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SPORTFREUNDE STILLER: Musikalische Lausbubenstreiche |
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Geschrieben von Markus Tils
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Samstag, 22. September 2007 |
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 Schlagzeuger Flo in Aktion (Foto: M. Tils) (19.09.07, Köln, Palladium) Die größten Befürchtungen wurden bestätigt. Aber auch nur minimal. Einige der Besucher trugen es: das Deutschlandtrikot. „54“, „74“, „0815“, „4711“…wir wissen es alle noch. Das Palladium ausverkauft und das Trio lud zum Stelldichein. Mehmet Scholl, passionierter Fußballer und bekennender Sportfreunde Stiller Fan, war nicht zu sehen. Er würde sich auf das kommende Oktoberfest vorbereiten, so eine sichere Quelle.
Den Support machten Ash. Irgendwie einen undankbare Aktion an diesem Abend. Zwar kannte einige deren Songs, doch hinten trank man lieber sein Bier und hielt ein Schwätzchen mit seinen Freunden. Der Sound und das Bühnelicht extra auf die Sporties abgestimmt, so standen Ash im dunklen und murksten sich wahrhaftig einen ab. Kein schönes Erlebnis, gerade das Trio musikalisch viel versierter sind als das Bayern Trio.
Dieses Bayern Trio hat ja eine komische Art an sich. Charmant, leicht naiv und immer diese etwas biedere und teilweise spießigen Umgangsformen, die auch gleich zur Begrüßung folgten. Eine Band, die man liebt oder hasst. Geliebt wurden sie an diesem Abend allemal. Das Publikum wollte feiern und die Sporties lieferte den Soundtrack. Mit Songs wie „Ein Kompliment“ oder, vom aktuellen Album La Bum, „Alles Roger“ stieg die Stimmung gleich zu Begin. Mit „Marmor Stein und Eisen bricht“ als Intro wird „Ich, Rogue“ performt. Wie es dem Ex-Bayern Spieler Roque Santa Cruz wohl bei den Blackburn Rovers ergeht? Giftpfeile gegen den Zweitligisten 1 FC. Köln taten in der Seele weh. „Jaja, ihr arroganten Bayern! Ihr und euer Wurst-Uli. Oder die Sechziger…die eh nix auf die Reihe kriegen…“, denken sich sicherlich viele. Aber die Sporties schaffen es dann aber auch immer wieder ihr Publikum in Euphorie zu treiben. Dazu braucht es an diesem Abend aber auch nicht viel. Sie sind wie sie sind und das ist wohl ihr Geheimrezept.
„Siehst du das genauso?“ fragten die Lausbuben und gaben den Ratschlag „(Tu nur das) Was dein Herz dir sag“. Da konnte an diesem Abend niemand widerstehen. Zum Ende kam was kommen musste: eingeleitet von Bob Marleys „Redemption Song“ der Nummer 1 Hit zur WM 2006. Aber anders als erwartet wurde „54“, „74“, „90“, „2006 als Akustikversion gespielt und klang etwas besinnlicher. So, wie die Sporties halt sind bedankten sie sich artig fürs kommen, verbeugten sich und verließen die Bühne…
Info: www.sportfreunde-stiller.de »
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