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SCHMACKES UND PINSCHER: You & You & You |
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Geschrieben von Markus Tils
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Freitag, 28. Dezember 2007 |
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 Der neue heiße Scheiss aus Köln (20.12.07, Düsseldorf, Pretty Vacant) Vorweihnachtszeit in Düsseldorf. Unzählige Touristen schieben sich durch die Altstadt und Handtaschendiebe haben Hochkonjunktur. In Mitten der der Altstadt liegt das Pretty Vacant, unweit der „Längsten Theke der Welt“. Hier sollten an diesem Abend das Kölner Electro-Indie Duo Schmackes & Pinscher auftreten, die gelassen an der Theke saßen bis der Support begann zu spielen.
Der Support, dessen Namen entfallen ist, war ein Trio anscheinend aus Düsseldorf, dessen Vorliebe für eine andere Düsseldorfer Band kaum zu überhören war. NEIN! Nicht Die Toten Hosen! Kraftwerk, Mensch! Selbst Schmackes bezeichnete den Support als „Kraftwerk mit dem Gitarristen der Dire Straits“. Das passte ziemlich gut. Der Gitarist stand fast ausschließlich mit dem Rücken zum Publikum und die anderen zwei Protagonisten versteckten sich hinter ihrem Notebook. Das ist ja dieses komische Electro-Phänomen. Was hockt man hintern Notebook bei einem Livegig? Einfach nur auf Play drücken, kann doch nicht so schwer sein. Oder haben die gechattet? Wer weiß das schon. Das Publikum nickte den Kopf zum Beat, doch unterhielt sich viel mehr dabei und es wurde deutlich, dass die Mucke des Trios auf die Dauer doch recht einschläfernd war. Der Applaus hielt sich auch arg in Grenzen.
Ein deutlich anderes Kaliber, musikalisch wie auch physisch, dagegen sind Schmackes und Pinscher. Da ist einfach mehr Pepp in der Musik und die Gitarre wird auch ordentlich misshandelt und nicht gestreichelt, wie beim Support. Aber ohne technische Hilfe kommt auch das Duo nicht aus und so stand Sänger Schmackes mit der Fernbedienung des CD-Players auf der Bühne und skipte von Track zu Track, um den restlichen Sound aus den Boxen erklingen zu lassen. Sah doch recht schräg aus, vor allem wenn es nicht funktionierte. Doch Schmackes ist nicht auf den Mund und unterhielt zwischendurch das Publikum mit kleinen Geschichten.
Die Kölner präsentierten ihr Debütalbum, welches sie kurz und bündig im typischen Kölnischen Understatement „Best of“ nannten. „Der neue heiße Scheiss“ wie Kollege Jan Quiel es formulierte und sicherlich den Nagel auf den Kopf traf. Das Duo hat was auf den Kasten und bringt die Songs präzise vom Beat und von den Lyrics bestens rüber und erinnert nicht von ungefähr einwenig an Mediengruppe Telekommander. Songs wie „You & You & You“, „Fuck The Vampires“ oder der Smasher „Mein Block“ bekamen die Besucher geboten, die es sich nicht nehmen ließen ihren Arsch zum Beat zu bewegen und ihren Spaß dabei zu haben. Schade nur, dass aufgrund der nachfolgenden Disco die Performance etwas kurz war.
Info: www.myspace.com/schmackesundpinscher »
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