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 Foto: Jan Quiel / SMASH-MAG.com (01.11.2006, Köln, E-Werk) Der Herbst ist da. Wütend und gemein. Die Kälte fängt an im Gesicht zu beißen und die Nässe geht durch und durch. Tage in denen das Haus besser nicht verlassen werden sollte.... und erst recht nicht an einem Feiertag wie diesem. Lange schlafen, essen, schlafen, esen, fernsehen. Draussen draussen bleiben lassen und sich über die Erfindung von elektrischem Strom freuen...
Doch es hilft ja lles nichts. Wenn RICHARD ASHCROFT in die Stadt kommt müssen die müden Knochen halt dran glauben - und so ist es nur wenig verwunderlich, dass das E-Werk an disem Abend so gut wie ausverkauft ist. "Keys to the world" hat begeistert und die kleinen Schwächen vom Vorgänger "Human condition" ausgebügelt.
Doch bevor der Meister selbst die Bühne betritt, muss der Support erst überstanden werden. Das Trio, dessen namen an diesem Abend nicht weiter bekannt wurde, verlor sich in belanglosem Pop. Hier und da nett, doch nichts was hängen blieb.
Ganz anders - RICHARD ASHCROFT, der bestens gelaunt und weitaus weniger betrunken als so manche male zuvor, die Bühne betrat. "I've got the keys to the world for you!" begrüßte er Köln und schickte das Publikum auf eine 90 Minütige Reise durch alle drei Soloalben sowie ein kleines Best-Off THE VERVE-Set.
Der Sound von Minute 1 an glasklar. Es folgten "A song for the lovers", "Music is power", danach "Why not nothing". Während sich Herr Ashcroft eine Woche zuvor in Berlin noch wesentlich redseliger zeigte, konzentriert er sich an diesem Abend mehr auf die Musik. Kleine Ansagen, große Musik. Mit "New York" zündete die sechsköpfige band ein wahres Soundinferno, begleitet von Videoaufnahmen aus New York auf einer riesigen Leinwand im Bühnenhintergrund. Offene Münder weit und breit. Direkt im Anschluss "Sweet brother Melcom" zu spielen war zwar etwas unglücklich gewählt - aber hey, dieser Mann weiß schon was er da macht.
Nach knappen 70 Minuten wurden die alten Fans von THE VERVE erlöst. "The drugs don't work", "Lucky man" und "Bittersweet symphnoy". Letzteres sogar mit altbekannetr Melodie, die auf der letzten Tour noch ausgelassen wurde. Nach 90 Minuten war es das dann auch schon wieder. Großartig. Genial. Schade nur, dass Hits wie "Check the meaning", "C'om on people" ausgelassen wurden... beim nächsten Mal dann? Bitte...
Info: www.richardashcroft.com
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