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(Essen, Zeche Carl) Das jährlich stattfindende No Mercy Festival ist eigentlich immer ein Garant für gute Bands und volle Häuser, in diesem Jahr blieb die Essener Zeche Carl allerdings verdächtig leer. Möglicherweise ließ der recht happige Eintrittspreis von 28€ auch einige Die Hard Fans zu Hause bleiben. Die, die trotzdem den Weg in die Zeche Carl fanden, hatten allerdings auch jede Menge Spaß und ich war erstaunt über die unfassbaren Mengen Alkohol, die einige in kürzester Zeit in ihren, unter den mit Liebe gestalteten Kutten versteckten, Bäuchen verschwinden lassen können.
In diesem Jahr gaben sich PSYCROPTIC, GRIMFIST, LEGION OF THE DAMNED, KATAKLYSM und CANNIBAL CORPSE die Ehre, wobei ich die ersten beiden, dank eines Mörderstaus auf einer der dafür berühmten Ruhrpottautobahnen verpasste, und gerade noch pünktlich zu LEGION OF THE DAMNED ankam. Das Debüt „Malevolent Rapture" der niederländischen Ex-OCCULT Männer wurde überall ordentlich abgefeiert - von Mörder-Riffs, technisch einwandfreien Blast-Speed-Parts und derbem Gesang war die Rede. Dementsprechend gespannt war ich auf die Mischung aus Death und Thrash Metal, wurde aber leider ziemlich enttäuscht. Auf mich wirkte das Ganze etwas lieblos und gelangweilt, doch mit dieser Meinung blieb ich allein. „In Shadows and Dust" - KATAKLYSM rockten den Anwesenden direkt und ohne Ansage die Falten aus dem Sack. Die kanadische Death Metal Institution hat in diesem Jahr mit „In The Arms Of Devastation" ein Meisterwerk abgeliefert und live stand das „Northern Hyperblast" Aushängeschild diesem in Nichts nach. Die Stagediver mussten aufgrund der Masse an Sprungwilligen schon fast Wartenummern ziehen. Wegen der eingeschränkten Spielzeit mussten leider einige Songs auf der Strecke bleiben, doch Maurizio Iaconos vertröstete die Menge mit der Aussicht auf eine Headlinertour im Herbst.  Foto: Presse /Cannibal Corpse CANNIBAL CORPSE sind zurück. Mit dem neuen Album „Kill" haben sie den ein oder anderen der dachte, die Band habe bereits alles gesagt, erstaunt zurückgelassen. Mit dem zurückgekehrten Rob Barret an der Gitarre, spielten sie sich quer durch alle Alben, unterstützt durch einen super Sound und technisch nahezu perfekt. Den wenigen Frauen im Raum wurde wie immer „Fucked With A Knife" gewidmet, doch es gab auch Überraschungen in der Setlist: „Hammer Smashed Face" - der in Deutschland lange Zeit indiziert war, wurde vom Corpsegrinder mit den Worten „We got a song we´re not allowed to play, but we do it" angekündigt und beendete den Abend angemessen. »
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