(Bochum, Matrix) Dass die Bochumer Matrix nicht gerade ein toller Laden für Konzerte ist, wurde an dieser Stelle oft erwähnt. Man scheint ohnmächtig gegenüber den Tourneeveranstaltern dieser Welt zu sein, warum gerade in dieser Röhre Konzerte stattfinden, die jeden Sound vermurksen lassen und einem das Gefühl geben, sich lebendig in einer Presswurst zu befindet. Es gibt genügend andere und bessere Locations im Pott als diesen Ort des Schreckens. Schade, dass da keiner mal reagiert! Schließlich zahlt der Besucher eine Menge Geld und will entsprechend auch einen guten Sound haben und sich nicht ständig ärgern müssen über diesen Laden.
 Foto: TERROR by smash-mag.com Aber kommen wir zur Musik und somit zur ersten Band des Abends: Blacklisted. Mit „We're unstoppable" und „The Beat goes on" hat die Band zwei Knaller-Alben veröffentlicht, und die Erwartungen waren entsprechend. Doch auf der Bühne war davon leider nichts zu sehen. Blacklisted zündeten überhaupt nicht und konnten die Klasse der Alben live nicht rüberbringen. Schade. Dazu fiel das Mikro teilweise aus, was aber im Laufe des Abends noch des öfteren vorkam.
Im wahrsten Sinne des Wortes etwas schwerfällig war Donnybrook. Zwar konnten die Mannen um den schwergewichtigen Frontmann Dre Stewart besser auftrumpfen als ihre Vorgänger, aber auch sie fackelten in der Halle kein Feuerwerk ab. Die richtige Zündung folgte aber anschließend mit Modern Life Is War, die zu den Bands der Stunde im Hardcore gehören.
An der zweiten Gitarre zeigte sich ein ehemaliges Mitglied der niederländischen Band Razor Crusade, das seit geraumer Zeit festes Mitglied bei MLIW ist. In gewohnter Manier startete ein energiegeladenes Set. Ein nimmersatter Shouter Jeff, der die Bühne voll ausnutzte, der die Nähe des Publikums suchte und es getreu der neuen Platte „My Love, my way“ krachen ließ. Songs wie „First and Ellen“ und „By the Sea“ sind live unschlagbar. Hardcore mit Tiefgang! Super Show der Jungs!
Bei Terror war dann der Name Programm. Bis hin zum Mischpult ein Pit, in dem alle erdenklichen Körperteile durchgeschleudert wurden. Die ersten Reihen dienten als Auffang-Area der Stage-Diver, die gekonnt oder etwas nicht gekonnt ins Publikum stürzten. Für einen Lacher sorgte ein etwas schlacksiger Typ, der Jesus-mäßig aus dem Publikum auf die Bühne stieg und ein „Goooooooooo For It“ ins Mikro von Shouter Scott Vogel zum Besten gab. Sein darauffolgneder Sprung ins Publikum endete dann auch eher auf den harten Boden als auf tragenden Händen - er hatte jedenfalls die Lacher auf seiner Seite. Terror zeigte sich in guter Spiellaune, wobei Gitarrist Frank Novinec fehlte. So bestand Terror an diesem Abend nur aus einem Quartett, was nicht sonderlich viel ausmachte. So tobte die Menge gut 35 Minuten lang nass geschwitzt und mit einigen blauen Flecken mehr am Körper. Dann hieß es an der Kasse anstellen, da die Matrix ja so „toll“ ist und selbst bei Konzerten mit Verzehrkarten anstatt mit Bargeld an den Theken arbeitet. Somit stand man fast eine halbe Stunde an der Kasse an, um endlich aus dem Laden hinauszugelangen. Info: www.terrorhc.com »
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