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RHEINKULTUR 2007: Applaus für die Sonne |
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Geschrieben von Markus Tils
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Sonntag, 15. Juli 2007 |
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 Sonne pur! Die Rheinkultur 2007 (07.07.07, Bonn, Rheinaue) Dies forderte Madsen Sänger Sebastian Madsen. Denn zum 25. Jubiläum der Rheinkultur spielte Petrus mit und bescherte den 200000 Menschen in den Bonner Rheinauen einen unvergesslichen Festivaltag. Die Sonne schien und es gab exzellente Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen. So unterschiedlich die Musik, so unterschiedlich die Besucher der Rheinaue. Unzählige Punks säumten mit ihrem Iro das Bild des Festivals. Auf der anderen Seite die Emos, die die neuste H&M Kollektion am Leib trugen. Proleten fand man hingegen vor der HipHop Bühne. Ein buntes Bild. So ist sie halt, die Rheinkultur.
Die Aachener Pale standen schon früh auf der Roten Bühne, wo Sänger Holger Kochs noch mal erklärte, dass der Drummer sein Bruder und nicht sein Vater sei und das nach den Shows im Sommer Bassist Hilly sowie Keyboarder Joans die Band verlassen werden. Trotz der traurigen Nachricht, die Songs des aktuellen Albums „Brother, Sister, Bores!“ bescherten einen gelungenen Einsteig in den Tag. Unter einen hellblauen Himmel standen wenig später die Gods Of Blitz. Donnern und blitzen ließen sie es dann auf der Blauen Bühne. Die vordersten Reihen reckten sich, tanzten und freuten sich einfach über den geradlinigen Rock der Berliner.
Kim Frank hatte scheinbar ein paar Probleme sein Publikum zu finden, denn zuvor spielten die Lokalmatadore von Slapstickers, die alles abräumten. Bei Kim Frank war plötzlich Flaute angesagt. Aber mit der Zeit wurde es aber dennoch immer voller. Der ehemalige Echt Frontmann trällerte seinen etwas faden Pop hinunter. Vielleicht lag es auch an seinem Zustand. Sein Gesicht war ziemlich aufgedunstet. Er schien wohl in letzter Zeit etwas verschnupft gewesen zu sein. Wer’s braucht!?! Einzig die Single „Lara“ und sein Echt- Rio Reiser Cover-Song „Junimond“ brachten Stimmung beim Bonner Publikum.
Dass das Wendland eher durch Atommüllendlager Diskussionen bekannt ist weiß jeder, der sich damit ein wenig auseinander setzt. Aber aus dem „Nowhere“ stammen auch Madsen, die sicherlich einer der gefragtesten deutschsprachigen Bands sind. Mit der aktuellen Single „Ein Sturm“ ging es dann auch los. In der Mitte „Vielleicht“ bis hin zur „Perfektion“. Ein umjubelter Auftritt war es schließlich.
Mother Tongue legten ein Hammerset auf der Roten Bühne ab. Die Band ist extra für diesen Auftritt aus L.A gekommen und wurde wie keine andere Band auf der Roten Bühne gefeiert. Die Band durfte nach einer Stunde nicht von der Bühne. Zugaberufe erschallten und selbst als der Moderator die Mutter eines Kindes ausfindig machen wollte, erschallten nur Zugaberufe. Mother Tongue konnten nicht anderes und so gab es die geforderte Zugabe, die den Veranstalter die Schweißperlen auf die Stirn brachte, da man in Zeitverzug geriet.
Ebenfalls extra aus Ibbtown Rock City kamen die Donots. Ihr neues Album ist im Kasten und wird wohl im Winter erscheinen. Daraus wurden bereits einige Stücke gespielt, aber man besinnte sich dennoch auf die Klassiker wie „We Got The Noise“, „What ever happened to the 80's“ oder „We're Not Gonna Take It“.
Die Fanta 4 legten derweil auf der Blauen Bühne los. Die Fantas waren so was wie der Überraschungsgast, den erst zwei Wochen vor dem Festival wurden sie als Headliner bekannt gegeben. Fast 100000 tummelten sich vor der Bühne und feierten die Vier mit Songs wie „Troy“ oder „Ernten was wir säen“.
Mit Sick Of It All standen aber die Könige des Hardcores auf der Roten Bühne, die nach 1994 zum zweiten Male dabei waren. Damals noch am Mittag und vor NoFx…Oh, Mensch, da kommt man echt ins schwärmen. Das New Yorker Quartett haute ein wirklich cooles Set hin, dass dem Set vom Pressure Festival bis auf die Hits wie „Step Down“, „Busted“ oder „Built to Last“ nicht ähnelte. Von oben betrachtet war es ein herrliches Bild, die pogende Menschenmassen bei der Wall of Death zu sehen, oder die geforderten unterschiedlichsten Circle Pits. Kurz vor Mitternacht war dann Schluss und der Moderator nervte dann nur noch etwas unforsch im Ton, dass man verschwinden soll. Der Ton macht die Musik- dann lieber mal Klappe halten.
Info: www.rheinkultur.com
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