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(21.09.06, Köln, Palladium) Voll, so richtig voll war es im Palladium. Der Andrang zur Sally Sounds 2006 war überwältigend, so dass der eigentliche Gedanke dieses Ereignis im kleineren E-Werk durchzuführen ziemlich schnell überworfen wurden. Zirka 4000 Menschen tummelten sich in der ehemaligen Maschinenbauhalle in Köln-Mülheim und warteten angespannt. Anhand der getragenen T-Shirts sah man schnell, auf wen die meisten warteten: BILLY TALENT. Doch bevor das Quartett auf die Bühne konnte, bekam das Publikum Bands zu Gesicht, bei deren Name man mit der Zunge schnalzt.
 The Subways (Foto: smash-mag.com /Markus Tils) SAMIAM sind Helden, Helden vergangener Tage, die mit „Whatever's Got You Down“ ein neues Album herausgebracht haben. Genau das bekam man größtenteils zu hören. Ob die ersten Reihen vor der Bühne überhaupt wussten, welchen Einfluss diese Band auf den Begriff „Emo“ hat, sei mal dahin gestellt und erst zum Schluss wurde es zu einem kleinen Best Of vergangener Tage. Man merkte schon, dass SAMIAM keine Band sind die vor 4000 Leuten spielen sollten, umso mehr kann man sich auf den Herbst freuen wo die Herren zusammen mit THE DRAFT die Clubs in unserem Breitengrad beglücken werden.
Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Was THE SUBWAYS auf der Bühne boten kann unter die Rubrik „Gerockt wie Sau“ untergebracht werden und übertraf die kühnsten Erwartungen. Schon beim ersten Ton vom Opener „With You“ tobte es auf der Bühne. Gerade Bassistin Charlotte Cooper war der reinste Wirbelwind und zeigte dies übers ganze Konzert. Ebenfalls unter Strom stand Sänger Billy Lunn, der ebenfalls keine Sekunde still stehen konnte. Drummer Josh schlug auf sein Instrument wie ein wahnsinniger ein und erinnerte an „Animal“ von der Muppet Show. Angesteckt von der guten Stimmung im Publikum konnte es sich Josh Morgan auch nicht nehmen lassen während des Gigs seine Sticks auf Seite zu legen und von der Box in die Menge zu springen. Mit „Rock and Roll Queen“ endete dann auch ihr fulminanter Auftritt unter tosendem Applaus.
 Billy Talent (Foto: smash-mag.com / Der Jens) BILLY TALENT Gitarist Ian D'Sa war der Erste auf der Bühne und stellte sich stocksteif hinter seinem Mirko und begann die Riffs zu spielen, die für großen Aufschrei sorgten. Denn es wussten sofort alle, dass dieser Gig mit „This Is How It Goes“ beginnen würde. Sänger Benjamin Kowalewicz sprang von hinten auf die Bühne und legte mit seiner unverkennbaren Piepsstimme gleich los. Kräftig unterstützt von 4000 Kehlen, die vor ihm standen. Ben brauchte keine drei Lieder um klatschnass geschwitzt zu sein. Er schüttelte seinen Kopf und die Schweißtropfen flogen umher. Auch die vorderen Reihen waren gezeichnet vom Schweiß und die Herren von der Security hatten alle Hände voll zu tun die Erschöpften aus der Menge zu ziehen. Da kamen die ruhigen Songs von BILLY TALENT gerade recht. Aber wer die beiden Alben von BILLY TALENT weiß, dass es nicht viele ruhige Songs von ihnen gibt. Entsprechend ging es mit Vollgas durch den Abend und Hits wie die neue Single „Red Flag“, „Nothing To Lose“ und „Devil In A Midnight Mass“ schmetterten aus den Boxen. Nach einer Stunde konnte man wieder durchatmen, denn mit „Try Honesty endete das schweißtreibende Sally Sounds 2006. Was für eine Show!
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