenn ich richtig gesehen hab), sowie ein siebtes Bandmitglied aus dem Hut gezaubert, welches sich jedoch nahtlos und unauffällig einfügte. Überhaupt stand an dem Abend einzig und allein die Musik im Vordergrund. Es gab von daher auch so gut wie keine Ansprachen oder sonstige Showeinlagen. Und ich muss sagen, zumindest ich hab sie auch gar nicht wirklich vermisst.
Info: www.modestmousemusic.com »
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