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RISE AGAINST: Konzertverlegung

Wegen der großen Nachfrage wurden die Konzerte in München, Köln, Saarbrücken und Hamburg in größere Konzerthallen verlegt:

 

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SUCH A SURGE : Mission Erfüllt PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Jan Laging   
Donnerstag, 23. Februar 2006
(Braunschweig, Jolly Joker) Es sollte ein würdiger Abschluss werden, an dem Ort wo alles begann: SUCH A SURGE spielten an einem kalten Donnerstagabend im Braunschweiger Joker das letzte Konzert ihres (Band-)Lebens. Nach 14 vereinten Jahren, sechs erfolgreichen Longplayern und unzähligen Auftritten, wollten die Braunschweiger Jungs einen Schlussstrich unter ihre Karriere ziehen.

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Nun ist so ein Bandabschied immer eine traurige Angelegenheit, vor allem, wenn man derartig viele persönliche Erfahrungen mit der Musik der betreffenden Gruppe verbindet. Das geht mir genauso, wie den zahlreichen Fans, die der Gruppe bis zum Ende hin die Treue gehalten haben. Auf der anderen Seite wurden auch SURGE von der Zeit eingeholt: Die Plattenverkäufe (und nicht die Zahl der Konzertbesucher) gingen zurück, das Publikum wurde immer heterogener und die Musiker auch nicht mehr jünger. So muss man ihre Entscheidung respektieren, in Würde abzutreten. Und genau diesen angemessen Abschied sollte der Abend transportieren.

Natürlich war das Joker – wie es sich für ein Heimspiel gehört - bis auf den letzten Platz ausverkauft und natürlich wurde auch das musikalische Rahmenprogramm bewusst ausgewählt. Den Anfang machten die EMIL BULLS, die mit den Surgern schon seit Jahren freundschaftlich verbunden sind. Überhaupt habe nicht nur ich die BULLS durch SUCH A SURGE kennen gelernt. Damals, noch lange vor der „Angel Delivery“-Zeit waren sie der Support der Braunschweiger und legten mit dieser Minitour den Grundstein für ihren späteren Erfolg.

Auch wenn es Sänger Christoph heute etwas zu gut mit seinen Gesangseinlagen meinte, mimte das Quintett auch 2006 die perfekte Vorband. „Revenge“, „Leaving You With This“ und „The Coolness Of Being Wretched“ sorgten für Bewegung und bildeten den Rahmen für zahlreiche respektvolle Verneigungen,vor dem Headliner. „Ich war 15, als ich Such A Surge das erste mal in München gesehen habe und wenn mir damals jemand erzählt hätte, dass ich ein Jahrzehnt später die Ehre haben würde, an deren Abschiedskonzert die Vorband abzugeben, hätte ich sofort die Schule geschmissen“, brachte Chistoph die Eindrücke der Band auf den Punkt.

Als sie darauf ein riesiges „Danke Surge“-Transparent über der Bühne entfalteten, brach stürmischer Beifall unter den Anwesenden aus. Doch der wirklich größte Moment sollte noch kommen, als beim letzten Song ENDLICH „Tomorrow I´ll Be Back Home“ zusammen mit Olli am zweiten Mikrophon gespielt wurde. Auch wenn seine Shouts nur im Refrain zum Zuge kamen, ging doch für manche Fans ein kleiner Traum in Erfüllung.

Da ließ sich auch MAMBO KURT nicht bitten, der vor den Braunschweigern ein besonderes Wunsch-Programm absolvierte. Auch wenn ich teilweise unsicher war, ob man seine Einlagen an der Heimorgel jetzt witzig oder nur doof finden sollte, sorgten besonders „I Was Made For Loving You“ und „All That She Wants“ (!) für bierseelige Stimmung. Absolutes Highlight war aber seine Such A Surge-Interpretation von „Jetzt ist gut“…an der Heimorgel versteht sich! Ganz großes Tennis, für das sich die Surger später noch ehrfurchtsvoll beim Meister bedanken sollten. Anschließend wand sich beim obligatorischen „Musik ist Trumpf“ eine lang gezogene Polonaise durchs zum bersten gefüllte Joker.

ImageDenn jetzt war es Zeit Abschied zu nehmen. Uns alle hat die Band in irgendeiner Form durch die letzten Jahre begleitet. Auch wenn ihre Texte oft belächelt worden waren, waren SUCH A SURGE nicht für mich der Soundtrack meiner Jugend. Damals, als neben DOG EAT DOG; DOWNSET und BIOHAZRD, auch die Braunschweiger auf der Bildfläche erschienen, um eine ganze Musikwelle auszulösen, wurde ich – wie so viele – allmählich aus dem Metal herausgelöst. Dinge wie meinen ersten Stagedive, werden mich immer an diese Band zurückdenken lassen, die ich so oft live gesehen habe, wie keine andere.

Und verabschieden wollten sich viele; die Altersspanne lag im Publikum zwischen 14-40 Jahren, welches sich über angemessene Rahmenbedingungen freuen konnte: Neben einer fetten Sound- und Lichtanlage, war auch die Bühnen dem Anlass entsprechend gestaltet worden: Von der Decke hingen die sechs Covermotive im Großformat herab, die jeweils separat ausgeleuchtet wurden, wenn ein Song des betreffenden Albums zum Zuge kam.

So kam zu später Stunde endlich der Moment, an dem unter lauten Jubel zuerst das "Agoraphobic Notes"-Cover erstrahlte und SUCH A SURGE mit einer Killerversion von „Intro/Ideale“ ihr finales Konzert eröffneten. Was dann im Publikum geschah, war wirklich unglaublich: Beinahe der komplette Innenraum wurde zu einem riesigen hüpfend/moshenden-Riesenpit, der sich bis zum Mischpult erstreckte. Angestachelt von den Reaktionen, spielte sich die Band – verstärkt von Chrissy von den Bulls – in einen echten Rausch, der lediglich durch die zahlreichen Ansagen und Danksagungen unterbrochen wurde. Und eigentlich lief es wie immer: Während sich Michel eher im Hintergrund aufhielt, war Olli vom Mikro gar nicht wegzubekommen. Der erste Höhepunkt war das fette „Chaos“, bei dem sich - wie im Original -  Ferris MC und DJ Stylewarz die Ehre gaben.

Weitere Glanzlichter setzten „Amok“, „Silver Surger“, „Tropfen“, „Koma 2002“ und „Under Pressure“, die – obwohl schon 1000-mal gehört – immer noch echte Livegranaten sind. Doch auch die letzten beiden Alben wurden gleichwertig bedacht, wobei besonders die „Alpha“-Tracks sehr gut beim Braunschweiger Publikum ankamen, über welches sich bei einer Soloversion von Michel bei "Ouvre Tes Yeux eine leichte Gänsehautstimmung legte. Grade bei den ruhigeren Stücken waren duzende von Crowdsurfern in der Luft, während die drei dargebotenen PAIN IN THE ASS-Songs für heftigste Mosheinlagen sorgten.

Doch schon bald begriffen auch die letzten Anwesenden, dass sie die altbekannten Stücke wie das unumgängliche „Jetzt Ist Gut“ zum letzten male hören würden – nach all den Jahren ein merkwürdiges Gefühl. Doch die Zeit verging wie im Fluge: Als nach dem ersten Zugabenblock („Mein Weg“+„Schatten“) erneut das Licht ausging und die zahlreichen Gratulanten die Bühne frei gaben, wurden ein allerletztes mal ihr legendärstes Stück gespielt: „Gegen den Strom“, welches die Braunschweiger bekannt gemacht hatte, beendete die Karriere einer der einflussreichsten und beständigsten deutschen Bands der letzten Jahre. Rest in Peace Surge…

Info: www.suchasurge.de 

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