|
PANIC AT THE DISCO: Kein Grund zur Panik |
|
|
|
|
Konzerte -
Aktuelle Konzerte
|
|
Geschrieben von Markus Tils
|
|
Freitag, 7. März 2008 |
|
 Foto: M. Tils (04.03.08, Köln, Live Music Hall) Ausverkauft! Das schon seit Wochen. Die Nachfrage bei Panic At The Disco scheint weiterhin unendlich. Im Vorfeld ihrer zweiten heißersehnten Veröffentlichung „Pretty.Odd.“ zog es an diesem Abend die Fans in die Kölner Live Music Hall. Ein Kalkül, denn PATD hätten sicherlich auch das Palladium erneut füllen können. Doch kurz vor der Veröffentlichung des neuen Materials zieht man es doch lieber vor in kleineren Locations aufzutreten. Quasi ein Testlauf.
Dúne als Vorband ist eine gute Wahl. Die sieben jungen Dänen wissen zu überzeugen. Die Singles „Dry Lips“ und „80 Years“ erklingen und die Party beginnt. Schade, dass sie den ersten Support machen. Die zweite Band des Abends, Black Gold aus Brooklyn, enttäuscht hingegen auf ganzer Linie. Die Party verliert an Fahrt und wer nicht in ein Gespräch vertieft ist wird plötzlich durch lautes Kreischen aus seinem Tiefschlaf geweckt. Panic-Sänger Brendon Urie betritt die Bühne und singt circa 30 Sekunden bei einem Song von Black Gold mit und verschwindet gleich wieder. Das ist das Highlight vom Black Gold-Auftritt. Das Ambiente der Live Music Hall passt zu Panic At The Disco: Die roten Vorhänge an den Seiten und die Kronleuchten über den Theken haben den Stil, den die junge Band auch modisch vertritt. Doch davon ist an diesem Abend nicht viel zu sehen. Abgesehen von Gitarrist Ryan Ross, der aufgrund einer Erkältung einen dicken, auffälligen Schal trägt, laufen die anderen Bandmitglieder so ziemlich „normal“ herum. Keine avantgardistische Kleidung mit Spitzen und Rüschen. So kennt man die Band irgendwie gar nicht. Panic At The Disco starten mit „We're So Starving“ und der aktuellen Single „Nine In The Afternoon“ vom kommenden Album „Pretty.Odd.“. Kraftvoll die Kehlen, die so textsicher sind, dass man sich fragt, woher sie eigentlich diese Songs bereits kennen, da die neue Platte noch gar nicht erschienen ist. Fakt ist aber, dass die Party zündet. Den neuen Songs merkt man deutlich die musikalische Veränderung an, die Panic angekündigt haben. Aber es besteht kein Grund zu Panik. Der Disco-Touch wurde heruntergeschraubt, Country und Folk Elemente sind verstärkt zu hören. Tom Petty meets Counting Crows. Die Songs verfehlen ihre Wirkung nicht, gefallen und werden wohlwollend aufgenommen. Brendon Urie hat sein Publikum im Griff, schäkert mit ihm und seinen musikalischen Mitstreitern. Dazu die Hits, die die Band wie einen Urknall so populär machten. Aber neben diesen fehlen eben auch „I Constantly Thank God For Esteban" und "Camisado" vom ersten Album nicht. Panic At The Disco wirken besser als damals im Kölner Palladium. Die Songs sind besser geformt und haben mehr Charakter, auch wenn die Akustikversion von „Time To Dance“ nicht allzu sehr gelungen ist. Aber das tut der Stimmung keinen Abbruch - im Gegenteil. Kein Wunder, dass Ryan Ross vor „I Write Sins Not Tragedies“ meinte: „This is the best german show at this tour“. „Es wird ihm abgekauft und so darf man sich aufs Album freuen, ausgenommen die ersten fünf Reihen vor der Bühne, die scheinbar alle Songs bereits auf ihrem mp3- Player haben. Info: www.panicatthedisco.com »
2 Kommentare
1Kommentar emm...das neue album heißt ``Pretty.Odd´´ nicht ``Pretty.Old´´
2Kommentar danke für den hinweis. pretty.old. würde aber auch passen :)
» Kommentar schreiben
|