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Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Jan Quiel   
Freitag, 21. Dezember 2007

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Tiefer ging's nimmer! (Foto: queensofthestoneage.de)
(20.11.2007, Sondershausen, Erlebnisbergwerk) Große Freude in der SMASH-MAG.com-Redaktion als eine Woche vor diesem besonderen Happening eine Einladung für zwei Personen ins Haus flatterte. Gehört hatte man ja schon davon, dass die QUEENS OF THE STONE AGE eine Konzert nur für geladenen Gäste 700 Meter unter der Erdoberfläche in Sondershausen bei Erfurt in einem stillgelegten Salzbergwerk planten. Innerhalb weniger Sekunden eine Zusage an Universal Music getippt und eine Woche später im Reisebus von Köln nach Sondershausen gesessen. Die Stimmung: phänomenal. Bereits mittags im Bus fremdelte keiner. Alle hatten das gleiche Ziel und somit ein guten Thema zum Unterhalten. Das dazugehörige Freibier tat sein übriges. Insgesamt sollten fünf Reisebusse aus ganz Deutschland das Ziel Sondershausen haben. Voll mit Medienvertretern und Ticketgewinnern. Tatsächlich haben auch Leute in den USA Karten gewonnen. Samt Flug. Was für ein Erlebnis für diese vier Amerikaner…

 

Bierselig in Sondershausen angekommen, wurden Helme und Kittel verteilt. Auf Wunsch der Band sollten diese auch während des Konzertes anbehalten werden. Klar, einmal vor Mastermind Josh Homme zum Affen machen, kein Problem. Bitte. Gerne. Im Aufzug ging es unter Tage. Adrenalin pur.

700 Meter unter der Erde angekommen, lag ein salziger Geschmack in der Luft. Große Tunnel und Wege die sich kreuzen. Wahnsinn. Auf der Ladefläche eines LKW ging es zu einem unterirdischen Salzlaugensee. Wobei die Fahrt dorthin aufregender war als der Salzsee an sich und vor dem großen Konzertsaal gabs Bier und Bockwurst zur Stärkung.

Wenig später gings dann in den Konzertsaal. In Worte kaum zu fassen. Eine riesige Salzhöhle. Beeindruckend. 300 Gelbhelme nahmen Platz. Joch Homme und seine Jungs schien der Anblick sichtlich zu erfreuen, als sie pünktlich ihr Set mit „Hanging Tree“ vom großen Durchbruchalbum „Songs for the deaf“ eröffneten. Unplugged, wie ursprünglich angekündigt, ist zwar anders aber die Band spielte alles schon wesentlich ruhiger als gewohnt. Die versprochene intime Atmosphäre war deutlich spürbar. Alles war so nah. Die Band musste sogar die gleichen Klos wie das Publikum benutzen. Schon mal beim pinkeln neben Josh Homme gestanden? Einige hatten wohl dieses Vergnügen.

Die Band war bester Laune. Unterhaltsame Ansagen folgten auf ungewohnte Umsetzungen der Songs. Helme und Kittel durften nach drei Songs abgelegt werden. Jeder wieder ein Individuum. Die großen Hits blieben aus. Dies sollte etwas ganz Besonderes für Fans sein, die auch B-Seiten und Raritäten der Band kennen und schätzen. Zwischen all diesen selten gespielten Songs und Coverversionen („White Wedding“!!!) gab es als Highlight des Abends auch den „Mosquito Song“, den die Band live ja leider meistens außen vor lässt.

Nach 60 Minuten dann das Ende. Standing Ovations. Zurück über Tage gab es noch ein wenig Smalltalk mit einzelnen Bandmitgliedern bevor die Busse in die Richtungen aus denen sie gekommen waren in die Nacht verschwanden. Ein ganz großes Erlebnis.

Info: www.queensofthestoneage.de
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