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PERSISTANCE TOUR 2006: Nicht jede Band war ein Herbststurm PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Markus Tils   
Freitag, 15. Dezember 2006

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Terror / Foto: Markus.Tils@smash-mag.com
(30.11.2006. Schlachthof, Wiesbaden) Lou Koller hatte nicht Unrecht, als er meinte, dass dieses Package der Persistance Tour vom Line Up das Beste ist, was es bisher überhaupt gegeben hat. Keine Frage, bei Bands wie MADBALL, COMEBACK KID, WALLS OF JERICHO, TERROR, DISTANCE, DESTINY PROGRAMM und natürlich SICK OF IT ALL. Aber nicht jede Band schaffte es an diesem Abend zu überzeugen.

 

Aller Anfang ist schwer und dran glauben mussten DISTANCE, die um 19Uhr den Abend eröffneten. Auch wenn direkt vor der Bühne nicht allzu viel los war, standen im Schlachthof bereits geschätzte 500 Leute, die eine etwas organisationslose Band erleben durften. Nach jedem Song diskutierten die Band Mitglieder, welcher Song jetzt dran kommt. Das sah ein wenig unprofessionell aus und verärgerte schon ein wenig. Als THE DESTINY PROGRAM (ehemals Destiny) auf der Bühne standen, fiel auf, dass am Bass nicht Sascha Bath-Ahmer sondern Jörg Wöckener von UNDER SIEGE die 4 Saiten zupfte. Grund war eine Operation bei Bath-Ahmer die unumgänglich war und binnen 24Stunden musste der Ersatz her. In dieser kurzen Zeit konnten leider nur 4 Songs mit Wöckener eingespielt werden. Diese wurden auch respektabel vorgetragen. Schade, dass dies passieren musste.

WALLS OF JERICKO Frontfrau Candace Kucsulain kennt anscheinend keine Gnade und geht gleich binnen weniger Mikrosekunden von 0 auf 100. Die Songs der neuen Platte „With Devil Among Us All“ donnerten und das Publikum drängte sich vor der Bühne. Violent Dancing im Pit war nicht allzu viel zu sehen. Dafür ging es in der Masse eng gedrängt zu Gange. Mit „Playing Soldier Again“, der Song, der diese Band bekannt gemacht hat, wurde das Set beendet.

TERROR waren tough wie immer und Sänger Scott Vogel gewohnt an vorderster Front. Getreu dem Motto: „One With The Underdogs“ ging die Post ab und der Pit zeigte was er drauf hat.  Da musste selbst der Frontmann nach den Songs applaudieren. Die oft als „All-Star“ Band verschrienen zeigte ein hervorragendes Set und legte die Messlatte für Comeback Kid ziemlich hoch auf. An diesem Abend vermutlich zu hoch, denn COMEBACK KID waren so lala…und im Vergleich zum Auftritt beim diesjährigen Groezrock, etwas zu fade. Der Funke wollte nicht so rüber springen wie er es zuvor bei Terror getan hat. Einzig beim letzten Song, „Wake The Dead“ blitzte es auf. Dennoch, Sänger Andrew Neufeld lies auch hier den im März zurückgetretenen CBK Sänger Scott Wade bestens in Vergessenheit geraten.

Das MADBALL Bassist Hoya Roc mal an einer Herzattacke auf der Bühne sterben würde wäre bei seinem Gewicht kein Wunder. Aber auch Gitarrist Mitts quoll das Doppelkinn unterm Kopf hervor. Einzig Freddy Cricien lief durchtrainiert über die Bühne als ob er Rasierklingen unterm Arm hätte. „Legacy“ widmete er AGNOSTIC FRONT, der Band seines Halbbruders Roger Miret. Und für all seine Feinde gab es „For My Enemies“ vom aktuellen Longplayer. Dazu noch paar alte Stücke und der Hinweis, dass 2007 das neue Werk kommen wird. So ging es nach 45minunten groovigen Old School Hardcore zu Ende und  Freddy & Co machten Platz für die Könige des Hardcore:
 

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Sick Of It All / Foto: Markus.Tils@smash-mag.com
Die Befürchtung, da es schon 23 Uhr was, dass vielleicht viele aufgrund ihres Jobs oder Schule früher nach Hause gingen würde entpuppte sich als haltlos. Denn die Halle war auch noch proppevoll als SICK OF IT ALL los legten. 20 Jahre nun existiert diese Band um die Brüder Koller und sie schaffen es immer noch, alles was vor ihnen an diesem Abend gespielt hat, an die Wand zu spielen. „Scratch The Surface“ und „Step Down“, die ewigen Klassiker, die wohl auch in 30 Jahren nichts an ihrer Intensität verlieren werden, wurden gefeiert wie die neueren Stücke des Album „Death To Tyrants“. Die letzten Energieschübe wurden mobilisiert und SIOA schafften es das Wiesbadener Publikum diesbezüglich auszusaugen. Ganz groß wie man es anders nicht kennt. Auf die nächsten 20 Jahre SICK OF IT ALL…der König ist noch lange nicht Tod.

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