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Wegen der großen Nachfrage wurden die Konzerte in München, Köln, Saarbrücken und Hamburg in größere Konzerthallen verlegt:

 

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TERROR: I Terror en Granada! PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Jan Laging   
Samstag, 21. April 2007

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No Turning Back (Foto: Jan Laging)
(14.04.07, Granada (Spanien), Sala El Tren) Bekanntlich besitzen Punk- und Hardcoreshows immer noch Seltenheitswert auf der iberischen Halbinsel, zumindest wenn es sich um ausländische Gruppen handelt. Daher konnte man durchaus erwarten, dass der Sala el Tren aus allen Nähten platzen würde. Aber zunächst einmal stellte sich der Club als etwas überdimensioniert heraus und zudem waren die Eintrittspreise (18 Euro Abendkasse) unverschämt hoch, vor allem für spanische Verhältnisse. Ebenso verhielt es sich mit den Getränkepreisen im Club, was jedoch am heutigen Abend ziemlich nebensächlich war: Die Überwiegende Mehrheit der Zuschauer war entweder am Tüte bauen oder Tüte rauchen und das auf einem Hardcore-Konzert. Typisch Granada halt eben…

 

Der Saal war noch nicht mal zur Hälfte gefüllt, als TEAMKILLER aus Stuttgart kurz nach zehn die Bühne betraten. Davon zeigte sich die - den Spaniern völlig unbekannte - Gruppe jedoch nicht im Geringsten beeindruckt, sondern bot eine überraschend gute Vorstellung. Optisch halb Hardcore/halb Metal profitierten sie von dem sehr guten und druckvollen Sound, der den ganzen Abend anhalten sollte. Natürlich nutzten sie die Zeit vor allem dafür, Titel von ihrem neuen Album „Bad Signs“ vorzustellen, die sehr gut vom spanischen Publikum aufgenommen wurden. Auch wenn die Zuschauer ihre Kräfte noch für die folgenden Gruppen aufsparten, schloss sich der Halbkreis vor der Bühne doch sehr schnell. Und als am Ende auch noch Biohazard´s „Punishment“ angestimmt wurde, hatten sie die deutsche Gruppe schon längst in ihr Herz geschlossen. Ein wirklich unerwartet guter Start in den Abend!

Auch die folgenden NO TURNING BACK wollten es in dieser Samstagnacht wissen: Die Holländer standen nicht nur optisch in der Tradition ihrer heimischen Vorreiter der Benelux Hardcore-Welle, sondern hatten auch musikalisch ihre Hausaufgaben gemacht. Ähnlich wie Teamkiller gehören sie musikalisch sicher nicht zur Speerspitze ihrer Richtung, aber live sah die Sache schon ganz anders aus: Wie von der berühmten Tarantel gestochen fegte der Sänger auf der Bühne herum, schrie sich die Kehle aus dem Leib und sprang ein ums andere Mal aufs und an das Gitter, um sich das Mikro mit dem Publikum zu teilen. Selbiges war nämlich vom ersten Ton an förmlich explodiert und bildete immer ständig einen neuen Circlepit. Besonders lustig war der Umstand, dass erstaunlich viele die Texte mitshouten konnten, die englischen Ansagen jedoch niemand zu verstehen schien (auch bei den folgenden Bands): Beinahe so, als hätten die sprachfaulen Spanier „Wörter“ auswendig gelernt. Dennoch entwickelte sich zwischen den NTB und dem Pit eine rege Interaktion, die bei jeder Rudelbildung vor dem Mikro in die Höhe getrieben wurde. Eine Wahnsinnsshow der Holländer, die ein Musterbeispiel lieferten, wie man das Publikum in die Show einbauen kann.

Als nächstes waren die Schwergewichte von FULL BLOWN CHAOS an der Reihe, die alleine schon aufgrund ihrer „imposanten Erscheinungen“ anfangs Schwierigkeiten hatten, das Energielevel von NTB aufrecht zu erhalten. Daher lag ihr Fokus nicht auf der gefälligen Performance, sondern auf ihrem überaus brutalen Sound. Ebendieser drohte in seiner Monotonie anfangs etwas zu langweilen, entwickelte sich aber zunehmend zu einer mächtigen Walze: Besonders die zahlreichen Metaller drängten sich plötzlich vor die Bühne, um Bassist „Lurk“ anzufeuern, der eine erstaunliche Anziehungskraft auf die Langhaarträger auswirkte. Im Pit ging es derweil ordentlich zu Sache, allerdings stets friedlich und aggressionsfrei. Eine surreale Ausnahme stellte lediglich ein aufgedrehter Stiernacken dar, welcher dem Sänger sekundenlang seinen Schlagring präsentierte… Doch ganz am Ende kam doch noch der überraschende musikalische Höhepunkt (vielleicht sogar des Abends): Mit einer unglaublich brutalen Version von Sepultura´s „Territory“ verabschiedeten sich FBC und waren für viele sogar die Band des Abends.

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Terror (Foto: Jan Laging)

Aber schließlich hatten TERROR auch noch ein Wörtchen mitzureden und entfachten erneute Energieschübe im Publikum. Ähnlich wie bei NTB suchte Sänger Scott Vogel vehement den Kontakt zum Publikum und heizte den Pit ordentlich auf. Natürlich kamen besonders die „Lowest Of The Low“-Songs besonders gut an, aber auch Material vom aktuellen „Always The Hard Way“ wurde textsicher begleitet. Nun trauten sich auch die ersten Stagediver auf die hohe Bühne, um mehr schlecht als recht von den vorderen Reihen aufgefangen zu werden. Selbige waren jedoch stets sehr ausgedünnt, da auch bei TERROR häufig der Circlepit seine Runde drehte. Doch gerade als das Publikum so richtig in Stimmung war und man den Höhepunkt der Show erwartete, verließen die Jungs aus Los Angeles plötzlich die Bühne. Natürlich dachten alle an die üblichen Zugabespielchen, aber als auch noch der dicke Vorhang zugezogen wurde, gellte ein schrilles Pfeifkonzert in Richtung Bühne. Mehrere Minuten verharrte das aufgestachelte Publikum und dennoch ließen sich TERROR nicht mehr sehen! Ein etwas abrupter und unpassender Abschluss für das Konzert, der jedoch rasch aufgeklärt wurde: Nach Verlassen des Clubs konnte man in dessen Innenhof  eine sehr erregte Streitszene miterleben, an dem u.a. die komplette Terror-Crew (und Mitglieder von No Turning Back - ?) beteiligt waren…

Mit diesem etwas gemischten letzten Eindrücken machte sich ein Großteil der Anwesenden auf, gegen zwei Uhr nachts die Rückfahrt ins ca. fünf Kilometer entfernte Granada anzutreten. Und sie konnten zufrieden sein: Zwar hatten alle Bands mit dämlichen Ansagen geglänzt und auch das ewige Anpreisen des Merchandising-Standes hat ziemlich genervt und dennoch war es ein sehr gelungener Konzertabend geworden, mit vier erstaunlich motivierten Bands, die allesamt überzeugen konnten.

Info:  www.myspace.com/teamkiller / www.noturningback.nl
          www.myspace.com/fullblownchaos / www.terrorhc.com

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