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NIKOLA SARCEVIC: Der ausgeschlafene Schwede PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Markus Tils   
Freitag, 1. Dezember 2006

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Foto: SMASH-MAG.COM / Markus Tils
(26.11.2006, Prime Club, Köln) Was passiert wenn ein Punkrocker sich im Plattenladen verirrt und plötzlich vor Bob Dylan Alben steht? Im Falle von Millencolin- Sänger Nikola Sarcevic wurden diese Platten gekauft. Und nicht nur die: Simon & Garfunkel, Beatles und Hank Williams stehen ganz oben auf der Liste- der Lieblinge, die den charismatischen Sänger für seine Solo Alben inspiriert haben. So gastierte der Kahlrasierte im Kölner Prime Club und präsentierte sein zweites Solo Album „Roll Roll And Flee“.

 

Mit seiner „Band ohne Namen“ wie er schmunzelt seine Mitstreiter auf der Bühne vorgestellt hatte präsentierte er einen hervorragenden Querschnitt seines Debüt „Lock Sport Krock“ und dem aktuellen Silberling „Roll Roll And Flee“.  Gleich zu Beginn des Abends erklangen „Soul for sale“, „Nobody without you“ und „New Fool“. Die Atmosphäre war gestaltet. Ohne große Kommentare, aber mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen wurde sich nach den Songs bedankt.

Das Publikum lauschte gespannt den Klängen fernab vom Punk und ohne seine Wegbegleiter Erik Ohlsson, Mathias Färm und Fredrik Larzon. Verwunderlich auch, dass man keinen einzigen an diesem Abend mit einem Millencolin Shirt sah. Hat der Gute es etwa geschafft sich mit seinen Solo-Alben aus dem scheinbar ewigen Schatten seiner Hauptband zu lösen? Unwohl war es ihm auf jeden Fall nicht. Auch nicht bei einem solch persönlichen Song wie „Lock Sport Krock“, den er seinen verschollenen Bruder gewidmet hat, von dem seit Jahren jegliche Spur fehlt. 

Nach gut 50 Minuten meinte Sarcevic, dass es nun Zeit sei schlafen zu gehen, da man in Schweden mindestes 9 Stunden Schlaf bräuchte und das Publikum doch morgen auch zur Arbeit oder Schule muss.  Im Publikum erwiderte jemand, dass 8 Stunden Schlaf völlig ausreichen. Das hatte zur Folge, dass dieser Abend noch lange nicht zu Ende war und man noch gute 20 Minuten draufpackte. Nikola Sarcevic, samt namenloser Band, wurde nämlich unter tosendem Applaus noch 3 Mal aus dem Backstagebereich „geklatscht“.  Indiz dafür, dass jedem dieser Abend gefallen hat und so richtig in die Jahreszeit passte.

Info: www.myspace.com/nikolasarcevic

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