 Foto: smash-mag.com (05.10.06, Stollwerck, Köln) Schon verwunderlich, dass bereits um 16 Uhr die ersten weiblichen Fans vor dem Stollwerck hockten. Denn eigentlich sind sie viel zu jung, um den größten Hit der Band „aktiv“ miterlebt zu haben. Denn „Last Resort“ erschien vor 6 Jahren und da waren die meisten noch in der Grundschule. Das zeigt aber, dass diese Band noch immer jüngeres Publikum anspricht und immer noch gefragt ist. Gerade mit dem neuen Album „The Paramour Sessions“ zeigen Papa Roach sich von einer Seite, die auch den letzten Kritiker und Zweifler verstummen lässt, der diese Band nur auf „Last Resort“ beschränkt.
Das Stollwerck war zu Beginn des Abends rappelvoll, voller als 2 Wochen zuvor bei (+44). Die Bühne war voll gepackt mit Equipment, was schließen ließ, dass man sich nicht lumpen lässt, um hier ordentlich aufzutischen. Die Vorband, THE BANGKOK FIVE, machten einen soliden Job. Mehr nicht aber auch nicht weniger.
Als nach der Umbaupause das Licht ausging und Jacoby Shaddix die Bühne betrat, konnte es losgehen. Mit der aktuellen Single „To Be Loved“ wurde der Abend eröffnet. Der Floor vor der Bühne ging auf Kommando ab. Jacoby stand auf einem Absatz nah an den Fans und man hatte den Anschein es wäre sein Platz um die Masse zu dirigieren. Er strahlte über beide Ohren beim Anblick, den ihm das Bürgerhaus Stollwerck bot.
Die Zweifel, ob Jacoby die neuen Songs singen kann, wie sie auf Platte klingen erloschen schnell. Die neuen Songs saßen perfekt. Yo, der gute Mann kann wirklich singen! Klar war an diesem Abend auch, dass man an den älteren Songs wie „She Loves Me Not“, „Broken Home“ und natürlich „Last Resort“ nicht vorbei kam.
Diese Songs wurden vom Publikum dankend angenommen, aber man merkte schon, dass es irgendwie nicht mehr passte und im Gesamteindruck folglich schlechter abschnitt als die neueren Songs „Forever“ oder „Time Is Running Out“. Songs die mit dem einstigen Nu-Metal wenig gemein haben und zeigen, dass Papa Roach eine Band ist, die sich von Album zu Album zu einer ernstzunehmenden Rockband entwickelt hat. „Man muss dem neuen Album die Chance geben und es sich anhören“, sagte Jacoby vorher im Interview. Recht hat er! Und eingefleischte Fans hat er auch. So holte er jemanden aus dem Publikum, der den Titel „Born With Nothing“ auf sein Bein sich hat tattowieren lassen und war hellauf begeistert. Wer weiß wie Jacoby ausgerastet wäre, wenn er das Mädchen gesehen hätte, die sein Gesicht (!) auf den Oberarm sich stechen hat lassen?
Bemerkenswert wie viele Hits diese Band hat und die auch alle gespielt wurden. Schnell verging die Zeit. Nach etwa 75 Minuten war es dann auch soweit und PAPA ROACH entließen ihre Fans mit „Between Angels & Insects“ in die Nacht und verabschiedeten sich bis zum Frühjahr 2007.
Info: www.paparoach.com
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